Menschen entwickeln. Zusammenarbeit gestalten.

Im Gespräch mit der Personalleiterin von Prognos

Kategorie

Einblick in den Arbeitsalltag

Datum

30. Juli 2026

Ich möchte die richtigen Rahmenbedingungen schaffen: Räume, in denen Entwicklung möglich ist.
Melanie Nogossek

Fachlich anspruchsvoll, im Miteinander nahbar: Melanie Nogossek, Personalleiterin (Head of Human Resources, HR) bei Prognos, erzählt im Interview, was die Zusammenarbeit bei Prognos im Alltag besonders macht, wie moderne Führung für sie aussieht und woran man merkt, dass jemand gut ins Unternehmen passt.

Erinnerst du dich an deinen ersten Moment in der HR?

Ja, ich erinnere mich gut daran – auch wenn es kein einzelner Moment war, sondern eher ein Prozess. Ursprünglich komme ich aus der Werbebranche und bin dann in eine Unternehmensberatung gewechselt. Dort habe ich nach und nach mehr Personalthemen übernommen, vor allem administrativ, auch weil es noch keine echte HR-Struktur gab.

Seit 2011 bin ich bei Prognos. Ein Wendepunkt war, als eine Kollegin, die zuvor HR-Themen administrativ betreut hatte, in den Ruhestand ging. Plötzlich war da Raum, Dinge neu zu gestalten und aufzubauen. Und ich habe gemerkt, wie sehr mich genau das antreibt.

Seitdem hat sich meine Rolle Schritt für Schritt weiterentwickelt, vor allem in Richtung strategische Personalarbeit. Irgendwann war klar: HR ist für mich nicht nur ein Aufgabenfeld, sondern eine echte Gestaltungsaufgabe mit Impact.

Was hat sich in deiner Rolle als Führungskraft am stärksten verändert?

Früher war ich sehr lösungsorientiert unterwegs und wollte Dinge selbst durchdringen und vorgeben. Mit der Zeit hat sich das deutlich verschoben.

Heute geht es mir stärker darum, Räume zu öffnen, Orientierung zu geben und Vertrauen zu schenken – auch in Situationen, in denen noch nicht alles fertig gedacht ist. Für mein Team heißt das konkret: Verantwortung übernehmen und übergeben, Diskussionen zulassen und unterschiedliche Perspektiven bewusst einbeziehen.

Für mich ist Führung heute vor allem die Balance aus Klarheit und Vertrauen – also Führung über Richtung und Beteiligung, nicht über enge Vorgaben.

Woran merkt man Wertschätzung bei Prognos konkret?

Vor allem im Alltag, oft in kleinen Momenten. Zum Beispiel darin, dass man sich wirklich zuhört und unterschiedliche Perspektiven ernst genommen werden. Leistungen werden gesehen und auch benannt, sei es ein kurzes „Danke“ nach einem Projekt oder das bewusste Hervorheben in größerer Runde. Auch kritische Diskussionen verlaufen sehr respektvoll und konstruktiv.

Besonders erlebe ich das auch im Umgang mit individuellen Situationen: Wenn jemand mehr Flexibilität braucht, wird lösungsorientiert und vertrauensvoll reagiert. Für mich macht genau das den Unterschied – Wertschätzung ist hier nichts Formales, sondern zeigt sich im täglichen Miteinander.

Was sollten Bewerbende über Prognos wissen, was man nicht auf der Website sieht?

Prognos ist fachlich anspruchsvoll, aber im Umgang sehr unprätentiös. Gute Argumente zählen oft mehr als Status.

Was viele überrascht: Wie selbstverständlich es ist, Verantwortung zu übernehmen und sich mit eigenen Ideen einzubringen – weniger als Erwartung, sondern eher als etwas, das sich im Arbeiten ergibt.

Diese Mischung aus fachlichem Anspruch, Vertrauen und einem sehr kollegialen, unkomplizierten Miteinander macht für mich den Unterschied.

Woran merkst du, dass jemand gut bei Prognos ankommt?

