Wie genau entstehen die Ergebnisse des Dual-Use-Atlas – und wie sind sie einzuordnen? Auf dieser Seite finden Sie weiterführende Informationen zur Datengrundlage, zur Methodik sowie Antworten auf häufige Fragen. Studie zum Prognos Dual-Use-Atlas Die begleitende Studie fasst die wichtigsten Erkenntnisse, Trends und Zusammenhänge kompakt zusammen.Studie sichern Methodik und VorgehenAusgangspunkt für den Atlas ist die EU-Dual-Use-Güterliste, die auf mehr als 200 Seiten Produkte mit doppeltem Verwendungszweck systematisch erfasst. Als Datengrundlage haben wir alle Dual-Use-relevanten Wirtschaftszweige berücksichtigt – vom Verarbeitenden Gewerbe bis zur Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Auf dieser Basis analysierten wir alle 79 Bezirke der Industrie- und Handelskammern, sodass der Atlas die Wirtschaftsräume Deutschlands und Industrien der Regionen widerspiegelt. Datengrundlagen und Dokumentation der Methodik in einem Dokument PDF herunterladen Interaktive Karte im HandelsblattJetzt durch die Regionen klickenZurück zur ÜbersichtStand: 30.06.2026 FAQ zum Prognos Dual-Use-Atlas Was ist der Dual-Use-Atlas? Der Dual-Use-Atlas ist die erste Studie, die die Dual-Use-Wirtschaft deutschlandweit systematisch und regional differenziert untersucht. Er macht sichtbar, in welchen Regionen Beschäftigungspotenziale in Branchen bestehen, deren Technologien, Produkte oder Kompetenzen sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können.Während viele andere Analysen einzelne Branchen oder Technologiefelder betrachten, erfasst der Atlas die gesamte Querschnittsbranche erstmals in einem einheitlichen Ansatz. Was sagt die Studie aus? Die Studie zeigt die Beschäftigten in dual-use-fähigen Industrie- und IKT-Branchen (Informations- und Kommunikationstechnik) nach Regionen. Damit wird deutlich, wo in Deutschland ein besonders hoher Anteil an Beschäftigten bereits heute in dual-use-relevanten Wirtschaftszweigen arbeitet. Sie zeigt, welche Regionen besonders günstige Voraussetzungen für die Entwicklung und Produktion von Dual-Use-Gütern besitzen. Darüber hinaus zeigt sie die Bedeutung einzelner Regionen für das gesamte deutsche Dual-Use-System sowie die Rolle von Dual Use innerhalb der jeweiligen regionalen Wirtschaftsstruktur. Was verstehen wir unter Dual-Use-Potenzial? Das Dual-Use-Potenzial beschreibt die Fähigkeit – ausgehend von den Beschäftigten in Branchen oder Regionen – Dual-Use-Güter herzustellen. Das Dual-Use-Potenzial zeigt damit, wo bereits heute relevante Voraussetzungen für zukünftige Wertschöpfung und damit verbundene Arbeitsplätze bestehen. Es ist deshalb als Entwicklungschance und nicht als direkte Messung zu verstehen. Warum wurde der Fokus der Dual-Use-fähigen Beschäftigten gewählt? Der Fokus auf Beschäftigte wurde gewählt, weil Beschäftigtendaten für alle Regionen vergleichbar verfügbar sind und zeigen, wo industrielle und technologische Kompetenzen konzentriert sind. Der Dual-Use-Atlas zählt also nicht einzelne Rüstungsprodukte oder Unternehmen auf, sondern macht sichtbar, in welchen Regionen viele Menschen in Branchen arbeiten, die grundsätzlich auch für zivile Sicherheit, Verteidigung oder andere sicherheitsrelevante Anwendungen relevant sein können. So lässt sich das regionale Dual-Use-Potenzial nachvollziehbar und vergleichbar darstellen. Lässt sich das Dual-Use-Potenzial von heute auf morgen einfach aktivieren? Ein hohes Dual-Use-Beschäftigungspotenzial bedeutet nicht automatisch, dass daraus kurzfristig neue Märkte oder Geschäftsmodelle entstehen. Der Einstieg in Dual-Use-Märkte