Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2026

Auftraggeber

ASA, BDE, BDSAV, BDSV, Baustoff Recycling Bayern, BVA, bvse, DGAW, FEhS, InwesD, ITAD, VDM, VDMA, VHI, VKU, IFAT

Jahr

2026

Partner

INFA GmbH, INZIN e.V., TafelmitKollegen, Breer visuelle Kommunikation


Der Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2026 ist eine aktuelle, datenbasierte Bestandsaufnahme der deutschen Kreislaufwirtschaftsbranche.

Der Bericht zeigt: Die deutsche Kreislaufwirtschaft spielt eine zentrale Rolle für Entsorgungssicherheit, Rohstoffversorgung, Wertschöpfung und Umweltinfrastruktur in Deutschland. Die Branche verfügt über eine leistungsfähige, hoch technisierte Infrastruktur und ist operativ belastbar. Gleichzeitig stehen Investitionsfähigkeit, Innovationsdynamik und wirtschaftliche Stabilität unter Druck. Volatile Sekundärrohstoffmärkte, steigende Energie- und Betriebskosten sowie wachsende regulatorische Anforderungen belasten zentrale Segmente der Branche.

Neben den funktionierenden Systemen der Abfallerfassung und -behandlung hängt der tatsächliche Wiedereinsatz von Materialien in hochwertigen Anwendungen von einer Vielzahl weiterer Faktoren ab, darunter Produktgestaltung, Materialqualitäten, Marktnachfrage nach Sekundärrohstoffen sowie rechtliche Vorgaben. Technische Möglichkeiten bilden hierfür eine wichtige Grundlage, entfalten ihre Wirkung jedoch nur im Zusammenspiel mit geeigneten Markt- und Rahmenbedingungen.

Circular Economy: Akzeptanz, Märkte und Rahmenbedingungen entscheiden

Der Statusbericht identifiziert wesentliche Herausforderungen und Handlungsfelder für die Weiterentwicklung der Circular Economy:

  • Akzeptanz und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sind entscheidend für den Erfolg von Sammel- und Trennsystemen.
  • Getrennte Erfassung bleibt die Grundlage hochwertiger Recyclingprozesse, stößt aber in der Praxis auf strukturelle Grenzen.
  • Sekundärrohstoffmärkte sind volatil; Preis- und Wettbewerbsnachteile gegenüber Primärrohstoffen hemmen Investitionen.
  • Planungs- und Investitionssicherheit fehlt, insbesondere durch lange Genehmigungsverfahren und wechselnde regulatorische Vorgaben.
  • Öffentliche Beschaffung wird ihrem Potenzial als Markttreiber für Recyclingprodukte bislang nicht gerecht.
  • Technologische Innovationen sind vorhanden, müssen jedoch konsequenter skaliert und in Deutschland gehalten werden.

Unsere Vorgehensweise

Den Statusbericht hat Prognos zusammen mit INFA, INZIN, TafelmitKollegen und Breer visuelle Kommunikation für 15 Verbände der deutschen Kreislaufwirtschaft und die IFAT erstellt.

Er basiert auf einer umfassenden Analyse der rechtlichen, ökonomischen und technologischen Rahmenbedingungen der deutschen Kreislaufwirtschaft. Der Bericht bündelt die Perspektiven der größten Kreislaufwirtschaftsverbände und ordnet aktuelle Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene ein. 

Unsere Stärken in diesem Projekt

Diese Aspekte haben dem Auftraggeber in diesem Projekt besonders geholfen:

  • Zusammenführung einer belastbaren, konsistenten Datengrundlage aus amtlichen Statistiken, Brancheninformationen und eigenen Auswertungen
  • ganzheitliche Betrachtung der Kreislaufwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette statt isolierter Einzelaspekte
  • verständliche Einordnung komplexer Entwicklungen in Markt, Regulierung und Technologie
  • systemische Analyse statt reiner Kennzahlenaufbereitung, um Zusammenhänge und Wechselwirkungen sichtbar zu machen
  • Verknüpfung technischer Leistungsfähigkeit mit wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen
  • differenzierte Darstellung nach Materialströmen, Marktsegmenten und Regionen
  • hohe Praxisnähe durch enge Zusammenarbeit mit Verbänden und Branchenakteuren
  • sachliche, anschlussfähige Ergebnisdarstellung, geeignet für unterschiedliche Kommunikationszwecke
  • transparente Methoden und nachvollziehbare Herleitungen zur Stärkung von Glaubwürdigkeit und Akzeptanz

Links und Downloads

Zum Statusbericht 2026 (PDF)

Zur Zusammenfassung (PDF)

Weitere Informationen auf der Statusbericht-Seite

Projektteam: Patrick Bechhaus, Tim Bichlmeier, Dr. Bärbel Birnstengel, Madeleine Brodka, Nico Dietzsch, Marieke Eckhardt, Dr. Jochen Hoffmeister, Philipp Hutzenthaler, Dr. Georg Klose, Jannis Lambert, Yanik Moldt, Robert Norpoth, Hendrik Schramm, Nadja Schütz, Fenja Wittek

Stand: 28.04.2026

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Yanik Moldt

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Dr. Jochen Hoffmeister

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