Branchenportfolio Bayerisch-Schwaben: Starke Wirtschaft im Wandel

Auftraggeber

Industrie- und Handelskammer Schwaben

Jahr

2026


791.000 Beschäftigte zählte Bayerisch-Schwaben Mitte 2025, genau 3,4 Prozent mehr als 2021. Hinter diesen Zahlen steht eine Wirtschaft im Wandel: Einige Industriebranchen verlieren Jobs, Dienstleistungen legen zu.

Für die IHK Schwaben analysierte Prognos, wie sich Branchen, Beschäftigung und Wertschöpfung in Bayerisch-Schwaben verändern. Die entwickelten Branchenportfolios machen regionale Stärken und neue Dynamiken sichtbar. Sie zeigen, welche Branchen wachsen, welche an Bedeutung verlieren und wie breit die regionale Wirtschaft aufgestellt ist.

Starke Industrie, Dienstleistungen im Aufwind, Wirtschaft im Wandel

  • Industrie bleibt prägend: Ihr Anteil an der Bruttowertschöpfung liegt mit 25,9 Prozent deutlich über dem Bundeswert von 19,7 Prozent. Zugleich geht die Beschäftigung unter anderem in der Metall- und Kunststoffindustrie sowie im Fahrzeugbau zurück.
  • Einzelne Industriebranchen wachsen: Der Maschinenbau legte bei der Beschäftigung von 2021 bis 2025 um 3,6 Prozent zu. In Luft- und Raumfahrt sowie weiteren Bereichen des sonstigen Fahrzeugbaus waren es 16,1 Prozent.
  • Dienstleistungen schaffen Jobs: Besonders stark wuchs die Beschäftigung in den Bereichen Erziehung, IT-Dienstleistungen, Gastgewerbe, Gesundheit und Logistik. Insgesamt stieg die Beschäftigung im Dienstleistungssektor um 5,7 Prozent.
  • Der breite Branchenmix stabilisiert: Keine einzelne Branche erwirtschaftet mehr als zehn Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Insgesamt erreichte Bayerisch-Schwaben 2023 eine Bruttowertschöpfung von 83,2 Milliarden Euro.
  • Teilregionen zeigen unterschiedliche Profile: Die Wirtschaftsräume Augsburg, Allgäu, West- und Nordschwaben unterscheiden sich deutlich in Branchenschwerpunkten und Dynamik. Die Portfolios machen diese regionalen Spezialisierungen sichtbar und zeigen, wo besondere wirtschaftliche Stärken liegen.

Unsere Vorgehensweise

Die Branchenportfolios machen den wirtschaftlichen Wandel Bayerisch-Schwabens messbar und regional sichtbar. Dafür führten wir Daten zu Beschäftigungsentwicklung, Branchenspezialisierung und Bruttowertschöpfung für den gesamten IHK-Bezirk sowie dessen vier Wirtschaftsräume Augsburg, Allgäu, Westschwaben und Nordschwaben zusammen.  

Grundlage bildeten amtliche Beschäftigungsdaten der Bundesagentur für Arbeit, Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Bundes und der Länder sowie das Prognos-Modell REGINA zur Regionalisierung der Bruttowertschöpfung. Die aktualisierten Branchenportfolios decken dabei nahezu alle Wirtschaftsbereiche ab. So entsteht ein aktuelles Bild der regionalen Wirtschaftsstruktur.  

Die Analyse zeigt nicht nur, wie die Wirtschaft heute aufgestellt ist, sondern auch, wo sich neue Dynamiken entwickeln, etablierte Stärken verändern und strukturelle Handlungsbedarfe entstehen.  

Links und Downloads

Zu den Ergebnissen auf der Webseite der IHK Schwaben

Projektteam: Markus Mahle, Kamronbek Turgunov

Stand: 04.11.2026 

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