Standortfaktor für die Region: Wirtschaftliche Bedeutung der Messe Frankfurt

Auftraggeber

Messe Frankfurt GmbH

Jahr

2025

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Die Messe Frankfurt ist einer der weltweit führenden Messeplätze Deutschlands. Als Marktplatz für Ausstellende und Besuchende hat sie einen großen wirtschaftlichen Einfluss auf Frankfurt und darüber hinaus. Die zunehmende Digitalisierung, Klimaschutzmaßnahmen oder geopolitische Konflikte stellen die Messewirtschaft vor Herausforderungen, da sie das Verhalten von Besuchenden und Ausstellenden verändern können. 

Im Auftrag der Messe Frankfurt haben wir die wirtschaftliche Bedeutung der Messe für den Standort und darüber hinaus untersucht. Die Studie bestimmt den wirtschaftlichen Beitrag der Messe Frankfurt, der durch Veranstaltungen in einem durchschnittlichen Messejahr (Messezyklus 2024/25) entsteht. 

Frankfurt profitiert am stärksten, vor Hessen und den anderen Bundesländern

Die Kernergebnisse der Studie sind:

  • Veranstaltungen auf dem Gelände der Messe Frankfurt lösen direkte, indirekte und induzierte Umsätze in Deutschland insgesamt in Höhe von rund 3,7 Milliarden Euro aus.
  • Am stärksten profitiert die Stadt Frankfurt mit Umsatzeffekten von über 2,1 Milliarden Euro, gefolgt vom übrigen Land Hessen mit weiteren 577 Millionen Euro und den sonstigen Bundesländern mit rund einer Milliarde Euro.
  • Um die mit der Messe verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten durchzuführen, sind insgesamt gut 30.000 Beschäftigte nötig – mehr als die Hälfte davon in Frankfurt.
  • Dienstleistungen rund um die Messewirtschaft wie die Vermietung oder der Bau von Messeständen sowie das Gastgewerbe vor allem in Frankfurt profitieren am stärksten.
  • Im übrigen Hessen schafft die Messe weitere knapp 4.800 Arbeitsplätze.
  • Andere Bundesländer profitieren mit weiteren rund 8.300 Jobs, die von Veranstaltungen auf dem Gelände der Messe Frankfurt abhängen.
  • Die wirtschaftlichen Aktivitäten führen zu Steuereinnahmen in Höhe von 667 Millionen Euro. Die Stadt Frankfurt profitiert mit 45 Millionen Euro, das verbleibende Bundesgebiet durch Landes- und Bundessteuern mit weiteren 622 Millionen Euro.

Vergleich zur Vorgängerstudie

  • Die Anzahl an Ausstellenden und Besuchenden hat sich nach dem Einbruch durch die Corona-Pandemie deutlich erholt – liegt aber unter dem Niveau der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2017.
  • Die Ausgaben sowohl der Besuchenden als auch der Ausstellenden liegen über dem damaligen Niveau. Im Durchschnitt gibt ein Aussteller im Messezyklus 2024/25 rund 62.000 Euro aus, Besuchende durchschnittlich rund 815 Euro.
  • Die Stadt Frankfurt profitiert im Vergleich zur Vorgängerstudie etwas stärker von den Veranstaltungen der Messe Frankfurt, das Land Hessen etwas geringer. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass die Stadt Frankfurt ihre Übernachtungskapazitäten ausgebaut hat.

Unsere Vorgehensweise

Kern der Studie sind Befragungen zum Ausgabeverhalten von Ausstellenden und Besuchenden bei ausgewählten Veranstaltungen. Diese dienten dazu, den Ausgabenimpuls im Rahmen dieser Veranstaltungen an der Messe Frankfurt zu bestimmen. Über wissenschaftlich fundierte Input-Output-Modellrechnungen haben wir regional und überregional direkte, indirekte und induzierte jährliche wirtschaftliche und fiskalische Effekte quantifiziert. Die Studie aktualisiert und ergänzt bestehende Berechnungen aus dem Jahr 2017.

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Zur Executive Summary (PDF)

Pressemitteilung der Messe Frankfurt

Zur Übersicht der Studienreihe „Messewirtschaft im Blick“

Projektteam: Jakob Ambros, Silvia Golm, Renke Janshen, Fabian Malik, Dr. Andreas Sachs, Hauke Toborg, Eva Willer 

Stand: 04.12.2025

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