Deutsche Bundesstiftung Umwelt
laufend
Die ökologische Transformation der Wirtschaft entscheidet sich nicht an Visionen, sondern an wirksamen Technologien. GreenTech-Innovationen versprechen genau das: messbare Umweltentlastung bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Entscheidend ist, ob und wie diese Wirkung tatsächlich eintritt.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert innovative Projekte, die zum Schutz der Umwelt und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen – mit Fokus auf den Mittelstand. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen zu etablieren, Impulse zu setzen und eine breite Wirkung zu erzielen.
Für die DBU analysieren wir in kompakten Steckbriefen die ökonomischen und ökologischen Effekte ihrer geförderten GreenTech-Projekte. Dabei bewerten wir auch die Zukunftschancen der Innovationen.
ÖKOTEC hat sich vom spezialisierten Ingenieurbüro zum Vorreiter für datenbasiertes Energiemanagement entwickelt. Mit der Software EnEffCo® unterstützt das Unternehmen industrielle und gewerbliche Betriebe dabei, ihren Energieverbrauch in Echtzeit transparent zu machen und systematisch zu reduzieren. Das Ergebnis: messbare Einsparungen, geringere Emissionen und ein wachsendes internationales Einsatzfeld trotz herausfordernder Marktbedingungen.
Zum Steckbrief
Das europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ ist einer der größten Bausteine des Natur- und Artenschutzes in Europa. Doch die Betreuung der Flächen erfordert Fachwissen, das bisher nur wenige Spezialistinnen und Spezialisten mitbringen. Ein vom BUND Thüringen entwickelter E-Learning-Kurs, gefördert von der DBU, bündelt Wissen, vermittelt es praxisnah und reagiert auf den steigenden Bedarf. Der Kurs verbessert langfristig das Management der Schutzgebiete.
Die Cleansort GmbH aus Rösrath hat ein innovatives Trennverfahren entwickelt, das mithilfe einer laserbasierten Echtzeitanalyse Metallschrott besonders effizient nach Legierungen recycelt. Aktuell laufen fünf Anlagen. Im Jahr 2025 konnte das Unternehmen seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr nahezu vervierfachen und erzielte zugleich positive Ergebnisse. Gleichzeitig verdoppelte es die Belegschaft und erweiterte die Produktionskapazitäten deutlich. Der Vertrieb umfasst Märkte in Frankreich, Italien, Spanien und Portugal, zudem exportiert Cleansort nach Asien und in die USA.
In der Stahlindustrie müssen feuerfeste Innenauskleidungen von Gefäßen regelmäßig erneuert und anschließend durch Erwärmung getrocknet werden. Das Ingenieurbüro Bierkämper aus Hamm hat mit dem elektrischen Heizsystem „eMould“ ein Verfahren entwickelt, das den Energiebedarf um rund 40 Prozent senken kann und zugleich die Prozessdauer spürbar reduziert. In der Anfangsphase plant das Unternehmen mit einer Produktion von rund 1,5 eMould-Anlagen pro Jahr und einem Umsatz von etwa 750.000 Euro; später soll die Kapazität steigen. Erste große Stahlunternehmen haben bereits Interesse gezeigt.
Die Agroisolab GmbH aus Jülich zählt heute zu den führenden Anbietern Europas für die Bestimmung der geografischen Herkunft von Lebensmitteln und agrarischen Rohstoffen mit stabilen Isotopenanalysen. Das Unternehmen hat über 150 Referenzdatenbanken geschaffen, die Produkte aus aller Welt rückverfolgbar machen, und gehört inzwischen zu den größten und angesehensten Isotopenlaboren Europas. Weil Transparenz und Vertrauen in globalen Lieferketten immer wichtiger werden, wächst der internationale Markt für solche Laboranalysen deutlich.
Die Analyse stützte sich auf eine umfassende Literaturrecherche und gezielte Interviews mit den einzelnen Projekten. Darauf basierend schätzte das Projektteam ein, wie wirtschaftlich tragfähig die Lösungen sind und wie sich die Nachfrage künftig entwickeln könnte.
Weitere Informationen auf der Webseite des DBU
Projektteam: Patrick Bechhaus, Tim Bichlmeier, Jannis Lambert, Max Willinghöfer
Stand: 30.04.2026
Prinzipal
Projektleiter
Prognos unterstützt das nordrhein-westfälische Umweltministerium bei der Organisation, Durchführung und Etablierung der weltweit ersten Fachausstellung für die Klimaanpassungswirtschaft.
Der Bericht zeigt: Die Branche ist leistungsfähig und systemrelevant – ihr weiteres Potenzial hängt jedoch von stabilen Marktbedingungen und verlässlichen Rahmenbedingungen ab.
Prognos unterstützt das Umweltbundesamt dabei, die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie mit konkreten Maßnahmen, Prioritäten und einem belastbaren Monitoringsystem zu unterfüttern.
Wie gut ist Deutschland aufgestellt, um den Übergang zu einer Circular Economy zu gestalten? Für die Bertelsmann Stiftung untersuchten wir, mit welchen Ideen und Themen Deutschland die Transformation vorantreibt.
Prognos erstellt im Auftrag des Bundesumweltministeriums den GreenTech-Atlas 2025. Dieser liefert einen umfassenden Überblick über die Querschnittsbranche der Umwelttechnik und Ressourceneffizienz.
In den vergangenen Jahren hat Europa seine starke Position im globalen Markt für Clean-Energy-Technologien behauptet, steht jedoch vor wachsendem Wettbewerb. Im Auftrag der EU-Kommission untersuchten wir die Wettbewerbsfähigkeit dieser Technologien.
Wie gut hilft die EU-Kohäsions- und Strukturpolitik dabei, den grünen Wandel in Europa voranzutreiben? Diese und anderen Fragen untersuchten wir gemeinsam mit COWI, Milieu und CSIL im Auftrag der Europäischen Kommission (DG REGIO).
Für einen Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft unterstützt Prognos die Europäische Kommission bei der Umsetzung des European Fair Transition Observatory (EFTO).
Prognos entwickelte für Eurostat eine Methodik zur regelmäßigen Datenerhebung für den europäischen Environmental Goods and Services Sector (EGSS).
Die Peer2Peer Communities sind ein Netzwerk von Vertreterinnen und Vertretern regionaler und nationaler Behörden aus allen EU-Mitgliedstaaten. Kürzlich übernahm Prognos das Management der Circular Economy Community.
Wir vereinen Wirtschaftsforschung und Strategieberatung für tragfähige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere belastbaren Daten, präzisen Analysen und wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ermöglichen faktenbasierten Fortschritt – finanziell unabhängig, politisch neutral.