Der Wirtschaftsfaktor energetischer Gebäudesanierung

Auftraggeber

Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF)

Jahr

2025


Energetische Gebäudesanierung kann das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigungszahlen ankurbeln. Das zeigt unsere Kurzstudie im Auftrag der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF). 

Wirtschaftliche Effekte von Gebäudesanierungen

  • Wirtschaftlicher Beitrag: 2,5 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2023 waren direkt an die energetische Gebäudesanierung gekoppelt. Diese Investitionen flossen in Bereiche wie Gebäudehüllen, Heizsysteme und Gebäudetechnik.
  • Sicherung von Arbeitsplätzen: Durch energetische Sanierungsmaßnahmen werden rund 600.000 Arbeitsplätze in Deutschland  gesichert, insbesondere im Handwerk, Baugewerbe und Mittelstand.
  • Regionale Wertschöpfung: Viele der in der Gebäudesanierung eingesetzten Produkte stammen aus Deutschland oder Europa.
  • Sanierungsrate: Eine moderate Steigerung der energetischen Sanierungsrate könnte einen BIP-Zuwachs von bis zu 3,4 Prozent ermöglichen, sofern diese schrittweise auf 1,7–1,9 Prozent pro Jahr erhöht wird. Selbst ohne Berücksichtigung von Konsum- und Einkommenseffekten ergibt sich bereits ein BIP-Zuwachs von 1,4 Prozent.
  • Wirtschaftlicher Mehrwert: Die zusätzlichen Aufträge, gesteigerten Einkommen und die erhöhte Nachfrage können sich positiv auf das Wachstum sowie die Finanzierung öffentlicher Haushalte auswirken sowie die sozialen Sicherungssysteme entlasten. 

Gebäudesanierung als Investition in Klimaschutz

Ein Rückgang der Investitionen in die energetische Gebäudesanierung gefährdet nicht nur das Wachstum, sondern auch die existierenden Arbeitsplätze. Um die Energie- und Klimaziele zu erreichen, ist ein Zuwachs der Bau-Investitionen um lediglich 11 Prozent erforderlich. Dies entspricht etwa 49 Milliarden Euro an jährlichen Zusatzinvestitionen, die oft mit ohnehin anstehenden Instandhaltungen kombiniert werden können.

Bis 2045 werden in deutsche Gebäude voraussichtlich über 9 Billionen Euro investiert, wobei ein Großteil nicht energetische Maßnahmen betrifft. Energetische Zusatzinvestitionen amortisieren sich jedoch über ihre Laufzeit durch Einsparungen bei den Energiekosten sowie durch den Werterhalt oder sogar die Wertsteigerung der Immobilien.

Die energetische Sanierung trägt außerdem zur Resilienz der Wirtschaft bei. Investitionen in den Rückgang des Energieverbrauchs und die Nutzung erneuerbarer Energien reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. 

Links und Downloads

Zum Factsheet (PDF)

Weitere Informationen auf der DENEFF-Webseite

Projektteam: Nils Thamling

Stand: 15.09.2025

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