Intergenerationale Gerechtigkeit für die Zukunft Europas

Auftraggeber

Horizon Europe

Jahr

laufend

Partner

Centre for Microsimulation and Policy Analysis, Universitat de Barcelona, Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Politecnico di Torino, Tárki Alapítvány, Centre for Economic Analysis, Inštitut za ekonomska raziskovanja


Ob heutige Entscheidungen auch künftigen Generationen tragfähige Lebensbedingungen sichern, entscheidet maßgeblich über gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Stabilität. Die Generationengerechtigkeit ist für die Zukunft Europas von entscheidender Bedeutung, da demografische und technologische Veränderungen die Verteilung von Ressourcen und Chancen neu gestalten.  

Im Projekt LIFe untersucht Prognos mit internationalen Partnern für die Europäische Kommission, wie sich zentrale Lebensbereiche im Lebensverlauf und zwischen Generationen entwickeln. Ziel ist es, eine solide Grundlage für evidenzbasierte politische Entscheidungen zu schaffen und intergenerationale Ungleichheiten systematisch zu erfassen.  

Intergenerationale Gerechtigkeit messbar und politisch steuerbar machen  

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie sich intergenerationale Gerechtigkeit länderübergreifend konsistent messen und bewerten lässt. Prognos analysiert mit Partnerinstitutionen in sieben europäischen Ländern (Großbritannien, Spanien, Deutschland, Italien, Ungarn, Polen, Slowenien) die wichtigsten Einflussfaktoren für Lebensverläufe und deren Verteilung zwischen den Generationen. Sie berücksichtigen Entwicklungen in Bildung, Erwerbsverläufen, Einkommen, Vermögen, Gesundheit und subjektivem Wohlbefinden.  

Das Projekt verfolgt drei Ziele:  

  • ein integriertes Analysemodell zu entwickeln, das Lebensverläufe über Generationen hinweg abbildet,  
  • standardisierte Indikatoren zur Messung intergenerationaler Gerechtigkeit zu definieren, 
  • und ein frei zugängliches Open-Source-Toolkit bereitzustellen, mit dem sich politische Maßnahmen auf ihre Auswirkungen für verschiedene Generationen bewerten lassen. 

Unsere Vorgehensweise  

Das Projekt entwickelt ein multidisziplinäres System und ein Open-Source-Toolkit für Mikrosimulationen, um politische Maßnahmen zu bewerten. Zudem entstehen harmonisierte Indikatoren und ein Atlas zur Generationengerechtigkeit. 

Die Methodik umfasst:  

  • Lebensverlaufsansatz: Analyse von Chancen und Risiken über den gesamten Lebenszyklus und zwischen Generationen  
  • Multidisziplinäre Integration: Verknüpfung von Erkenntnissen aus Ökonomie, Demografie, Soziologie, Gesundheits- und Politikwissenschaft  
  • Mikrosimulation: Modellierung individueller Lebensverläufe und politischer Szenarien, einschließlich gegenfaktischer Analysen  
  • Vergleichende Perspektive: Entwicklung harmonisierter Modelle und Indikatoren für sieben europäische Länder  
  • Intersektionale Analyse: Berücksichtigung von Unterschieden nach Alter, Geschlecht, Bildung, Haushaltstyp, Migration oder Einkommen  

So entstehen belastbare Projektionen und Szenarien, die zeigen, wie politische Maßnahmen kurz-, mittel- und langfristig auf verschiedene Generationen wirken. Policy Labs, Befragungsexperimente und Stakeholderdialoge ergänzen die Analyse, bereiten die Ergebnisse praxisnah auf und führen sie in konkrete Handlungsempfehlungen über.

Das Projekt wird im Rahmen von Horizon Europe, dem wichtigsten Förderprogramm der EU für Forschung und Innovation, durchgeführt. Prognos fungiert als Koordinator des Konsortiums.

Links und Downloads

Zur Strategie zur Generationengerechtigkeit der Europäischen Kommission

Projektteam: Bianca Illing, Neysan Khabirpour, Lorenzo Pelizzari

Stand: 03.06.2026

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Neysan Khabirpour

Senior Projektleiter, Stellvertretender Leiter der EU-Services

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