Struktureller Wandel der EU | Montag, 19.07.2021

Als externer Berater beim Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss

Aktuell analysiert Prognos für die Hans-Böckler-Stiftung Querschnittsbranchen in Deutschland. Projektleiter dieser Studie ist Dr. Andreas Sachs, der als externer Experte bei einer Stellungnahme der Consultative Commission on Industrial Change (CCMI) zum strukturellen Wandel der EU geladen war.

Voraussichtlich Ende diesen Jahres unterbreitet die CCMI, als Beratende Kommission für den industriellen Wandel, dem European Economic and Social Comittee (EESC) eine Stellungnahme zum Thema „Antizipation des strukturellen Wandels“ in europäischen Industrieregionen. Im Rahmen einer Anhörung zu dieser Stellungnahme hielten Expertinnen und Experten Mitte Juli Impulse zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten des strukturellen Wandels.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Emilie Prouzet, Präsidentin der CCMI 184 Study Group. Dr. Andreas Sachs trug zum zweiten Veranstaltungsteil unter dem Titel „In Vielfalt geeint: Die sektoralen Spezifika des industriellen Strukturwandels“ mit einem Impuls zum Thema „Die EU-Ökosysteme: ein neues Verständnis von Sektoren?“ bei.

Querschnittsbranchen in Deutschland: Unsere Untersuchung für die Hans-Böckler-Stiftung

Die Verflechtung zwischen industrieller Produktion und industrienahen Dienstleistungen hat in Deutschland in den letzten drei Jahrzehnten deutlich zugenommen. Zwei Gründe sind hierfür beispielhaft zu nennen:

  • zunehmende Ergänzung der Sachgüterproduktion mit Dienstleistungs- und Servicekomponenten, die die Produktion und den Verkauf der Güter unterstützen
  • höhere Dienstleistungsintensität, die der technologische Fortschritt (mehr wartungsintensive Maschinen, technologische Beratungsleistungen etc.) verlangt

Das Ziel der Studie ist, Querschnittsbranchen in Deutschland gemäß der Frage „Wofür wird produziert?“ abzugrenzen. Damit sollen die Verflechtungen zwischen den Branchen in Deutschland (Produktionsverbünde) explizit berücksichtigt werden und deren Entwicklung sowohl in der Rückschau als auch prognostisch vor dem Hintergrund vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger globaler Trends wie der Globalisierung oder der Digitalisierung eingeordnet werden.   

Die Studie bildet die Grundlage für einen weiterführenden Diskussionsprozess, der sich im Kern mit der folgenden Frage beschäftigt:

  • Ist die bestehende Abgrenzung von Branchen gemäß der Klassifikation der Wirtschaftszweige ausreichend und noch zeitgemäß?
  • Benötigt es angesichts zunehmender Verflechtungen von Unternehmen und Branchen alternative Ansätze der Abgrenzung?

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