Krise oder Demografie – wer ist schneller?

Kategorie

Expertise

Datum

20. Juli 2026

Uns werden in den kommenden zehn Jahren eher Reinigungskräfte und LKW-Fahrer fehlen als IT-Fachleute.“
Dr. Michael Böhmer

Krise in der Industrie, KI und wieder höhere Arbeitslosigkeit nähren die Sorge, Deutschland könne die Arbeit ausgehen. Unser Chefvolkswirt, Dr. Michael Böhmer, kommt in seiner Kolumne im CEO.Table zu einem anderen Schluss: Entscheidend ist die Alterung der Gesellschaft – sie überlagert konjunkturelle und technologische Effekte.

Modellrechnungen zeigen, dass selbst bei schwachem Wachstum Arbeits- und Fachkräfte fehlen werden. Bis 2035 könnte die Lücke je nach Szenario zwischen ein und 1,5 Million Personen betragen. Der Mangel betrifft dabei vor allem klassische Tätigkeiten, in denen viele Beschäftigte altersbedingt ausscheiden. 

Selbst bei niedrigem Wachstum bleiben die bekannten Ansätze zur Arbeits- und Fachkräftesicherung wichtig:

  • Höhere Erwerbsbeteiligung, insbesondere Älterer
  • Mehr Arbeitsvolumen durch bessere Rahmenbedingungen
  • Stärkere Bildungs- und Weiterbildungsanstrengungen
  • Dauerhafte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt

Auch wenn derzeit anderes sichtbar ist: Künftig dürfte nicht die Arbeit fehlen – sondern die Menschen, die sie erledigen.

Links und Downloads

Zur Kolumne (Webseite Table.Briefings)

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Stand: 20.07.2026

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Dr. Michael Böhmer

Managing Partner | Chefvolkswirt

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