Bundesbericht Forschung und Innovation 2026

Auftraggeber

Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Jahr

2026

Partner

DLR Projektträger


Zusammen mit dem DLR Projektträger betreuen wir seit mittlerweile 10 Jahren den Bundesbericht Forschung und Innovation (BuFI). Wir haben den Bericht dabei von Ausgabe zu Ausgabe stets inhaltlich und gestalterisch weiterentwickelt.
Ralph Rautenberg

Die Ausgabe 2026 ist in diesem Sinne ein besonders großer Schritt nach vorne. Erstmals erscheint der Bericht in konsequent digitalisierter Form mit vielen neuen Funktionen, die die Nutzbarkeit verbessern. Mit dieser Modernisierung nehmen wir eine Vorreiterrolle im Berichtswesen der Bundesrepublik ein.

Im globalen Wettstreit um Wissen, Technologien und Wertschöpfung zeigt der Bundesbericht Forschung und Innovation 2026 (BuFI): Deutschland verfügt über ein leistungsfähiges Forschungs- und Innovationssystem und baut dieses angesichts des wachsenden Wettbewerbs weiter aus. Der Bericht der Bundesregierung bietet einen klaren Überblick über Strukturen, Entwicklungen und zentrale Maßnahmen der Forschungs- und Innovationspolitik von Bund und Ländern. Er ordnet politische Initiativen ein und greift Empfehlungen der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) auf.  

Der BuFI liefert eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen und verdeutlicht, wie Forschung und Innovation die Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und technologische Souveränität stärken.  

Prognos bildet gemeinsam mit dem DLR Projektträger die Geschäftsstelle für den Bundesbericht.

Rekordwerte bei Forschungsausgaben und -personal

Deutschland zählt weiterhin zu den führenden Innovationsstandorten weltweit. Der BuFI 2026 dokumentiert eine stabile Aufwärtsentwicklung zentraler Kennzahlen:

  • 137,1 Milliarden Euro Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) im Jahr 2024 – ein neuer Höchststand
  • 3,8 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr
  • FuE-Quote: 3,17 Prozent des BIP – erneut über dem EU-Zielwert
  • 840.000 Beschäftigte in Forschung und Entwicklung

Gleichzeitig zeigt das leichte Zurückfallen Deutschlands in den Innovationsrankings, dass der internationale Wettbewerb intensiver geworden ist. Zudem bestehen weiterhin Hürden, etwa beim Transfer von Forschungsergebnissen.

Ein Großteil der FuE-Aktivitäten entfällt auf die Wirtschaft, ergänzt durch starke Beiträge von Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen. Die Leistungsfähigkeit des deutschen FuL-Systems (Forschung und Lehre) beruht auf dem Zusammenspiel der verschiedenen Sektoren und Akteure.

Hightech Agenda Deutschland: Schlüsseltechnologien im Fokus

Mit der neuen Hightech Agenda Deutschland konzentriert die Bundesregierung ihre Forschungs- und Innovationspolitik auf zentrale Zukunftstechnologien und Anwendungsfelder.

Ziel ist es, die technologische Stärke auszubauen, den Transfer in die Praxis zu beschleunigen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Begleitend verbessert die Regierung die Rahmenbedingungen für Innovationen, sichert Fachkräfte und intensiviert internationale Kooperationen.  

Breites Themenspektrum für zentrale Zukunftsfragen

  • Fokus auf Schlüsseltechnologien: Die Bundesregierung verstärkt ihre Anstrengungen in Bereichen wie Künstliche Intelligenz und Mikroelektronik, wo Deutschland im internationalen Vergleich noch Nachholbedarf hat.  
  • Schnellerer Transfer: Forschungsergebnisse sollen zügiger in marktfähige Anwendungen überführt werden. Der Wissens- und Technologietransfer wird systematisch gestärkt.  
  • Verzahnung von Politikfeldern: Forschungs-, Innovations-, Industrie- und Sicherheitspolitik werden stärker integriert, um Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und technologische Souveränität gemeinsam voranzutreiben.  
  • Strategische Steuerung: Neue Instrumente wie Roadmaps, Technologieallianzen und ein umfassendes Monitoring sollen politische Ziele messbarer und effektiver machen. 

