Uns werden in den kommenden zehn Jahren eher Reinigungskräfte und LKW-Fahrer fehlen als IT-Fachleute.“ Dr. Michael Böhmer Krise in der Industrie, KI und wieder höhere Arbeitslosigkeit nähren die Sorge, Deutschland könne die Arbeit ausgehen. Unser Chefvolkswirt, Dr. Michael Böhmer, kommt in seiner Kolumne im CEO.Table zu einem anderen Schluss: Entscheidend ist die Alterung der Gesellschaft – sie überlagert konjunkturelle und technologische Effekte. Modellrechnungen zeigen, dass selbst bei schwachem Wachstum Arbeits- und Fachkräfte fehlen werden. Bis 2035 könnte die Lücke je nach Szenario zwischen ein und 1,5 Million Personen betragen. Der Mangel betrifft dabei vor allem klassische Tätigkeiten, in denen viele Beschäftigte altersbedingt ausscheiden. Selbst bei niedrigem Wachstum bleiben die bekannten Ansätze zur Arbeits- und Fachkräftesicherung wichtig:Höhere Erwerbsbeteiligung, insbesondere ÄltererMehr Arbeitsvolumen durch bessere RahmenbedingungenStärkere Bildungs- und WeiterbildungsanstrengungenDauerhafte Zuwanderung in den ArbeitsmarktAuch wenn derzeit anderes sichtbar ist: Künftig dürfte nicht die Arbeit fehlen – sondern die Menschen, die sie erledigen.Links und DownloadsZur Kolumne (Webseite Table.Briefings)Weitere Kolumnen von Michael Böhmer im CEO.TableStand: 20.07.2026 Haben Sie Fragen? Ihr Kontakt bei Prognos Dr. Michael Böhmer Managing Partner | Chefvolkswirt Profil ansehen