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Klimaschutzprojekte 2018/2019

Evaluierungsbericht der NKI-Maßnahmen für den Zeitraum 2018/2019

Kategorie

Studien & Projekte

Datum

22. Oktober 2021

Evaluation der Nationalen Klimaschutzinitiative

Im Jahr 2008 initiierte das Bundesumweltministerium die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) zur Förderung von Klimaprojekten in ganz Deutschland. Von 2008 bis 2019 förderte die NKI Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,055 Milliarden Euro. Die Gesamtinvestitionen dieser Projekte betrugen jedoch etwa das Dreifache der Fördersumme. In diesem Zeitraum konnten die Treibhausgasemissionen um rund 9,8 Millionen Tonnen CO2–Äquivalente bei den investiven Förderschwerpunkten reduziert werden, plus weiterer Treibhausgasreduktionen von 12,3 Millionen Tonnen CO2–Äquivalente durch nichtinvestive, strategische Vorhaben. Nun liegt der Evaluierungsbericht der NKI-Maßnahmen für den Zeitraum 2018/2019 vor. Zum Evaluations-Team unter Führung des Öko-Instituts gehören neben Prognos das ifeu Institut, das Fraunhofer ISI, IceTex, das Ecologic Institut, Frau Dr. Kerstin Tews und Professor Dr. Stefan Klinski.

Neben Ergebnissen zu einzelnen Förderprogrammen enthält der Evaluierungsbericht für 2018/2019 auch kumulierte Daten und Ergebnisse von zwölf Jahren NKI-Förderung im Zeitraum 2008 bis 2019. Es zeigt sich, dass die Förderungen der NKI ein wirksamer Hebel für den Klimaschutz sind. Die eingesetzten Fördermittel ziehen ein Vielfaches an Investitionen für den Klimaschutz nach sich. Sie unterstützen Kommunen, Unternehmen und Verbraucher dabei, einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Wofür werden die Mittel eingesetzt?

Mit der Kommunalrichtlinie unterstützt die NKI Städte, Gemeinden und Landkreise, kommunale Unternehmen sowie soziale oder kulturelle Organisationen beim Klimaschutz. Die Förderschwerpunkte decken ein breites Spektrum ab: Beratungsleistungen, Erstellung von Klimaschutzkonzepten, Personal für das Klimaschutzmanagement oder investive Maßnahmen. Von den 6.903 Vorhaben der NKI, die in den Jahren 2018 und 2019 abgeschlossen wurden, wurden Fördergelder in Höhe von 331 Mio. Euro bereitgestellt. Hiervon floßen 48 % in Projekte im Rahmen der Kommunalrichtlinie. 19 % der Fördersumme wurden für den Förderaufruf „Innovative Klimaschutzprojekte“ verwendet. Zur Förderung hocheffizienter Kälte- und Klimaanlagen (Kälte-Klima-Richtlinie) wurden weniger Fördermittel als in den Vorjahren (12 % der Fördersumme) eingesetzt. Weitere 10 % flossen in den Klimaschutz durch Radverkehr. Insgesamt wurden 60 % der Fördermittel für investive Interventionen eingesetzt.

Erkenntnisse und Empfehlungen

Die NKI überzeugt mit ihrer Vielfältigkeit und ihrem Facettenreichtum. Die Mischung aus strategischer Entwicklung, Darstellung der Machbarkeit, ökonomischen Anreizen und Beratung entfaltet bei den Zielgruppen ihre Wirkung. Die Förderung durch die einzelnen Richtlinien verteilt sich über das gesamte Bundesgebiet. Dies ist insbesondere für die Kommunalrichtlinie zu vermerken. Der Beitrag der NKI zur Transformation reicht deutlich weiter als die bloße Treibhausgaseinsparung. Die Vorhaben stoßen gesellschaftliche Prozesse an, welche die gesellschaftliche Transformation zur Klimaneutralität unterstützen. Die Förderaufrufe sollten daher erweitert und die Erfolge der NKI einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden.


Zahlen und Fakten bei NKI (klimaschutz.de)

Zum Gesamtbericht NKI-Evaluation 2018-2019 (klimaschutz.de)

Autorinnen und Autoren: Nils Thamling, Nora Langreder

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