erfordert häufig technologische Anpassungen, regulatorisches Know-how, neue Netzwerke sowie geeignete Kunden- und Marktzugänge. Das ist eher ein mittel- bis langfristiger Entwicklungsprozess als ein kurzfristiger Automatismus. Worüber trifft die Studie keine Aussage? Grundlage der Branchenauswahl sind Produktgruppen, die in der Ausfuhrkontrolle als Dual-Use-Güter erfasst werden. Diese Produktgruppen wurden methodisch auf Wirtschaftszweige übertragen. Deshalb zeigt der Atlas, in welchen Branchen und Regionen entsprechende Potenziale bestehen, nicht aber, welche konkreten Produkte einzelne Unternehmen tatsächlich herstellen oder wofür sie verwendet werden. Die Studie bezieht sich weder auf konkrete Verteidigungsaufträge noch auf tatsächliche Produktionsmengen von Dual-Use-Gütern. Was ist Dual Use? Dual-Use-Güter sind Produkte, Technologien und Software mit doppeltem Verwendungszweck: Sie können sowohl für zivile Anwendungen als auch in militärischen oder sicherheitsrelevanten Kontexten genutzt werden. Dazu zählen beispielsweise Sensorik, Robotik, künstliche Intelligenz, Satellitentechnik oder bestimmte Komponenten aus dem Maschinen- und Fahrzeugbau. Viele dieser Technologien werden zunächst für zivile Märkte entwickelt und finden später zusätzliche sicherheitsrelevante Anwendungen. Gibt es eine offizielle Definition von Dual-Use-Gütern? Die Analytik des Prognos Dual-Use-Atlas basiert auf Definitionen in der Literatur und amtlichen Definitionen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und der Europäischen Union. Ausgangspunkt ist die EU-Dual-Use-Güterliste, welche die relevanten Produkte mit doppeltem Verwendungszweck systematisch erfasst. Die Exportkontrolle für Dual-Use-Güter wird durch die Delegierten Verordnung (EU) 2025/2003 („EU-Dual-Use-VO“) geregelt. Bedeutet Dual Use eine Militarisierung von Wirtschaft und Innovation? Nein. Viele der Dual-Use-Güter und -Technologien werden ursprünglich für zivile Märkte entwickelt und erst später in weiteren Anwendungsfeldern eingesetzt. Im Mittelpunkt steht daher nicht die Militarisierung von Innovationen, sondern die Frage, wie bestehende technologische Stärken zur Erhöhung von Sicherheit, Resilienz und Krisenfestigkeit beitragen können. Dual Use erweitert den Nutzungskontext vorhandener Kompetenzen und Güter. Wie grenzt sich Dual Use von Rüstungsproduktion ab? Während Rüstungsunternehmen gezielt militärische Güter herstellen, entstehen viele Dual-Use-Technologien ursprünglich für zivile Märkte. Der Fokus liegt daher nicht auf einzelnen Waffen-, Sicherheits- oder Verteidigungssystemen, sondern auf den zugrunde liegenden Technologien, Komponenten und Kompetenzen. Dual-Use-Güter sind häufig Zulieferkomponenten für die Rüstungsproduktion sowie zivil genutzte Industrieprodukte im B2B sowie B2C. Ein Sensor kann zum Beispiel in einer Industrieanlage, im Katastrophenschutz, beim Schutz kritischer Infrastruktur oder in einem militärischen System eingesetzt werden. Der Dual-Use-Atlas betrachtet daher nicht Rüstungsproduktion im engeren Sinne, sondern die breitere industrielle und technologische Basis, aus der solche Anwendungen entstehen können. Welche Chancen ergeben sich aus Dual-Use-Märkten? Dual-Use-Märkte eröffnen Unternehmen Zugang zu neuen Kunden, Anwendungsfeldern und Fördermöglichkeiten. