Energetische Sanierungen von Gebäudegruppen

Auftraggeber

Deutsche Energie-Agentur (dena)

Jahr

2026

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Der Gebäudesektor verbraucht rund 35 Prozent der Endenergie in Deutschland und verursacht fast ein Drittel der Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig soll der gesamte Gebäudebestand bis 2045 klimaneutral werden. Die bisherigen Ansätze konzentrieren sich vor allem auf Einzelgebäude. Doch reicht dieses Vorgehen aus, um die notwendige Sanierungsgeschwindigkeit zu erreichen?

Unsere Studie für die Deutsche Energie-Agentur (dena) zeigt, dass die energetische Sanierung von Gebäudegruppen ein vielversprechender Ansatz sein kann, um die Transformation des Gebäudebestands zu beschleunigen. Dabei werden Gebäude nicht nur einzeln betrachtet, sondern als zusammenhängende Einheiten entlang räumlicher oder strategischer Beziehungen, beispielsweise innerhalb eines Quartiers oder eines gemeinsam verwalteten Bestands. 

Gebäudegruppen als Hebel für mehr Tempo und Effizienz

Die Untersuchung zeigt:

  • Gebäudegruppen bieten erhebliche Potenziale für die Beschleunigung energetischer Sanierungen.
  • Contracting-Modelle erleichtern die Umsetzung größerer und komplexerer Vorhaben.
  • Skalierung, Standardisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind zentrale Erfolgsfaktoren.
  • Der Effizienzübernehmer kann Eigentümerinnen und Eigentümer organisatorisch und wirtschaftlich entlasten.
  • Keimzellenansätze eröffnen Perspektiven für die Entwicklung klimaneutraler Quartiere.
  • Aber: Für die weitere Marktentwicklung sind neue Geschäftsmodelle, Forschungsvorhaben und politische Anpassungen erforderlich.

Voraussetzungen für die Sanierung von Gebäudegruppen

Bestehende Verfahren haben sich zwar bewährt, sind häufig jedoch zu langsam verlaufen und zielten nur selten auf ein ausreichend hohes energetisches Niveau ab. Für künftige Sanierungsmodelle leitet die Studie deswegen vier zentrale Anforderungen ab:

  • Skalierung: Größere Projekte und gebündelte Maßnahmen erhöhen die Wirtschaftlichkeit und beschleunigen Prozesse.
  • Standardisierung und Industrialisierung: Einheitliche Verfahren und Produkte schaffen Produktivitäts- und Qualitätsvorteile.
  • Digitalisierung: Digitale Werkzeuge können Planung, Umsetzung und Monitoring unterstützen und beschleunigen.
  • Nachhaltigkeit: Sanierungsmaßnahmen müssen konsequent auf das Ziel der Klimaneutralität ausgerichtet werden.

Unsere Vorgehensweise

Im Rahmen des Vorgutachtens hat das Projektteam bestehende Verfahren der Gebäudesanierung sowie Ansätze aus dem Bereich der Energiedienstleistungen untersucht. Besonderes Augenmerk lag auf den Potenzialen von Gebäudegruppen, Contracting-Modellen und neuen Organisationsformen für Planung, Finanzierung und Betrieb. 

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Weitere Informationen auf der dena-Webseite 

Projektteam: Mohammad Alkasabreh, Dr. Kirsten Kubin, Paurnima Kulkarni, Nora Langreder, Dominik Rau, Malek Sahnoun, Friedrich Seefeldt

Stand: 07.10.2026

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