Workshop: Perspektiven der Gasverteilnetze und Gasnetzentgelte für die bayerische Industrie

Datum

Ort

online


Der Workshop von der vbw und Prognos findet am 17. November 2026 von 16:00 bis 18:00 Uhr online über Microsoft Teams statt. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Einwahllink per Mail.

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Hintergrund des Workshops

Die Dekarbonisierung des Energiesystems wird in den kommenden Jahren zu einem strukturellen Wandel in den Gasverteilnetzen führen. Die meisten Szenarien mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 sehen vor, dass der Energieträger Erdgas bis 2045 vollständig durch erneuerbare Energieträger ersetzt wird. Im Zuge dessen ist davon auszugehen, dass Verbraucher zunehmend auf alternative Technologien zur Wärmebereitstellung umsteigen. Damit wird sich auch die Bedeutung der Gasnetze deutlich verändern – ebenso wie ihre ökonomischen Rahmenbedingungen.

Aufgrund des sinkenden Gasabsatzes bis 2045 werden die spezifischen Netzkosten über die Zeit voraussichtlich deutlich ansteigen, da die verbleibenden Kosten des bestehenden Netzes auf immer weniger Kundinnen und Kunden verteilt werden müssen. Parallel dazu entstehen Kosten für die schrittweise Außerbetriebnahme und Stilllegung der Gasverteilnetze.

Um diese Aspekte zu beleuchten, hat die vbw Prognos mit der Durchführung der Studie Entwicklung der Gasverteilnetze und -kosten und ihre Folgen für die bayerische Industrie beauftragt.

Die konkrete Entwicklung der Gasnetzentgelte ist mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entscheidend sind insbesondere die Geschwindigkeit des Nachfragerückgangs, die Rolle erneuerbarer Gase, der Fortschritt der Elektrifizierung sowie die regulatorische Behandlung von Transformations- und Stilllegungskosten.

Die Studie untersucht deshalb zwei unterschiedliche Nachfrageszenarien und modelliert die Entwicklung von Gasabsatz und Gasnetzkosten in exemplarischen Netzgebieten. Betrachtet werden ein ländliches und ein städtisches Netzgebiet mit jeweils hohem Industrieanteil, um unterschiedliche Verbrauchsdichten, Kostenstrukturen und Transformationsverläufe abzubilden.

Für die bayerische Industrie ist diese Entwicklung besonders relevant, weil steigende Netzentgelte gemeinsam mit steigenden CO₂-Kosten die Gasbezugskosten erhöhen können. Die möglichen Auswirkungen unterscheiden sich je nach industriellem Abnahmefall und verfügbaren Dekarbonisierungsoptionen. Das Studiendesign sieht daher eine differenzierte Betrachtung typischer industrieller Abnahmefälle vor, darunter der nichtenergetische Erdgasverbrauch, Hoch- und Niedertemperaturwärme sowie die industrielle Stromerzeugung beziehungsweise Kraft-Wärme-Kopplung.

Der Workshop bildet eine Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Analyse und betrieblicher Praxis. Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Gasnetzbetreibern und Verbänden erhalten die Gelegenheit, das Studiendesign zu kommentieren, zentrale Annahmen einzuordnen und eigene Erfahrungen einzubringen. Gleichzeitig sollen die Teilnehmenden für die möglichen Folgen der Gasnetztransformation sensibilisiert werden. Die Ergebnisse des Workshops können zur Validierung der Analyse und zur anschließenden Entwicklung von Handlungsempfehlungen genutzt werden.

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Zeitplan und Programm

16:00–16:10 Uhr: Begrüßung und Einführung

Ziele des Workshops, Vorstellung der Teilnehmenden und Einordnung in den Kontext der Studie zu Gasverteilnetzen und Gasnetzentgelten.

16:10–16:50 Uhr: Diskussion des Studiendesigns

Vorstellung und Diskussion der zentralen Elemente der Studie. Ziel ist die Validierung und Schärfung des Analyseansatzes durch die Teilnehmenden.

16:50–17:20 Uhr: Impulsreferate und Diskussion

Drei kurze Fachimpulse von Industrie und Netzbetreibern.

17:20–17:40 Uhr: Chancen und Risiken des sinkenden Gasverbrauchs und steigender Gasnetzentgelte

Gemeinsame Erarbeitung und Bewertung der wesentlichen Chancen und Risiken aus Sicht von Industrie, Netzbetreibern und Politik.

Diskussion möglicher Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsentscheidungen.

Diskussion zu Netztransformation und regulatorischen Rahmenbedingungen.

17:40–18:00 Uhr: Zusammenfassung und Ausblick

Priorisierung der wichtigsten Erkenntnisse, Klärung offener Fragestellungen und Ableitung von Empfehlungen für die weitere Ausgestaltung der Studie sowie für die Entwicklung von Handlungsempfehlungen.

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Ihr Kontakt bei Prognos

Ravi Srikandam

Projektleiter

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