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Wachstumschancen. Die Entwicklung anspruchsvoller Sicherheitsanwendungen kann Innovationsprozesse beschleunigen und technologische Kompetenzen stärken. Viele Unternehmen können dabei auf bestehende Produkte und Fähigkeiten aufbauen. Dual Use ist deshalb häufig eine Weiterentwicklung vorhandener Stärken und kein vollständiger Strategiewechsel. Warum ist das Thema Dual Use aktuell relevant? Die Dual-Use-Wirtschaft besitzt eine zunehmende Bedeutung für industrielle Transformation, technologische Wettbewerbsfähigkeit und hochwertige Beschäftigung. Gerade für die schwächelnde deutsche Industrie kann Dual Use eine Strategie darstellen, um Wertschöpfung und Beschäftigung aufzubauen oder zu sichern. Können auch Unternehmen ohne Bezug zur Verteidigungsindustrie von Dual Use profitieren? Ja. Viele Dual-Use-Technologien stammen aus Branchen, deren Unternehmen traditionell keine Verbindung zur Verteidigungsindustrie haben. Oft verfügen Unternehmen bereits über Kompetenzen, die auch in sicherheitsrelevanten Anwendungen eingesetzt werden können. Entscheidend ist weniger die bisherige Marktposition als die technologische Anschlussfähigkeit. Dadurch ergeben sich auch für viele mittelständische Unternehmen neue Perspektiven. Was zeigt der Dual-Use-Atlas konkret bzw. was sagt uns das Kartenmaterial? Der Atlas zeigt die räumliche Verteilung von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2025, die in Branchen arbeiten, die Dual-Use-Güter herstellen könnten. Er macht somit die Dual-Use-Wirtschaft und die regionalen Spezialisierungen sichtbar. Er veranschaulicht, welche Regionen besonders stark auf entsprechende Branchen ausgerichtet sind und welchen Beitrag sie zum gesamtdeutschen Potenzial leisten. Für wen sind die Ergebnisse relevant? Die Ergebnisse sind für Politik, Wirtschaftsförderungen, Kammern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen gleichermaßen relevant. Sie liefern wichtige Informationen über regionale Stärken und Entwicklungspotenziale in einem strategisch bedeutsamen Wirtschaftsbereich. Unternehmen erhalten Hinweise auf wirtschaftliche Schwerpunkte und Vernetzungsmöglichkeiten.Regionen können die Ergebnisse für Standortentwicklung und Transformationsstrategien nutzen. Darüber hinaus schafft der Atlas eine fundierte Grundlage für öffentliche Debatten über industrielle Zukunftsfelder.Für militärische, sicherheitsrelevante oder zivile Sicherheitsakteure bietet der Atlas zudem eine erste Orientierung, in welchen Regionen potenzielle Zuliefer- und Kompetenzstrukturen vorhanden sind. Er ersetzt keine Lieferantenrecherche, kann aber die Suche nach geeigneten Regionen und Partnern gezielter machen. Welchen Mehrwert bietet der Dual-Use-Atlas? Der Atlas hilft Wirtschaftsförderungen, IHKn und Regionen, ihre Stärken und Entwicklungsperspektiven zu erkennen. Unternehmen erhalten Hinweise auf relevante Branchencluster, Technologiefelder und potenzielle Kooperationspartner. Politische Akteure erhalten durch die Ergebnisse Unterstützung bei der Gestaltung von Industrie-, Innovations- und Strukturpolitik. Die Ergebnisse ermöglichen eine gezieltere Förderung regionaler Kompetenzen, die Identifikation von Zukunftsbranchen und eine datenbasierte Diskussion über die Rolle von Dual Use für Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Beschäftigung. Der Atlas liefert damit eine neue Wissensgrundlage für strategische Entscheidungen in Wirtschaft und Politik. Sind die Ergebnisse übertragbar? Ja. Die zugrunde liegende Methodik kann grundsätzlich auf andere räumliche Ebenen übertragen werden vom Landkreis über Bundesländer bis hin zu individuellen Wirtschaftsregionen. Zudem lässt sich der Ansatz auch auf weitere wirtschaftliche Kennzahlen anwenden, sofern geeignete Datengrundlagen vorliegen (u. a. Wertschöpfung