Bertelsmann Stiftung
2026
Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Zugleich braucht Deutschland möglichst viele Menschen im Erwerbsleben. Das verschärft einen Konflikt: Wer Angehörige oder andere nahestehende Personen pflegt, muss diese Aufgabe mit dem Beruf vereinbaren. Schon heute betrifft das Millionen Menschen.
Unsere Studie für die Bertelsmann Stiftung untersucht, wie viel Erwerbsarbeitsvolumen durch informelle Pflege verloren geht und wie sich dieser Verlust bis 2045 entwickeln könnte. Zudem zeigt sie, was Politik und Unternehmen tun können, damit Pflege und Beruf besser vereinbart werden können.
Die Analyse zeigt: Es fehlen nicht nur einzelne Maßnahmen. Vor allem müssen bestehende Angebote besser verfügbar, einfacher zugänglich und stärker miteinander verzahnt werden. Daraus ergeben sich vier Handlungsfelder.
Die Analyse verbindet mehrere Daten- und Erkenntnisquellen. Prognos wertete das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) aus, um Umfang, Erwerbsstatus und Pflegeintensität informell Pflegender zu bestimmen. Auf Basis der amtlichen Pflegestatistik und der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wurde die Entwicklung bis 2045 fortgeschrieben.
Für die Schätzung der Erwerbsverluste wurden diese Daten mit bestehenden Erkenntnissen aus der Forschung verbunden. Ergänzend analysierte Prognos politische Dokumente sowie bestehende Regelungen und führte Fachgespräche mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Beratung und betrieblicher Praxis.
Zur Studie (PDF)
Weitere Informationen auf der Webseite der Bertelsmann Stiftung
Projektteam: Eva Moser, Paula Kostrzewa, Dr. Stefan Moog, Evelyn Stoll
Stand: 20.10.2026
Projektleiterin
Beraterin
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