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Machbarkeitsstudie durchgeführt

Innovations- und Technologiezentrum für Wasserstoff (ITZ) ist machbar

Kategorie

Aus dem Projekt

Datum

25. Mai 2022

Ist der Aufbau eines Technologie- und Innovationszentrums für Wasserstofftechnologien an den vier ausgewählten deutschen Standorten möglich?

Mit dem Innovations- und Technologiezentrum für Wasserstoff (ITZ) sollen künftig Unternehmen bei ihren Entwicklungsaktivitäten im Verkehrsbereich unterstützt werden. In einem vorangegangenen Auswahlprozess wurden die Standorte Nord (Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Stade), Chemnitz, Pfeffenhausen und Duisburg als Wasserstoff-Standorte gewählt. Die vier Standorte haben nun gemeinsam unter Federführung der Prognos AG sowie EY die Grundlagen für eine Umsetzung des ITZ erarbeitet.

ITZ – ein deutschlandweites agierendes Netzwerk und Dachmarke

In einem interaktiven Dialogprozess haben sich die vier Standorte auf folgende Aufgabenteilung geeinigt. Alle Vereinbarungen stehen unter dem Vorbehalt der Förderung durch Bund und Länder:

  • Der Standort Nord (Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Stade) bietet Leistungen für Wasserstoff- und Brennstoffzellenanwendungen in der Luftfahrt und Schifffahrt. Bei der Luftfahrt liegt ein Schwerpunkt auf flüssigem Wasserstoff, in der Schifffahrt werden auch Derivate einbezogen. Das Leistungsspektrum erstreckt sich auf Forschung, Testung, Regulation, Codes & Standards sowie Aus- und Weiterbildung.
  • Der Standort Chemnitz legt den Schwerpunkt auf den Fahrzeugantriebsstrang, das Brennstoffzellensystem, den Brennstoffzellenstack und deren Einzelkomponenten von PKW, leichten Nutzfahrzeugen und Schienenfahrzeugen. Die Leistungen reichen von Forschung, Testung, Prüfung, Zertifizierung, Aus- und Weiterbildung bis hin zu mietbaren H2-Laboren und H2-Werkstätten für Startups, KMU, Entwickler, Zulieferer und Hersteller.
  • Der Standort Pfeffenhausen hat seinen Schwerpunkt rund um das Thema Tank, Tank-Antriebsintegration sowie Betankung von schweren Nutzfahrzeugen, Pkw und Kleinflugzeugen bzw. Urban Air Aviation. Er stellt unter anderem eine kryogene Wasserstoffinfrastruktur bereit und unterstützt Zulieferer, Startups und Fahrzeugentwickler bei Testung, Prüfung, Zulassung, Regulation, Codes & Standards, sowie Training und Ausbildung.
  • Der Standort Duisburg untersucht vorrangig Druckgaswasserstoff-Anwendungen bei landgebundenen Verkehrsträgern und Binnenschiffen. Er fokussiert dabei auf die Bereiche Innovationsunterstützung, Regulation, Codes & Standards, Aus- und Weiterbildungskonzepte sowie Prüfung und Zertifizierung insbesondere für KMU und Startups. Forschung und Testung findet an Satelliten-Standorten statt.

Um dem Anspruch eines vereinten, deutschlandweiten Netzwerks nachzukommen, ist eine standortunabhängige und -übergreifende Struktur erforderlich. Zu diesem Zweck empfehlen die Gutachterinnen und Gutachter einen übergreifenden Kooperationsrat. Dieser sollte durch eine Geschäftsstelle ergänzt werden.

Mit dem ITZ setzt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) eine weitere Maßnahme der Nationalen Wasserstoffstrategie um. Die ITZ-Standorte sollen eine Entwicklungs-, Forschungs- und Testumgebung insbesondere für Startups, Gründer sowie kleine und mittelständische Unternehmen schaffen.

Links und Downloads

Zur Pressemeldung des BMDV

Zur Machbarkeitsstudie (Website BMDV)

Unsere Arbeit im Projekt

Projektteam

Jens Hobohm, Michael Schaaf, Jutta Struwe, Maike Fließbach-Schendzielorz  

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Jens Hobohm

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