und Produktionsstatistiken). Die Methodik ist flexibel und skalierbar. Sie eröffnet damit vielfältige Möglichkeiten für weiterführende Untersuchungen. Was ist mit „Regionalanteil“ und „Deutschlandanteil“ gemeint? Der Deutschlandanteil beschreibt den Beitrag einer Region zur gesamten deutschen Dual-Use-Beschäftigung. Er zeigt, welche Regionen deutschlandweit eine besonders große Bedeutung für die Dual-Use-Wirtschaft besitzen. Der Regionalanteil betrachtet dagegen die Bedeutung der Dual-Use-Wirtschaft innerhalb einer Region selbst. Er macht sichtbar, wie stark die regionale Wirtschaftsstruktur auf entsprechende Branchen ausgerichtet ist. Beide Kennzahlen ergänzen sich und ermöglichen unterschiedliche Perspektiven auf die Ergebnisse. Was sagt der Rang aus? Auf Grundlage des Regional- und Deutschlandanteils sowie des Dual-Use-Gesamtindex wird ein jeweiliges Ranking der 79 IHK-Bezirke erstellt. Die Region mit dem höchsten Wert erhält den Rang 1, die Region mit dem niedrigsten Wert den Rang 79.Ein hohes Ergebnis weist auf eine überdurchschnittlich starke dual-use-fähige Beschäftigung hin. Dies kann entweder auf eine hohe Spezialisierung innerhalb der Region oder auf einen besonders großen Beitrag zum bundesweiten Potenzial zurückzuführen sein. Die Ergebnisse erlauben einen Vergleich des Dual-Use-Potenzials zwischen Regionen. Bedeutet ein hohes Dual-Use-Potenzial automatisch wirtschaftlichen Erfolg? Nein. Ein hohes Dual-Use-Beschäftigungspotenzial bedeutet nicht automatisch, dass daraus kurzfristig neue Wertschöpfung in der Region generiert werden kann und auch nicht, dass neue Märkte oder Geschäftsmodelle entstehen. Der Einstieg in Dual-Use-Märkte erfordert häufig technologische Anpassungen, regulatorisches Know-how, neue Netzwerke sowie geeignete Kunden- und Marktzugänge und ist eine mittel- bis langfristige Gestaltungsaufgabe. Gibt es Überraschungen in den Top 10? Ja. Neben bekannten Industriestandorten finden sich auch Regionen auf den vorderen Plätzen, die bislang nicht unmittelbar mit der Dual-Use-Wirtschaft in Verbindung gebracht werden. Die Ergebnisse zeigen, dass hohe Deutschlandanteile und hohe Regionalanteile nicht zwangsläufig in denselben Regionen auftreten. Einige Regionen verfügen über ein großes absolutes Beschäftigungspotenzial, während andere durch eine besonders starke Spezialisierung hervorstechen. Warum liegen so viele süddeutsche Regionen auf den vorderen Rängen? Viele Regionen in Süddeutschland verfügen traditionell über eine starke industrielle Basis sowie eine hohe Konzentration technologieintensiver Branchen. Besonders in den Bereichen Maschinenbau, Fahrzeugbau, Elektronik und Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bestehen dort große Beschäftigungsschwerpunkte. Viele dieser Branchen weisen zugleich enge Bezüge zu Dual-Use-Anwendungen auf. Dadurch entstehen sowohl hohe Beschäftigtenzahlen als auch Spezialisierungsvorteile. Welche Branchen wurden untersucht? Untersucht wurden das verarbeitende Gewerbe sowie die Informations- und Kommunikationstechnologiebranche (IKT). Der Fokus liegt auf Wirtschaftsbereichen, die eine besondere Bedeutung für die industrielle Transformation und Beschäftigung besitzen. Nicht berücksichtigt werden konnten vor- und nachgelagerte Dienstleistungen wie etwa Logistik oder Teile der Kultur- und Kreativwirtschaft. In Summe wurden 19 Branchen aus verarbeitendem Gewerbe und IKT berücksichtigt. Welche Branchen sind am relevantesten für das Dual-Use-Beschäftigungspotenzial? Ausgangspunkt der Analyse sind Produktgruppen, die in der Ausfuhrkontrolle