Effekte und Wirkung von GreenTech-Förderungen

Auftraggeber

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Jahr

laufend


Die ökologische Transformation der Wirtschaft entscheidet sich nicht an Visionen, sondern an wirksamen Technologien. GreenTech-Innovationen versprechen genau das: messbare Umweltentlastung bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Entscheidend ist, ob und wie diese Wirkung tatsächlich eintritt.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert innovative Projekte, die zum Schutz der Umwelt und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen – mit Fokus auf den Mittelstand. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen zu etablieren, Impulse zu setzen und eine breite Wirkung zu erzielen.

Für die DBU analysieren wir in kompakten Steckbriefen die ökonomischen und ökologischen Effekte ihrer geförderten GreenTech-Projekte. Dabei bewerten wir auch die Zukunftschancen der Innovationen. 

Fünf Projekte – fünf Steckbriefe

ÖKOTEC

ÖKOTEC hat sich vom spezialisierten Ingenieurbüro zum Vorreiter für datenbasiertes Energiemanagement entwickelt. Mit der Software EnE­ffCo® unterstützt das Unternehmen industrielle und gewerbliche Betriebe dabei, ihren Energieverbrauch in Echtzeit transparent zu machen und systematisch zu reduzieren. Das Ergebnis: messbare Einsparungen, geringere Emissionen und ein wachsendes internationales Einsatzfeld trotz herausfordernder Marktbedingungen.  

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NATURA 2000 

Das europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ ist einer der größten Bausteine des Natur- und Artenschutzes in Europa. Doch die Betreuung der Flächen erfordert Fachwissen, das bisher nur wenige Spezialistinnen und Spezialisten mitbringen. Ein vom BUND Thüringen entwickelter E-Learning-Kurs, gefördert von der DBU, bündelt Wissen, vermittelt es praxisnah und reagiert auf den steigenden Bedarf. Der Kurs verbessert langfristig das Management der Schutzgebiete. 

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Cleansort GmbH 

Die Cleansort GmbH aus Rösrath hat ein innovatives Trennverfahren entwickelt, das mithilfe einer laserbasierten Echtzeitanalyse Metallschrott besonders effizient nach Legierungen recycelt. Aktuell laufen fünf Anlagen. Im Jahr 2025 konnte das Unternehmen seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr nahezu vervierfachen und erzielte zugleich positive Ergebnisse. Gleichzeitig verdoppelte es die Belegschaft und erweiterte die Produktionskapazitäten deutlich. Der Vertrieb umfasst Märkte in Frankreich, Italien, Spanien und Portugal, zudem exportiert Cleansort nach Asien und in die USA.  

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Bierkämper GmbH 

In der Stahlindustrie müssen feuerfeste Innenauskleidungen von Gefäßen regelmäßig erneuert und anschließend durch Erwärmung getrocknet werden. Das Ingenieurbüro Bierkämper aus Hamm hat mit dem elektrischen Heizsystem „eMould“ ein Verfahren entwickelt, das den Energiebedarf um rund 40 Prozent senken kann und zugleich die Prozessdauer spürbar reduziert. In der Anfangsphase plant das Unternehmen mit einer Produktion von rund 1,5 eMould-Anlagen pro Jahr und einem Umsatz von etwa 750.000 Euro; später soll die Kapazität steigen. Erste große Stahlunternehmen haben bereits Interesse gezeigt. 

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Agroisolab

Die Agroisolab GmbH aus Jülich zählt heute zu den führenden Anbietern Europas für die Bestimmung der geografischen Herkunft von Lebensmitteln und agrarischen Rohstoffen mit stabilen Isotopenanalysen. Das Unternehmen hat über 150 Referenzdatenbanken geschaffen, die Produkte aus aller Welt rückverfolgbar machen, und gehört inzwischen zu den größten und angesehensten Isotopenlaboren Europas. Weil Transparenz und Vertrauen in globalen Lieferketten immer wichtiger werden, wächst der internationale Markt für solche Laboranalysen deutlich. 

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Unsere Vorgehensweise 

Die Analyse stützte sich auf eine umfassende Literaturrecherche und gezielte Interviews mit den einzelnen Projekten. Darauf basierend schätzte das Projektteam ein, wie wirtschaftlich tragfähig die Lösungen sind und wie sich die Nachfrage künftig entwickeln könnte.   

Links und Downloads

Weitere Informationen auf der Webseite des DBU

Projektteam: Patrick Bechhaus, Tim Bichlmeier, Jannis Lambert, Max Willinghöfer

Stand: 30.04.2026 

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