Für Unternehmen in Branchen, die auf den Rhein als Verkehrsweg angewiesen sind, können längere Niedrigwasserphasen existenzbedrohend sein. Lukas Sander, Themenleitung Klimafolgen und -anpassung Auf Hitze folgt die nächste Belastung: Niedrigwasser. Sinkende Pegelstände am Rhein können weitreichende wirtschaftliche Folgen haben, denn Deutschlands wichtigste Wasserstraße ist für zahlreiche Unternehmen ein zentraler Transportweg. Sinkende Wasserstände behindern die Schifffahrt, stören Lieferketten und bremsen Produktionsprozesse. Zum Artikel im Handelsblatt (€) Fast eine Milliarde Euro Produktionsverluste möglichInsgesamt ergeben sich für die Wirtschaft entlang des Rheins folgende mögliche Verluste:Produktionswert: 912,8 Millionen EuroJobs: rund 1.900 Stellen würden verloren gehenDie Ergebnisse machen deutlich: Niedrigwasser betrifft nicht nur die Schifffahrt, sondern wirkt sich entlang vieler Wertschöpfungsketten aus. Am stärksten betroffen wären die Chemieindustrie mit einem möglichen Produktionswertverlust von rund 425 Millionen Euro sowie die Mineralöl- und Raffinerieindustrie mit rund 206 Millionen Euro.Regional betrachtet hätte die Region Mannheim-Ludwigshafen mit Abstand die größten Einbußen. Dort droht ein Produktionswertverlust von rund 494 Millionen Euro sowie ein Wertschöpfungsverlust von rund 107 Millionen Euro.Unsere VorgehensweiseFür die Analyse haben wir die 68 Landkreise und Städte am Rhein in 15 Regionen eingeteilt. Die Modellierung der Niedrigwasserphase basiert auf den gemessenen Wasserständen an den Pegeln Kaub und Duisburg-Ruhrort, die als zentrale Indikatoren für den Rhein gelten. Unser Model basiert auf Projektaktivitäten in R2K-Klim+.Insgesamt haben wir uns drei Zeiträume angeschaut:Für die bisherige Entwicklung haben wir die bis zum 30. Juli 2026, 8 Uhr, erfassten Pegelwerte in 15-Minuten-Intervallen ausgewertet.Für die Prognose für die kommenden sechs Wochen stütze sich das Fachteam auf die wöchentlichen Mittelwerte des Niedrigwasservorhersageservices.Für die zusätzliche langfristige Prognose bis Ende Oktober haben wir saisonale Effekte aus den Wochenmittelwerten der Referenzperiode 1990 bis 2019 mit den aktuellen Vorhersagen kombiniert. So entstand eine statistische Prognose des Niedrigwasserverlaufs bis zum Ende des hydrologischen Jahres (das bis zum 31. Oktober 2026 geht). Die längerfristigen Prognosen sind jedoch mit größeren Unsicherheiten behaftet, da die tatsächliche Entwicklung stark von den Niederschlägen in den kommenden Wochen abhängt.Links und Downloads Zum Artikel im Handelsblatt (€)Mehr zu unserer Arbeit im Bereich KlimaanpassungProjektteam: Robert Norpoth, Lukas SanderStand: 06.08.2026 Unsere Arbeiten zum Thema Die Rechnung der Hitze: 6,3 Milliarden Euro in zwei Wochen 2026 | Expertise Unsere Berechnungen für das Handelsblatt zeigen erstmals das Ausmaß der volkswirtschaftlichen Kosten der Hitzewelle im Juni 2026. Mehr dazu Niedrigwasser im Rhein: Die Folgen des Klimawandels laufend | Projekt Wie werden sich Klimaveränderungen lokal und regional auswirken? Für das Forschungsprojekt R2K-Klim+ nehmen wir Duisburg sowie das Rheineinzugsgebiet unter die Lupe und liefern konkrete Handlungsansätze. Mehr dazu Arbeitsschutz im Klimawandel 2026 | Projekt Schon ein einziger Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft 431 Millionen Euro. Unsere Studie für das BMAS untersucht, wie präventiver, klimawandelgerechter Arbeitsschutz helfen kann, die Schäden einzudämmen. Mehr dazu Hitzeaktionsplanung für die Emscher-Region laufend | Projekt Im Kampf gegen Hitzewellen: Prognos unterstützt die Emscher-Region im Auftrag der Zukunftsinitiative Klima.Werk mit der Entwicklung und Umsetzung einer regionalen Hitzeaktionsplanung. Mehr dazu Klimaanpassung im Gebäudesektor: Wegbereiter für eine resiliente Transformation 2025 | Projekt Für das Baugewerbe und den Baustoffhandel quantifizierten wir Investitionsbedarf und Geschäftschancen bis 2035 infolge der Anpassung an die Klimawandelfolgen im Gebäudebereich. Mehr dazu Fortsetzung der Unterstützungsleistungen im Projekt R2K-Klim+ 2023 | Aus dem Projekt Auch in der zweiten Phase begleitet Prognos das Projekt R2K-Klim+. Das Forschungsprojekt thematisiert die Auswirkungen des globalen Klimawandels sowie entsprechende Klimaanpassungsmaßnahmen auf regionaler und kommunaler Ebene. Mehr dazu Bezifferung von Klimafolgekosten in Deutschland 2023 | Projekt Hitze, Dürre, Fluten – für das BMWK und BMUV haben wir die bezifferbaren Kosten von Extremwetterereignissen in Deutschland seit dem Jahr 2000 systematisch zusammengeführt und durch Detailuntersuchungen ergänzt. Mehr dazu Hitzeaktionsplan für das Land Thüringen laufend | Projekt Der Klimawandel treibt die Hitze voran – ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Welche Maßnahmen helfen? Prognos und EPC entwickeln einen Hitzeaktionsplan für Thüringen. Mehr dazu Kontaktieren Sie uns gerne. Lukas Sander Senior Projektleiter | Themenleitung Klimafolgen und -anpassung +49 30 5200 59257 lukas.sander@prognos.com Zum Profil Ihr Name Telefonnummer E-Mail-Adresse Ihre Nachricht Hinweis zum Datenschutz Ja, ich stimme zu, dass Prognos die oben von mir angegebenen personenbezogenen Daten verarbeitet, um das von mir vorgebrachte Anliegen bestmöglich bearbeiten zu können. Ich kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per E-Mail an info@prognos.com widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. CAPTCHA Neues Captcha erzeugen Welche Zeichen sind in dem Bild zu sehen? Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden. Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein Mensch sind und verhindert automatisches Spamming.