als Dual-Use-Güter erfasst werden. Diese wurden über amtliche Klassifikationen mit Branchen der Wirtschaftsstatistik verknüpft. Auf dieser Grundlage wurden jene Branchen ausgewählt, die für das Dual-Use-Beschäftigungspotenzial berücksichtigt werden. Die größten Dual-Use-Beschäftigungspotenziale finden sich im Maschinenbau, in der Elektrotechnik, im Fahrzeugbau sowie im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Diese Branchen vereinen zentrale Kompetenzen in Bereichen wie Sensorik, Software, Automatisierung, Robotik, Kommunikationstechnik oder Antriebstechnologien. Viele der dort entwickelten Produkte und Technologien können sowohl zivil als auch sicherheitsrelevant eingesetzt werden. Gleichzeitig stellen diese Branchen wichtige technologische Grundlagen für zahlreiche weitere Wertschöpfungsketten bereit. Sie bilden damit das Rückgrat der deutschen Dual-Use-Wirtschaft. Gehen klassische Rüstungsprodukte in die Berechnung mit ein? Teilweise. Grundlage der Berechnung sind Produktgruppen, die in der Ausfuhrkontrolle als Dual-Use-Güter erfasst werden und anschließend auf Branchen der Wirtschaftsstatistik übertragen wurden. In diesen Branchen können auch klassische sicherheits- oder verteidigungsbezogene Produkte enthalten sein, etwa Waffen, Munition oder militärische Fahrzeuge. Die amtliche Produktions- und Beschäftigungsstatistik trennt jedoch in vielen Fällen nicht danach, ob ein Produkt zivil, sicherheitsrelevant oder militärisch genutzt wird. Einzelne eindeutig abgegrenzte Positionen wie die Herstellung von Waffen, Munition und Teilen dafür wurden berücksichtigt, soweit sie in den zugrunde gelegten Statistiken ausgewiesen sind. Warum wurden nicht die Unternehmen in den Regionen nach ihrer Einschätzung gefragt? Ziel der Studie war es, für alle Regionen Deutschlands dieselbe methodische Grundlage zu schaffen. Dadurch werden objektive und belastbare Vergleiche ermöglicht. Unternehmensbefragungen liefern zwar wertvolle Einblicke, sind jedoch häufig von subjektiven Restriktionen geprägt. Hinzu kommen etwaige Geheimhaltungsvorschriften hinsichtlich Entwicklung und Marktreife von Dual-Use-Gütern der Unternehmen. Welcher methodische Ansatz wurde für den Dual-Use-Atlas gewählt? Ziel der methodischen Herangehensweise ist es, die bislang nicht systematisch erfasste Dual‑Use‑Wirtschaft transparent, quantifizierbar und regional differenziert darzustellen. Hierfür wird die Dual‑Use‑Wirtschaft entlang eines datenbasierten, mehrstufigen Analyseansatzes abgegrenzt, strukturiert und mithilfe amtlicher Statistiken ausgewertet. Die EU-Dual-Use-Güterliste der Delegierten Verordnung (EU) 2025/2003 („EU-Dual-Use-VO“) wurde durch Prognos entschlüsselt und über mehrere Zwischenschritte mit bestehenden Klassifikationen der amtlichen Statistik verknüpft. Die Dual-Use-Güter werden durch ein Umschlüsselungsverzeichnis des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit Warengruppen der Außenhandelsstatistik verknüpft. Diese Warennummern können mit der Produktionsstatistik auf Bundesebene sowie schließlich mit der Wirtschaftszweigsystematik verknüpft werden. Grundlage der weiteren Analytik ist dabei die Berechnung von Dual-Use-Anteilen innerhalb einzelner Wirtschaftszweige, die zur Regionalisierung weitere Kennzahlen verwendet wird. Restriktionen bestehen im Verlust von Detaillierungsgraden durch die Umschlüsselungen der zugrundeliegenden und verfügbaren Systematiken und letztendlich durch die Regionalisierung. Unser „Top-down Ansatz“ über die gesamtdeutsche Produktionssumme ermöglicht uns eine flächendeckende