Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen 2026

Auftraggeber

Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Jahr

2026

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Die Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen wächst seit Jahren dynamischer als die Gesamtwirtschaft und erweist sich als krisenresistente Zukunftsbranche. Der Umweltwirtschaftsbericht NRW 2026 – den Prognos für das Umweltministerium erstellt hat – zeigt, dass grüne Technologien und Dienstleistungen nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, sondern zugleich Beschäftigung schaffen, Wertschöpfung generieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken.

Wachstumsmotor für Wirtschaft, Beschäftigung und Klimaschutz

  • Die Umweltwirtschaft hat sich seit 2010 als krisenresiliente Querschnittsbranche etabliert.
  • Die Zahl der Erwerbstätigen wuchs zwischen 2020 und 2025 durchschnittlich um 1,7 Prozent pro Jahr und damit deutlich stärker als in der Gesamtwirtschaft.
  • Der ökologische Mehrwert der im Jahr 2025 erbrachten Leistungen beträgt mindestens 37,5 Milliarden Euro.
  • Nordrhein-Westfalen exportierte 2025 Umweltwirtschaftsgüter im Wert von 15,1 Milliarden Euro.
  • Besonders große Wachstumspotenziale bestehen in den Bereichen Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, Klimaanpassung, erneuerbare Energien und Elektromobilität.
  • Die Umweltwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel und stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen.
  • Der Fachkräftemangel entwickelt sich zunehmend zum Engpass und droht die zukünftigen Wachstumschancen auszubremsen: Der Anteil qualifizierter Fachkräfte liegt mit 63 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft.
  • In zentralen Technologiebereichen zur Erreichung der Klimaneutralität drohen bis 2035 erhebliche Fachkräftelücken.

Unsere Vorgehensweise

In der amtlichen Klassifikation nach Wirtschaftszweigen und Gütergruppen ist die Umweltwirtschaft nicht aufgeführt. Um ihre wirtschaftliche Bedeutung empirisch zu betrachten, ist daher eine statistische Abgrenzung der wirtschaftlichen Aktivitäten und Produkte erforderlich. Unsere Kriterien sind: ein direkter Umweltnutzen, die Wirkung als umweltfreundliches Substitut sowie eine unterstützende Wertschöpfungs- bzw. Klimaanpassungsfunktion. Erfüllt ein Produkt, ein Verfahren oder eine Dienstleistung eines dieser Kriterien, zählt es zur Umweltwirtschaft.

Für die quantitativen Analysen nutzten wir unser envigos-Modell. Die Kennwerte wurden nach Teilmärkten, Marktsegmenten und Technologiebereichen der Umweltwirtschaft unterschieden. Außerdem haben wir die regionale Ausprägung dieser Querschnittsbranche in den neun Wirtschaftsregionen Nordrhein-Westfalens untersucht.

Um den Fachkräftebedarf der Umweltwirtschaft zu untersuchen, haben wir zusätzlich das Fachkräftemodell von Prognos genutzt.  

Links und Downloads

Zum Umweltwirtschaftbericht 2026 (PDF)

Ergebnispräsentation (PDF)

Weitere Informationen auf der Webseite des Ministeriums

Zum Umweltwirtschaftsbericht 2024

Projektteam: Tim Bichlmeier, Philipp Hutzenthaler, Jannis Lambert, Oliver Lühr, Robert Norpoth, Michelle Reuter, Maraike Schäfer, Vera Wechner, Katharina Wilkskamp

Stand: 12.10.2026

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Ihr Kontakt bei Prognos

Tim Bichlmeier

Projektleiter

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Katharina Wilkskamp

Projektleiterin | Klima, Ressourcen & Resilienz

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