Für mich zeigt sich das vor allem im Miteinander. Ich merke schnell, wenn sich jemand aktiv einbringt – also mitdenkt, Fragen stellt, die eigene Perspektive einbringt.

Dazu gehört auch, komplexe Themen auszuhalten und Lust zu haben, sich in anspruchsvolle Fragestellungen einzuarbeiten, bei denen es nicht immer sofort eine klare Antwort gibt.

Am Ende ist es vor allem eine Haltung: Neugier, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und der Wunsch, sich wirklich einzubringen.

Woran zeigt sich Entwicklung – und welchen Beitrag leistet HR?

Entwicklung zeigt sich für mich oft im Alltag: wie Menschen ihre neue Rolle einnehmen und das nicht formal, sondern in der Art, wie sie arbeiten.

Ich erlebe, dass Kolleginnen und Kollegen Themen stärker treiben, Diskussionen aktiver prägen oder Verantwortung ganz selbstverständlich übernehmen. Entwicklung ist dann weniger der nächste Karriereschritt, sondern eher mehr Gestaltungsspielraum.

Der Beitrag von HR liegt für mich darin, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen: Räume, in denen Entwicklung möglich ist – durch klare Feedbackstrukturen, gezielte Impulse, aber auch durch die Gestaltung von Rollen, Projekten und Verantwortlichkeiten.

Nicht nur als Funktion, sondern als wichtiger Teil der gesamten Organisation. 

Frau in braunem Kleid liest auf Smartphone in modernem Gebäude mit Glasfassade

Welche Entwicklungen werden HR verändern – und wie bereitet ihr Prognos darauf vor?

HR wird zukünftig deutlich integrierter gedacht werden müssen – als aktiver Teil des Geschäfts. Treiber sind vor allem Fachkräftemangel, neue Formen der Zusammenarbeit, KI, hybride Arbeitsmodelle und dynamische Rollenbilder sowie ein verändertes Verständnis von Führung und Arbeitgebern.

Für uns bei Prognos heißt das, HR eng mit den Geschäftsbereichen zu verzahnen und unsere Strukturen gezielt weiterzuentwickeln – etwa durch klarere Entwicklungslogiken, stärkere Feedbackformate und ein verändertes Verständnis von Führung.

Gleichzeitig ist uns wichtig, dabei nicht in Programme zu verfallen, sondern nah an der tatsächlichen Arbeit zu bleiben. Am Ende geht es darum, HR so aufzustellen, dass es Veränderung aktiv mitgestaltet.

In welchen Momenten wird deine Arbeit besonders erfüllend?

Besonders erfüllend wird meine Arbeit für mich, wenn ich merke, dass sich für Menschen wirklich etwas bewegt.

Oft sind das kleine Momente, zum Beispiel wenn jemand nach einem Gespräch klarer rausgeht oder sich mehr zutraut. Ich erlebe das auch im Austausch mit meinem Team oder mit Führungskräften, wenn jemand in eine Rolle hineinwächst, die vorher noch eine Nummer zu groß wirkte.

Genau das macht für mich den Unterschied: zu sehen, dass meine Arbeit nicht nur Strukturen schafft, sondern tatsächlich etwas auslöst.

Vielen Dank für das Gespräch und die Einblicke in deinen Arbeitsalltag!

Zum Profil von Melanie Nogossek

Auch interessant:

Der Arbeitsalltag von Jannis Lambert, Projektleiter bei Prognos

Der Arbeitsalltag von Dr. Stefan Moog, Data Analyst bei Prognos

Einblicke von Valentin Würth in das Volontariat bei Prognos

Werden Sie Teil des Teams!

Karriere bei Prognos

Wir sind immer auf der Suche nach analytischen und kreativen Denkerinnen und Denkern, die mit uns die Zukunft gestalten wollen. Erfahren Sie mehr über Prognos als Arbeitsgeber und stöbern Sie durch unsere aktuellen Stellenangebote.

Jetzt bei uns einsteigen