Analyse. Die Ergebnisse sollten daher als fundierte Annäherung an die wirtschaftliche Bedeutung von Dual Use verstanden werden. Wie wurden das Ranking und der Gesamtindex berechnet? Kernbestandteile des Dual-Use-Atlas sind der Deutschlandanteil und der Regionalanteil insgesamt und je Branche. Der Deutschlandanteil misst den Beitrag einer Region zum gesamten Dual-Use-Beschäftigungspotenzial Deutschlands in Prozent. Der Regionalanteil misst den Anteil innerhalb der Region und zeigt, welche Bedeutung die Dual-Use-Wirtschaft innerhalb der jeweiligen Region besitzt.Der Gesamtindex basiert auf einem ungewichteten arithmetischen Mittelwert. Dabei werden Deutschlandanteil und Regionalanteil gleichrangig berücksichtigt und zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt. Der Index wurde normiert, das heißt, die Region mit dem höchsten Wert bekommt den Indexwert 100 und die Region mit dem geringsten Wert den Indexwert 0.Die Klasseneinteilung des Regional- und Deutschlandanteils erfolgte auf Basis möglichst gleich großer Klassenintervalle (äquidistanten Klassen) und natürlichen Brüchen in der Verteilung der Werte. Für den Gesamtindex wurden die Klassen anhand natürlicher Brüche in der Verteilung gebildet, um strukturelle Unterschiede zwischen den Regionen sichtbar zu machen. Die oberste Klasse umfasst dabei die zehn bestplatzierten Regionen des Gesamtindex. Welche Daten konnten nicht verwendet werden und warum? Um die Vergleichbarkeit aller Regionen zu gewährleisten, stützt sich der Atlas bewusst auf amtliche und bundesweit verfügbare Statistiken. Daten, die nicht als flächendeckende Statistik mit vergleichbaren Daten für alle 79 IHK-Regionen bzw. Kreise und kreisfreien Städte erhoben werden, können im Dual-Use-Atlas nicht berücksichtigt werden. Nicht einbezogen werden konnten beispielsweise regionale Daten zur Bruttowertschöpfung, zu Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, zu Verteidigungsaufträgen oder zu sicherheitsrelevanten Unternehmensumsätzen. Wir bedauern dies und setzen uns bei vielen offiziellen Stellen für eine bessere Datenverfügbarkeit ein. Gibt es auch Daten auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte? Ja. Eine Auswertung auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte ist grundsätzlich möglich. Vereinzelt kann es je nach Art der Daten zu Geheimhaltungsfällen und Anonymisierungen in der amtlichen Statistik kommen. Welche Datenquellen wurden genutzt? Die Daten zur Berechnung des Dual-Use-Atlas stammen aus offiziellen Quellen der Statistiken des Bundes und der Länder/Destatis (u. a. Umschlüsselungsverzeichnisse von WA2023 auf GP2019 und WZ08, Produktionsstatistik im verarbeitenden Gewerbe). Für den Dual-Use-Atlas selbst wurden Beschäftigungsdaten der Bundesagentur für Arbeit genutzt. Hierfür wurde eine Sonderauswertung mit entsprechendem Regionszuschnitt angefragt. Die Darstellung der Karten basiert auf Geodaten und Layern des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie. Wie aktuell sind die Daten? Der Dual-Use-Atlas beruht auf der neuesten verfügbaren Datenlage. Erhebungsschluss war Februar 2026. Der Stichtag der Beschäftigungsstatistik ist der 30. Juni des jeweiligen Jahres. Grundlage des Atlas sind Beschäftigungsdaten mit Stichtag 30. Juni 2025. Die Ergebnisse spiegeln somit den aktuell verfügbaren Datenstand wider. Warum wurden die IHK-Regionen als Raumabgrenzung verwendet und nicht Stadt- oder Landkreise? Die IHK-Regionen (Industrie- und Handelskammern) bilden funktionale Wirtschafts- und Arbeitsräume ab, die über administrative