Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie
laufend
EPC – Projektgesellschaft für Klima. Nachhaltigkeit. Kommunikation. mbH
Die Sommer werden heißer, die Hitzewellen länger – verdorrte Felder, austrocknende Flüsse und brennende Wälder sind die Folgen. Wenn die Temperaturen Rekorde brechen, ist der Klimawandel besonders spürbar. Deutschland zählt zu den 25 Ländern, die bisher am stärksten unter den Folgen leiden. Die Jahresmitteltemperatur steigt, was auch mehr Extremhitze mit sich bringt.
Auch in Thüringen stellt die Umwelt- und Klimakrise das Gesundheitswesen und die Gesamtgesellschaft vor große Herausforderungen. Der Freistaat sieht die Notwendigkeit, sich auf die steigende Hitze angemessen vorzubereiten.
Das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Frauen und Familie beauftragte die EPC und Prognos daher mit der Erstellung eines landesweiten Hitzeaktionsplans. Dieser soll die vielen, bereits bestehenden Bausteine zur Hitzeanpassung bündeln, in einen logischen Zusammenhang bringen und zielgerichtet weiterentwickeln.
Prognos entwickelt gemeinsam mit der EPC gGmbH den ersten landesweiten Hitzeaktionsplan für Thüringen. Ziel ist es, eine umfassende und wirksame Strategie zur Anpassung an Hitzefolgen zu schaffen und zu kommunizieren. Damit sollen Gesundheitsrisiken durch extreme Hitze, besonders in Risikogruppen, verringert und die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gestärkt werden.Die Erstellung des Hitzeaktionsplans ist in mehrere Arbeitspakete gegliedert:
Arbeitspaket 1: Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit auf Landesebene
Dieses Arbeitspaket zielt darauf ab, Akteure und Organisationen in Thüringen zu identifizieren, die sich dem Thema Hitze, Gesundheitsschutz und Anpassungsprozessen widmen, sie an einen Tisch zu bringen und ein landesweites Netzwerk zu etablieren. Gemeinsam sollen dann Maßnahmen zum Hitze- und Gesundheitsschutz erarbeitet werden.
Arbeitspaket 2: Übersicht, Darstellung und Bewertung vorhandener Bausteine zur Hitzeanpassung in Thüringen
Das Ziel ist es, eine Übersicht der bestehenden Bausteine zur Hitzeanpassung in Thüringen zu erarbeiten, einschließlich Maßnahmenplänen, Strategien und Konzepten.
Arbeitspaket 3: Kernelemente des Hitzeaktionsplans für Thüringen
Im dritten Arbeitspaket werden die einzelnen Thüringen-spezifischen Kernelemente des Hitzeaktionsplans erarbeitet. Das übergeordnete Ziel: Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung vor zunehmenden Hitzewellen schützen.
Prognos ist vor allem für die Recherche bestehender Aktivitäten zum Hitze- und Gesundheitsschutz in Thüringen verantwortlich. Um diese zu ermitteln, führen wir eine Online-Umfrage durch. Darüber hinaus organisieren wir mehrere Workshops mit relevanten Stakeholdern aus der Region, um Maßnahmen zur Anpassung an die Hitze zu erarbeiten. Diese Maßnahmen listen, priorisieren und bereiten wir in Steckbriefen auf. Dabei klären wir, welche Maßnahmen auf Landes- und welche auf Kommunalebene umzusetzen sind.
Abschließend entwickeln wir ein Konzept für Monitoring und Evaluation, um die Wirkung der Klimaanpassungsmaßnahmen zu bewerten.
Weitere Informationen zur Hitzesituation in Thüringen (Webseite des Ministeriums)
Pressemeldung zum Start des Hitzeaktionsplans (Webseite des Ministeriums)
Projektteam: Cara Blaschke, Lukas Eiserbeck, Max Willinghöfer
Stand: 16.01.2025
Senior Projektleiter | Themenleitung Klimafolgen und -anpassung
Berater
Das Netzwerk Klimaanpassung&Unternehmen.NRW (NKU) bietet Austausch, Wissen und Marktinformationen zur Klimaanpassung in Nordrhein-Westfalen. Prognos leitet das Netzwerk gemeinsam mit Partnern.
Die Region Chemnitz/Südwestsachsen steht vor einem tiefgreifenden Struktur- und Transformationsprozess. Prognos unterstützt bei der Entwicklung eines Masterplans.
Für die Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur untersuchen wir die wirtschaftliche Lage und Entwicklungspotenziale von Windkraft, Solar und Co. mit Sonderfokus auf Wasserstoff in der Stadt und Metropolregion Hamburg.
In unserer Studie im Auftrag der Messe Friedrichshafen untersuchten wir, was ein durchschnittliches Messejahr an wirtschaftlichen Effekten in der Region und darüber hinaus auslöst.
Wie arbeiten öffentliche IT-Dienstleister und öffentliche Verwaltungen zusammen? Für den Trendreport 2026 untersuchten wir, welche Rolle IT-Dienstleister bei der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung spielen.
Wie beeinflussen Messen die regionale und gesamtdeutsche Wirtschaft? Das zeigt unsere Studienreihe im Auftrag des AUMA und einzelner Messestandorte.
Seit 2016 erstellt Prognos in Kooperation mit dem Behörden Spiegel den Trendreport Digitaler Staat. Der Report widmet sich Jahr für Jahr einem Trendthema der öffentlichen Verwaltung.
Die Energiepreise sind weiterhin auf hohem Niveau, der Ausbau der Erneuerbaren bleibt abseits des Zielpfads: Das zeigt unser 14. Energiewendemonitoring, das wir im Auftrag der vbw erstellt haben.
In einer Kurzstudie für die European Climate Foundation und Caritas untersuchte Prognos, wie sich eine zehnprozentige Grüngasquote im Jahr 2029 auf die monatlichen Wärmekosten auswirkt.
Prognos unterstützt das Umweltbundesamt dabei, die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie mit konkreten Maßnahmen, Prioritäten und einem belastbaren Monitoringsystem zu unterfüttern.
Wir vereinen Wirtschaftsforschung und Strategieberatung für tragfähige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere belastbaren Daten, präzisen Analysen und wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ermöglichen faktenbasierten Fortschritt – finanziell unabhängig, politisch neutral.