Die Bedeutung der EU für Deutschland

Auftraggeber

vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Jahr

2026

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Die Europäische Union ist für Deutschland weit mehr als ein Absatzmarkt: Sie treibt das Wachstum an und stabilisiert die Volkswirtschaft. Unsere Studie für die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft zeigt, wie stark Wertschöpfung, Beschäftigung und wirtschaftliche Dynamik in Deutschland von der Integration im europäischen Binnenmarkt und den offenen Grenzen im Schengenraum abhängen.  

Die Kernergebnisse machen klar: Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung hängt eng mit der Funktionsfähigkeit der EU zusammen. Ziel des Projekts war es, die EU nicht nur als Absatzmarkt, sondern als umfassendes ökonomisches System zu untersuchen. Im Fokus stand die Frage, wie die europäische Integration Wertschöpfung, Beschäftigung und Wachstumsdynamik in Deutschland beeinflusst und wie empfindlich diese auf Veränderungen im europäischen Umfeld reagieren.

Die Europäische Integration als Fundament für Wertschöpfung und Beschäftigung

  • Mehr als die Hälfte der deutschen Exporte geht in die EU. Der Binnenmarkt ist damit Deutschlands wichtigster Absatzraum und hat zuletzt an Bedeutung gewonnen.  
  • Rund 52 Prozent der deutschen Exporte in die EU bestehen aus Vorleistungsgütern, die in europäischen Produktionsprozessen weiterverarbeitet werden. Das zeigt die enge Verflechtung der Wertschöpfungsketten.  
  • Fünf zentrale EU-Partner – Frankreich, die Niederlande, Polen, Italien und Österreich – nehmen mehr als die Hälfte der deutschen Exporte innerhalb der EU auf.  
  • Die Nachfrage aus der EU schafft in Deutschland rund 554 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung (etwa 16 Prozent) und sichert 7,2 Millionen Arbeitsplätze.  
  • Besonders profitieren das deutsche Verarbeitende Gewerbe und exportorientierte Schlüsselbranchen wie der Kraftwagen- und Maschinenbau von der EU-Nachfrage.  
  • Die wirtschaftliche Verflechtung ist in Westeuropa am stärksten. Gleichzeitig haben Mittelost- und Nordeuropa in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.  
  • Szenarioanalysen zeigen: Eine wirtschaftliche Stagnation in der EU würde Exporte, Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland stärker belasten als vergleichbare Entwicklungen in anderen Weltregionen.
  • Offene Grenzen im Schengenraum sichern effiziente Lieferketten, erleichtern Handel, Tourismus und grenzüberschreitendes Pendeln. Die Wiedereinführung systematischer Grenzkontrollen würde Deutschland jährlich rund 1,5 bis zwei Milliarden Euro kosten.

Unsere Vorgehensweise  

Prognos hat die wirtschaftlichen Verflechtungen Deutschlands mit der EU entlang zentraler Wirkungszusammenhänge untersucht. Dafür hat das Team Handelsstrukturen und Vorleistungsverflechtungen analysiert und ihre Effekte auf Wertschöpfung und Beschäftigung quantifiziert. Ergänzend hat es Szenarien entwickelt, um die Auswirkungen unterschiedlicher wirtschaftlicher Entwicklungen in der EU auf zentrale makroökonomische Kennzahlen in Deutschland zu simulieren.  

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den institutionellen Rahmenbedingungen der Integration, etwa dem Schengen-Raum. Deren wirtschaftliche Effekte hat Prognos modellbasiert abgeschätzt. So entsteht ein umfassendes Bild der EU als ökonomisches Fundament Deutschlands.  

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Weitere Informationen auf der Webseite der vbw

Projektteam: Silvia Golm, Jan Limbers, Dr. Andreas Sachs, Eva Willer

Stand: 24.08.2026

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Silvia Golm

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Dr. Andreas Sachs

Senior Projektleiter

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Eva Willer

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