Grenzen hinausgehen. Sie ermöglichen eine wirtschaftsnahe Betrachtung regionaler Strukturen und sind für viele Unternehmen ein vertrauter Bezugsrahmen. Zudem ist eine flächendeckende Datenverfügbarkeit auf Branchenebene bei IHK-Bezirken gewährleistet im Vergleich zu den 401 Stadt- und Landkreisen.Die Abgrenzung basiert auf einer Recherche aller 79 IHK-Websites und der dort zur Verfügung gestellten Abgrenzung. Die IHK-Regionen basieren auf Stadt- und Landkreisgrenzen sowie bei einzelnen IHKn auf kommunalen Grenzen (u. a. Südwestfälische IHK zu Hagen und die IHKn der Regionen Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Ostfriesland und Papenburg, Mittleres Ruhrgebiet, Frankfurt am Main, Wiesbaden, Gießen-Friedberg, Lahn-Dill, Kassel-Marburg, Magdeburg und Halle-Dessau). Wer ist der Urheber des Dual-Use-Atlas? Alle Inhalte dieses Werkes, insbesondere Texte, Abbildungen, Karten und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Soweit nicht anders gekennzeichnet, liegen die Urheber- und Nutzungsrechte bei der Prognos AG. Darf ich Inhalte, Daten oder Ergebnisse aus der Studie verwenden? Die Inhalte, Daten und Ergebnisse der Studie dürfen verwendet und weiterverarbeitet werden, sofern sie nicht sinnentstellend genutzt werden und die Quellenangabe (Prognos/Handelsblatt – Dual-Use-Atlas, 2026) im unmittelbaren Zusammenhang mit den verwendeten Inhalten erfolgt.Bei jeder Form der Berichterstattung, Veröffentlichung oder Weiterverwendung der Inhalte, Daten oder Ergebnisse sind sowohl die Prognos AG als auch das Handelsblatt als Quelle zu nennen. Die Quellenangabe kann im Fließtext oder in unmittelbarem Zusammenhang mit den verwendeten Inhalten erfolgen. Für die Atlas-Karten gilt zusätzlich: Die Quellenangabe ist unmittelbar an der jeweiligen Darstellung anzubringen.Das „PDF auf einen Blick“ ist für den eigenen Gebrauch gedacht. Eine öffentliche Bereitstellung (z. B. Upload auf Websites oder Drittplattformen) sowie eine darüber hinausgehende Vervielfältigung und Verbreitung ist ohne ausdrückliche, schriftliche Zustimmung der Prognos AG unzulässig.Bei weitergehenden Nutzungswünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: presse@prognos.com Gab es schon frühere Ausgaben vom Dual-Use-Atlas? Nein. Es handelt sich um die erste Ausgabe des Prognos Dual-Use-Atlas. Gibt es Sonderauswertungen für meine IHK oder meine individuelle Region? Ja. Auf Basis unserer Methodik können wir spezifische Auswertungen für Ihre Region erstellen – etwa für IHK-Gebiete, Landkreise, Städte oder individuell definierte Teilräume. So erhalten Sie eine fundierte Datengrundlage für Ihre strategischen Fragestellungen und Planungen. Sprechen Sie uns gerne unter markus.mahle@prognos.com oder presse@prognos.com an – wir prüfen gemeinsam, welche Auswertung für Ihre Region sinnvoll ist. Kontaktieren Sie uns gerne. Fiona Elbing Referentin Unternehmenskommunikation +49 30 58 70 89 118 presse@prognos.com Zum Profil Ihr Name Telefonnummer E-Mail-Adresse Ihre Nachricht Hinweis zum Datenschutz Ja, ich stimme zu, dass Prognos die oben von mir angegebenen personenbezogenen Daten verarbeitet, um das von mir vorgebrachte Anliegen bestmöglich bearbeiten zu können. Ich kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per E-Mail an info@prognos.com widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. CAPTCHA Neues Captcha erzeugen Welche Zeichen sind in dem Bild zu sehen? Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden. Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein Mensch sind und verhindert automatisches Spamming.