Wirtschaftliche Effekte der Deutsche Messe AG

Auftraggeber

Deutsche Messe AG

Jahr

2026


Auf Messen entstehen Geschäftsbeziehungen Aufträge werden vergeben, ganze Regionen profitieren. Messen bündeln Nachfrage, beschleunigen Innovationen und schaffen damit Wertschöpfung. Ein Blick auf die wirtschaftlichen Effekte zeigt, warum Messen mehr sind als Branchentreffs.

Prognos hat im Auftrag der Deutschen Messe AG untersucht, wie deren Veranstaltungen Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Staatshaushalt prägen. Ziel war es, ihre Bedeutung für Hannover, Niedersachsen und ganz Deutschland zu analysieren.

Wirtschaftlicher Mehrwert weit über Hannover hinaus

  • In einem durchschnittlichen Messejahr lösen Messeveranstaltungen auf dem Gelände der Deutsche Messe AG in Deutschland direkt, indirekt und induziert eine Umsatzwirkung von 1,39 Milliarden Euro aus – davon entfallen 688 Millionen Euro auf Hannover, 245 Millionen Euro auf den Rest Niedersachsens und 454 Millionen Euro auf andere Bundesländer.  
  • Die Messeaktivitäten sichern bundesweit rund 13.300 Arbeitsplätze – etwa 7.000 davon in Hannover und knapp 2.800 im übrigen Niedersachsen.  
  • Jährlich fließen 227 Millionen Euro an Steuereinnahmen: 16 Millionen Euro nach Hannover, 79 Millionen Euro nach Niedersachsen, 25 Millionen Euro in andere Bundesländer und 107 Millionen Euro an den Bund.  
  • Besonders profitieren messenahe Dienstleistungen, das Gastgewerbe, der Handel, der Verkehr und der Standbau – sowohl vor Ort als auch überregional.  
  • Besuchende und Aussteller geben direkt rund 680 Millionen Euro aus, mehr als die Hälfte davon in Hannover. 

Unsere Vorgehensweise  

Für die Quantifizierung der wirtschaftlichen Effekte der Messe-Veranstaltungen setzte das Projektteam auf eine wissenschaftlich etablierte Methodik:  

  • Durchführung umfangreicher Befragungen von Besuchenden und Ausstellenden 
  • Hochrechnungen und Regionalisierungen zur Ableitung regionaler und überregionaler Effekte  
  • Einsatz des regionalwirtschaftlichen Input‑Output‑Modells REGINA, um direkte, indirekte und induzierte Auswirkungen präzise abzubilden  
  • Klare fiskalische Bewertung zur Ermittlung der Steuerwirkungen  

Unsere Stärken in diesem Projekt  

  • Einsatz unseres regionalwirtschaftlichen Modells zur präzisen Bestimmung regionaler Wirkungen  
  • Belastbare und nachvollziehbare Methodik für aussagekräftige Ergebnisse  
  • Kundenorientierte Darstellung und Kommunikation der Resultate

Weitere Informationen auf der Webseite der Deutschen Messe AG

Übersicht über alle Messe-Projekte 

Projektteam: Jakob Ambros, Silvia Golm, Renke Janshen, Fabian Malik, Dr. Andreas Sachs, Hauke Toborg, Eva Willer

Stand: 22.09.2026

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Dr. Andreas Sachs

Senior Projektleiter

Profil ansehen

Fabian Malik

Senior Projektleiter

Profil ansehen

Mehr Studien & Projekte zu diesem Thema

Personalstrategien im demografischen Wandel

2026
| Expertise

In einem Gastbeitrag für die neue caritas zeigt Dr. Oliver Ehrentraut, warum die Sozialwirtschaft ihre Personalstrategien neu ausrichten muss. Recruiting bleibt wichtig, wird aber nicht ausreichen.

Vier Stolperfallen der KI-Einführung in KMU

2026
| Expertise

Künstliche Intelligenz ist in vielen Betrieben angekommen, ihr produktiver Einsatz bleibt im Mittelstand jedoch oft oberflächlich. In einem Gastbeitrag analysiert Alice Greschkow vier zentrale Stolperfallen, die die KI-Einführung in KMU ausbremsen.

Absatzmärkte für Bayerns technologische Zukunftsfelder

2026
| Projekt

Für die vbw analysierte Prognos die internationalen Absatzmärkte bayerischer und deutscher Unternehmen in zehn technologischen Zukunftsfeldern.

Gezielte Industriepolitik oder allgemeine Wirtschaftspolitik? Beides.

2026
| Expertise

„Erst die Bremsen lösen, dann gezielt unterstützen.“ Dr. Michael Böhmer plädiert in seiner August-Kolumne für bessere Rahmenbedingungen für alle Unternehmen, eine klar begrenzte Industriepolitik und mehr Investitionen in Wachstum.

Die Bedeutung der EU für Deutschland

2026
| Projekt

Die EU ist zentral für Deutschlands Wirtschaft. Unsere Studie für die vbw zeigt, wie stark Wachstum, Beschäftigung und Wertschöpfung vom europäischen Binnenmarkt abhängen.

vbw Report: Bayern und Deutschland in volatilen Zeiten

2026
| Projekt

Die Weltwirtschaft gerät zunehmend unter Druck. Unser Report für die vbw zeigt, wie Geopolitik, Demografie, Klimawandel und Technologie Bayern und Deutschland bis 2045 prägen.

Wettbewerb: Warum das Neue es so schwer hat

2026
| Expertise

In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt zeigen Dr. Michael Böhmer und Henning Vöpel, dass Deutschland nur mit mehr Wettbewerb auf einen höheren Wachstumspfad zurückkehren kann.

Krise oder Demografie – wer ist schneller?

2026
| Expertise

Trotz wieder höherer Arbeitslosigkeit wird nicht Jobmangel, sondern Arbeitskräftemangel den Arbeitsmarkt prägen – vor allem getrieben durch die demografische Entwicklung. Die CEO.Table Kolumne im Juli von Dr. Michael Böhmer zu den Knappheitsverhältnissen am Arbeitsmarkt.

Wirtschaftliche Effekte der Messe Köln

2026
| Projekt

Wie stark prägt die Kölner Messe Wirtschaft und Beschäftigung in Köln und darüber hinaus? Im Auftrag der Koelnmesse GmbH hat Prognos analysiert, welche Effekte die Veranstaltungen auf Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und weitere wirtschaftliche Bereiche haben.

Studienreihe „Messewirtschaft im Blick“

laufend
| Projekt

Wie beeinflussen Messen die regionale und gesamtdeutsche Wirtschaft? Das zeigt unsere Studienreihe im Auftrag des AUMA und einzelner Messestandorte.

Über Prognos

Wir vereinen Wirtschaftsforschung und Strategieberatung für tragfähige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere belastbaren Daten, präzisen Analysen und wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ermöglichen faktenbasierten Fortschritt – finanziell unabhängig, politisch neutral.

Mehr erfahren