Das hohe Dual-Use-Potenzial, das wir in Deutschland haben, kann Türen zu neuen Märkten öffnen, eine höhere Innovationsdynamik entfachen und zusätzliche Investitionen auslösen Dr. Michael Böhmer In der Debatte um Deutschlands Verteidigungsfähigkeit geht es meist um Truppen, Waffen und Verteidigungsausgaben. Doch ein wichtiger Faktor liegt in der Wirtschaft: Viele deutsche Unternehmen verfügen über Technologien, die sich zivil wie militärisch einsetzen lassen. Darauf macht Michael Böhmer in seiner neuen Kolumne für den CEO.Table aufmerksam. Großes Potenzial in der deutschen WirtschaftDer aktuelle Dual-Use-Atlas von Prognos zeigt:Rund 3,5 Millionen Menschen arbeiten in grundsätzlich dual-use-fähigen Branchen.Sie erwirtschaften etwa 700 Milliarden Euro Produktionswert.Das entspricht rund 43 Prozent der deutschen Industrieproduktion.Dual Use ist dabei nicht mit Rüstungsindustrie gleichzusetzen. Neben Maschinen- und Fahrzeugbau gewinnen vor allem Software, KI, Sensorik, Kommunikation und Cybersecurity an Bedeutung.Chance für den industriellen WandelDie Potenziale verteilen sich über ganz Deutschland. Das eröffnet auch wirtschaftspolitische Chancen: Neue Märkte, zusätzliche Investitionen und technologische Innovationen können die Wettbewerbsfähigkeit stärken.Dual Use ist kein Plädoyer für Aufrüstung. Es zeigt vielmehr, wie Deutschland vorhandene industrielle und technologische Stärken für mehr Sicherheit nutzen und zugleich den wirtschaftlichen Strukturwandel unterstützen kann.Links und Downloads Zur Kolumne (Webseite Table.Briefings)Weitere Kolumnen von Michael Böhmer im CEO.TableStand: 26.10.2026 Haben Sie Fragen? Ihr Kontakt bei Prognos Dr. Michael Böhmer Managing Partner | Chefvolkswirt Profil ansehen