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Corona und die Folgen | Montag, 11.05.2020

Orientierung in Krisenzeiten

Die Corona-Krise stellt Wirtschaft, Gesellschaft und Politik vor die größten Herausforderungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Was jetzt wichtig ist.

© metaphum - adobe.stock.com

Die Corona-Krise stellt die gesamte Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, aber auch jeden Einzelnen in Deutschland und nicht nur hier vor die größten Herausforderungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Verunsicherung über die eigene Gesundheit, die eigene Arbeit, Fragen zur wirtschaftlichen Zukunft und zur Durchhaltbarkeit der staatlichen Maßnahmen sind allgegenwärtig. Was das mittel- und langfristig bedeutet, weiß heute niemand.

»Die Corona-Krise verändert unsere Zukunft. Sie zwingt viele Institutionen, ihre Ziele, Planungen, Aufgaben, Prozesse und Strukturen zu überdenken – nicht nur kurzfristig.«
Christian Böllhoff, geschäftsführender Gesellschafter Prognos AG

In dieser Situation belastbare Vorschläge dafür zu entwickeln, wie ein Exit gelingen kann und wie es nach dem shut down weitergeht, ist eine komplexe Aufgabe. Vermeintliche Ideallösungen gibt es nicht; diese wiegen allenfalls in falscher Sicherheit. Erforderlich ist vielmehr eine fundierte und schnelle Analyse möglicher Pfade, die die Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Systemen umfassend berücksichtigen.

Szenarien sind das richtige Instrument, um in akuten Phasen der Unsicherheit Vorstellungen über die Zukunft zu entwickeln und auf Veränderungen angemessen zu reagieren. Bei der Erstellung solcher komplexen Szenarien nutzen wir umfassende und erprobte ökonomische und gesellschaftspolitische Modelle. Darauf aufbauend lassen sich konkrete Handlungsspielräume für Politik und Wirtschaft ausloten.

»Szenarien beschreiben Zukünfte, die man gestalten kann. Das schafft Orientierung.«
Christian Böllhoff, geschäftsführender Gesellschafter Prognos AG

In Krisen stellt sich die Frage nach den Veränderungen des Status quo. Der Ausbruch des Coronavirus offenbart nicht nur, wie verwundbar hochgradig verwobene Volkswirtschaften und globale Lieferketten sind, sondern deckt Schwachstellen in vielen Systemen und Strukturen von Gesellschaft und Politik auf.

  • Wie gestalten wir künftig die Globalisierung und unsere Wertschöpfungsstrukturen?
  • Wie muss die Wirtschaftspolitik auf die veränderte Situation für die Wirtschaft reagieren?
  • Was lernen wir für die Umgestaltung der Arbeitswelt?
  • Wie muss sich unser Blick auf den Fachkräftemangel ändern?
  • Welche regionalwirtschaftlichen Konsequenzen hat die Corona-Krise? Welche Lösungen kommen für die Regionalentwicklung in Frage?
  • Welche (Mega-) Trends werden durch die Auswirkungen der Corona-Krise sich verändern? Gibt es verursacht durch Corona neue Trends?
  • Welche Impulse kann die Krise für die Bildungspolitik geben?
  • Wie können die Verlierer der Krise künftig resilienter werden?
  • Welche Lehren ziehen wir für die Energiewende und die Klimapolitik?
  • Wird man die Innovations- und Technologiepolitik anpassen müssen?
  • Werden sich Werte in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik verändern?
  • Welche neuen Dilemmata zwischen verschiedenen Politikfeldern ergeben sich?

Auch in – und nach – der Corona-Krise ist es unser Anspruch und unsere Aufgabe, Entscheiderinnen und Entscheidern in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft fundierte Grundlagen für ihr Handeln zu liefern. Wir forschen, beraten und begleiten, damit Sie die Weichen stellen können für den Weg durch die Krise und das, was danach kommen wird. Dafür arbeiten wir konsequent interdisziplinär, alle Themen denken wir ganzheitlich. Wir analysieren tiefgehend und sorgfältig, erarbeiten belastbare, verlässliche Ergebnisse und verknüpfen und kommunizieren diese klar und verständlich. Wir geben Orientierung. Das war seit unserer Gründung 1959 an der Basler Universität so. Und das ist auch seit der Ausbreitung des Coronavirus nicht anders.

Wir wissen aber auch: Die Corona-Krise hat den bisher drängenden Themen unserer Zeit eine Zwangspause verpasst. Die Agenda vieler Handelnder hat sich komplett verändert. In der akuten Phase der Beschäftigung mit dem Virus redet beispielsweise kaum jemand mehr von der Bekämpfung des Klimawandels. Die Folgen des Brexit? Kommen höchstens noch am Rande vor. Und was ist mit den Handelskonflikten zwischen den USA, China und der EU? Dem digitalen Fortschritt? Künstlicher Intelligenz? Dem demografischen Wandel und der Zukunft unserer Sozialsysteme? Oder der Situation auf den Wohnungsmärkten? Aber diese Themen bleiben. Auch jetzt müssen Entscheiderinnen und Entscheider sich mit ihnen beschäftigen. Einige der Fragen werden sich künftig in gleicher Weise stellen, andere werden gar dringlicher.

Was wir gemeinsam aus der Corona-Krise lernen, ist noch nicht entschieden. Wir stehen zu Ihrer Unterstützung bereit, freuen uns auf den Austausch mit Ihnen und sind jederzeit für Sie ansprechbar.