ASA, BDE, bvse, CMA, VKU
2026
Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH, u&i GmbH
Smartphones, elektrische Zahnbürsten, Akku-Bohrer: Lithium-Ionen-Batterien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig führen sie zu einer wachsenden Herausforderung für die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft. Denn: Falsch entsorgte Batterien gelangen in Abfallströme, für die sie nicht vorgesehen sind, werden dort mechanisch beschädigt und können Brände auslösen.
Im Auftrag von fünf Branchenverbänden haben INFA, u&i und Prognos auf Grundlage einer Verbändeumfrage den aktuellen Stand zu Batteriebränden in der Entsorgungsbranche untersucht. Prognos hat analysiert, welche wirtschaftlichen Folgen durch die Brände entstehen und welche Maßnahmen zur Risikominderung beitragen können.
Das sind die zentralen Erkenntnisse der Studie:
Sowohl bei den gesicherten als auch bei den wahrscheinlichen Brandursachen nannten die Anlagenbetreiber Lithium-Ionen-Batterien mit Abstand am häufigsten. Bei den wahrscheinlichen Brandursachen lag ihr Anteil 2025 bei mehr als 90 Prozent. Das konkret auslösende Produkt ließ sich allerdings in 71 Prozent der entsprechenden Angaben nicht identifizieren. Unter den erkannten Produkten wurden E-Zigaretten am häufigsten genannt.
Die Zahlen zeigen auch, dass die Brandereignisse erhebliche wirtschaftliche Folgen verursachen: Für die in der Erhebung berücksichtigten Anlagen summieren sich die erfassten Schäden im Zeitraum 2021 bis 2025 auf rund 250 bis knapp 400 Millionen Euro. Auf Brandereignisse mit Lithium-Ionen-Batterien als wahrscheinliche Brandursache entfallen dabei rund 80 Prozent der erfassten Brandschäden.
Berücksichtigt wurden dabei unter anderem Schäden an Gebäuden und Anlagen, Betriebsunterbrechungen, Kosten für Schadensbeseitigung sowie Folgeeffekte entlang der Wertschöpfungskette. Zugleich berichten viele Unternehmen von steigenden Versicherungsprämien, höheren Selbstbeteiligungen und zunehmenden Schwierigkeiten beim Abschluss von Feuerversicherungen.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass einzelne technische Maßnahmen nicht ausreichen, um Brände zu verhindern. Notwendig ist ein abgestimmtes Bündel aus kurz- und langfristig wirkenden Instrumenten:
Die Studie basiert auf einer anonymen Befragung von 181 Anlagen aus allen deutschen Bundesländern. Die Angaben beziehen sich auf die Jahre 2021 bis 2025. Ergänzend wurden nationale und internationale Studien ausgewertet, Ursachen- und Wirkungszusammenhänge analysiert, volkswirtschaftliche Schäden abgeschätzt und qualitative Entwicklungsszenarien bis 2030 entworfen.
Diese Aspekte haben dem Auftraggeber in diesem Projekt besonders geholfen:
Zur Studie (PDF)
Projektteam: Yanik Moldt, Dr. Jan Trenczek
Stand: 14.10.2026
Projektleiter
Senior Projektleiter, Leitung Corporate Services
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