vbw Report: Bayern und Deutschland in volatilen Zeiten

Auftraggeber

vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Jahr

2026


Nach den von der COVID-19-Pandemie und dem Ukrainekrieg geprägten Jahren steht die Weltwirtschaft weiter unter Druck. Geopolitische Konflikte, die US-Handelspolitik und die damit verbundenen Zölle verändern die internationalen Handelsströme spürbar. Gleichzeitig treiben der Krieg in der Ukraine sowie neue Konflikte im Nahen Osten die Energiepreise in die Höhe und verstärken den Inflationsdruck.

Für die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft analysierten wir in einem Report die wirtschaftlichen Entwicklungen auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene.

Einordnung globaler Verschiebungen

Die Weltwirtschaft wächst kurzfristig langsamer und verlagert sich zunehmend in Richtung Schwellenländer. Während Industrieländer an Dynamik verlieren, gewinnen Staaten wie Indien und Indonesien an Bedeutung. Langfristig entsteht eine bipolare Wirtschaftsordnung, dominiert von den USA und China. Für Deutschland bedeutet dies bis 2045 ein moderates Wachstum von etwa 0,9 Prozent pro Jahr. Produktivitätsgewinne, Innovationen und Fachkräfte bleiben hierfür eine Voraussetzung.  

Kurzfristige Entwicklung

  • Das globale Wachstum bleibt mit zwei bis drei Prozent verhalten. Geopolitische Konflikte, Zölle und Unsicherheiten im Handel bremsen die Dynamik.  
  • Hohe Energiepreise und Inflation belasten das Umfeld, die restriktive Geldpolitik dämpft Investitionen und wirtschaftliche Aktivität.  
  • Für 2026 bis 2028 werden für Deutschland nur moderate Wachstumsraten von knapp 0,7 bis 1,0 Prozent erwartet. Der Außenhandel schwächelt, und der Arbeitsmarkt verliert an Stabilität.  

Langfristige Perspektiven bis 2045

  • Die Weltwirtschaft wächst um rund 50 Prozent, wobei Schwellenländer künftig etwa die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung erbringen.  
  • USA und China prägen eine bipolare Ordnung, während die Globalisierung an Schwung verliert und bilaterale Beziehungen wichtiger werden.  
  • Deutschland bleibt mit einem durchschnittlichen Wachstum von 0,9 Prozent pro Jahr auf Produktivitätsfortschritte angewiesen.  

Zentrale strukturelle Treiber

  • Geopolitische Fragmentierung verändert Handelsströme und erhöht den Bedarf an wirtschaftlicher Resilienz.  
  • Klimawandel verstärkt den Investitionsdruck.  
  • Der demografische Wandel verschärft den Fachkräftemangel.  
  • Technologischer Fortschritt, etwa durch Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, wird zur zentralen Wachstumsbasis.  

Deutschland und Bayern stehen vor der Aufgabe, Produktivitätspotenziale zu nutzen und die wirtschaftliche Transformation aktiv zu gestalten. Bayern bleibt ein starker Industriestandort, nähert sich langfristig jedoch dem bundesweiten Wachstumsschnitt an.  

Vorgehensweise

Die Ergebnisse beruhen auf makroökonomischen Modellen und langfristigen Szenarien bis 2045. Prognos kombinierte in seinen Modellen kurzfristige Konjunkturprognosen mit strukturellen Trends und berücksichtigte zentrale Faktoren wie Geopolitik, Klimawandel, Demografie und Technologie. Ergänzend liefern detaillierte Branchen- und Länderanalysen Einblicke in Wertschöpfung, Beschäftigung und internationale Märkte.  

Links und Downloads

Zum Report auf der vbw-Webseite

Zur Executive Summary (PDF)

Projektteam: Benjamin Hendricks, Markus Hoch, Philipp Kreuzer, Jan Limbers, Arne Malisius, Dr. Stefan Moog, Frederick Vierhub-Lorenz, Johann Weiß, Eva Willer

Stand: 23.07.2026

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Ihr Kontakt bei Prognos

Markus Hoch

Senior Projektleiter

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Johann Weiß

Senior Projektleiter

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Dr. Oliver Ehrentraut

Partner, Direktor, Leitung der volkswirtschaftlichen Abteilung

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