Evaluation Förderprogramm „Transformation der Industrie“ in Österreich

Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus Österreich (BMWET)

Jahr

2026

PDF herunterladen

Wie lassen sich energieintensive Industrieprozesse klimafreundlich gestalten und gleichzeitig Wettbewerbsfähigkeit und Produktionsstandorte sichern? Mit dem Förderprogramm „Transformation der Industrie“ will Österreich die industrielle Dekarbonisierung voranbringen. Prognos hat die Wirkungen und die Funktionsweise des Programms evaluiert.

Positive Wirkungen auf Emissionen und Standort

Das Förderprogramm „Transformation der Industrie“ unterstützt insbesondere energieintensive Industrieunternehmen bei der Umstellung ihrer Produktionsprozesse. Ziel ist es, Investitionen in klimafreundliche Technologien zu ermöglichen und damit einen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität in Österreich bis 2040 zu leisten.

Die Analyse zeigt, dass das Programm geeignet ist, einen substanziellen Beitrag zur industriellen Dekarbonisierung in Österreich zu leisten.

Insgesamt gab es im Ausschreibungsjahr 2025 vier geförderte Projekte bei sieben eingereichten Anträgen. Die geförderten Projekte zeichnen sich aus durch:

  • 7,3 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent erwartete Emissionsreduktionen innerhalb von zehn Betriebsjahren
  • durchschnittliche Fördereffizienz von 34 Euro pro vermiedener Tonne CO₂e
  • rund 247 Millionen Euro Fördervolumen bei ursprünglich rund 457 Millionen Euro beantragter Förderung
  • breites Spektrum an Dekarbonisierungstechnologien, von Energieeffizienzmaßnahmen über Elektrifizierung bis hin zu CCS- und CCU-Technologien

Die Evaluierung zeigt, dass die geförderten Vorhaben nicht nur erhebliche Treibhausgasminderungen erwarten lassen, sondern auch positive wirtschaftliche Effekte entfalten können. Sie unterstreicht zudem die Bedeutung des Programms als gezielte Ergänzung zum Europäischen Emissionshandel und zur bestehenden österreichischen Förderlandschaft für die industrielle Transformation.

Unsere Vorgehensweise

Für die Evaluierung hat Prognos die beiden Ausschreibungsrunden des Förderprogramms im Jahr 2025 analysiert. Untersucht wurden die erwarteten direkten und indirekten Wirkungen der geförderten Projekte sowie die Fördereffizienz und die Eignung des Instruments im Vergleich zu alternativen Förderansätzen. Aufgrund der noch laufenden Projekte ist die Studie als früher Wirksamkeitsnachweis und zugleich als Grundlage für die Weiterentwicklung des Evaluierungsdesigns zu verstehen.

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Weitere Informationen auf der BMWET-Webseite

Projektteam: Dr. Fabian Muralter, Dr. Kirsten Kubin, Dr. Stephan Heinrich, Sebastian Phadt

Stand: 06.08.2026

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Dr. Fabian Muralter

Senior Projektleiter

Profil ansehen

Dr. Stephan Heinrich

Prinzipal

Profil ansehen

Mehr Studien & Projekte zu diesem Thema

Fokusthema: Hitzesommer 2026

2026
| Expertise

Hitze entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlichen Risikofaktor: von Arbeitsschutz über Lieferketten bis zu Investitionsentscheidungen. Prognos verfasste eine sechsteilige Gastartikelreihe für den Haufe Sustainability Newsletter.

Europas Clean-Tech-Industrie: Wertschöpfung, Beschäftigung und Fachkräftebedarf

2026
| Projekt

Unsere Studie für die Europäische Umweltagentur zeigt: Die Dynamik der Clean-Tech-Industrie ist hoch – doch qualifizierte Arbeitskräfte werden zum entscheidenden Erfolgsfaktor für die Net-Zero-Ziele der EU.

Analysetool für die Energiewende

2026
| Projekt

Für eine öffentliche Einrichtung in Österreich entwickelte Prognos ein datenbasiertes Analysetool, das die Leistungsfähigkeit von Forschung, Technologie und Innovation entlang der Energiewende systematisch bewertet.

Landwirtschaft im Klimawandel: Regionale Anpassung in Schleswig-Holstein

2026
| Projekt

Wie kann sich die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein an den Klimawandel anpassen? Wir entwickelten Beratungsunterlagen, damit Klimaanpassung praxisnah in die landwirtschaftliche Beratung integriert werden kann.

Erneuerbare Energien in Hamburg

2026
| Projekt

Für die Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur haben wir die wirtschaftliche Lage und Entwicklungspotenziale von Windkraft, Solar und Co. mit Sonderfokus auf Wasserstoff in der Stadt und Metropolregion Hamburg untersucht.

Unterstützung der Kraftwerksstrategie des Bundes

2026
| Projekt

Prognos unterstützte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei der Erstellung der Kraftwerksstrategie.

Aufbau und Finanzierung der CO₂-Infrastruktur in Deutschland

2026
| Projekt

Prognos untersuchte für die Carbon Management Allianz, wie der Markthochlauf einer multimodalen CO₂-Infrastruktur gestaltet werden kann und welche Rahmenbedingungen einen schnellen und wirtschaftlich tragfähigen Ausbau ermöglichen.

Hitzeaktionsplan für das Land Thüringen

2025
| Projekt

Der Klimawandel treibt die Hitze voran – ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Welche Maßnahmen helfen? Prognos und EPC entwickelten einen Hitzeaktionsplan für Thüringen.

Untersuchung des Marktes für Energiedienstleistungen

laufend
| Projekt

Energiedienstleistungen und Energieeffizienz sind wichtige Hebel für Energiewende und Klimaschutz. Seit 2016 untersucht Prognos gemeinsam mit ifeu und Verian im Auftrag der Bundesstelle für Energieeffizienz jährlich die Entwicklung der Märkte für Energieberatung, Energie-Contracting und Energiemanagement.

Zusätzliche Gaskosten bei fossilen Heizungen

2026
| Expertise

Künftig müssen Vermietende bei neu eingebauten Gas- und Ölheizungen einen Teil der Kosten tragen. Wie stark werden Mieterinnen und Mieter dadurch entlastet? Mit unseren Daten hat der SPIEGEL einen interaktiven Gaskostenrechner erstellt.

Über Prognos

Wir vereinen Wirtschaftsforschung und Strategieberatung für tragfähige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere belastbaren Daten, präzisen Analysen und wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ermöglichen faktenbasierten Fortschritt – finanziell unabhängig, politisch neutral.

Mehr erfahren