Unsere Vorgehensweise

Als Geschäftsstelle unterstützen wir gemeinsam mit dem DLR Projektträger das BMFTR bei der Erstellung des BuFI. Wir koordinieren redaktionelle Prozesse, arbeiten an den Textentwürfen und der grafischen Gestaltung. Hinzu kommen Online-Angebote, die Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland katalogisieren, zentrale Statistiken aufbereiten und Forschung sowie Innovation in den Bundesländern vorstellen. Dieses Jahr erscheint der BuFI erstmals als vollständig digitaler Bericht mit neuen Navigations- und Interaktionsfeatures.

Links und Downloads

Zum Bericht

Zur Kurzfassung

Weitere Informationen auf der Webseite des BMFTR

Projektteam: Nils-Erik Carlhoff, Annalena Fuchs, Maria Henker, Jakobus Jaspersen, Paul Möhlmann, Ralph Rautenberg

Stand: 03.06.2026

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Ralph Rautenberg

Prinzipal

Profil ansehen

Paul Möhlmann

Projektleiter

Profil ansehen

Mehr Studien & Projekte zu diesem Thema

Dynamischer Herstellerabschlag: Fiskalische Wirkung und strukturelle Risiken

2026
| Expertise

In unserem Policy Brief nehmen wir den dynamischen Herstellerabschlag für Arznei-mittel aus dem GKV‑Beitragssatzstabilisierungsgesetz genauer in den Blick und bewerten seine Auswirkungen.

Impulse für Hamburg: Die wirtschaftliche Wirkung der Messe

laufend
| Projekt

Für die Hamburg Messe und Congress GmbH untersuchen wir die wirtschaftlichen Effekte der Hamburger Messerveranstaltungen für die Hansestadt selbst und ganz Deutschland.

Österreich und Vietnam: Chancen im Handel in Zeiten geopolitischer Spannungen

2026
| Expertise

Geopolitische Spannungen erschweren den Welthandel. Welche Chancen können für Österreich durch sogenannte Verbindungsländer entstehen? Dieser Frage geht Eva Willer in einem Artikel für die Wirtschaftspolitischen Blätter nach.

Wirtschaftliche Effekte der Messe München

2026
| Projekt

Arbeitsplätze, Steuern und Co.: Für die Messe München untersuchten wir die direkten, indirekten und induzierten Effekte der Veranstaltungen der Messe München in München, Bayern und Deutschland.

Studienreihe „Messewirtschaft im Blick“

laufend
| Projekt

Wie beeinflussen Messen die regionale und gesamtdeutsche Wirtschaft? Das zeigt unsere Studienreihe im Auftrag des AUMA und einzelner Messestandorte.

Entscheidet sich an der Zapfsäule die Zukunft unseres Landes?

2026
| Expertise

Die Debatte über hohe Spritpreise greift zu kurz. Dr. Michael Böhmer warnt vor den gesamtwirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs in seiner aktuellen Kolumne für Table.Media.

Olympia für Hamburg?

laufend
| Projekt

Olympische und Paralympische Spiele zählen zu den größten Sportereignissen der Welt. Im Auftrag der Handelskammer Hamburg führte Prognos eine Umfrage zur möglichen Olympiabewerbung Hamburgs durch.

Reha wirkt – Beitrag im Buch „Rehabilitation der Zukunft“

2026
| Expertise

Egal ob nach einer Operation oder Krankheit: Eine Reha hilft Betroffenen, wieder gesund zu werden. Aber nicht nur das. Die Reha trägt auch zur Stabilität der Wirtschaft bei. Unsere Studie untersuchte den volkswirtschaftlichen Nutzen.

Wirtschaftliche Effekte der Messe Friedrichshafen

2026
| Projekt

In unserer Studie im Auftrag der Messe Friedrichshafen untersuchten wir, was ein durchschnittliches Messejahr an wirtschaftlichen Effekten in der Region und darüber hinaus auslöst.

Die Deutschen arbeiten zu wenig. Oder doch nicht?

2026
| Expertise

Dr. Michael Böhmer analysiert in seiner neuesten Kolumne im CEO.Table die Debatte um die Arbeitszeit in Deutschland. Er erklärt, warum Appelle ins Leere laufen und das Erwerbspotenzial nur mit Anreizen besser ausgeschöpft werden kann.

Über Prognos

Wir vereinen Wirtschaftsforschung und Strategieberatung für tragfähige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere belastbaren Daten, präzisen Analysen und wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ermöglichen faktenbasierten Fortschritt – finanziell unabhängig, politisch neutral.

Mehr erfahren