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Potenzial der Kreislaufwirtschaft für die ländliche Entwicklung

Auftraggeber

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Jahr

2023


Die Kreislaufwirtschaft kann den Weg zu einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise ebnen – aber wie kann sie gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung in ländlichen Regionen beitragen? Diese Frage untersuchte Prognos im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Kreislaufwirtschaft als Modell für die ländliche Entwicklung

Unsere Untersuchungen zeigen: Ländliche Regionen sind motoviert, mit den verfügbaren Ressourcen kreativ umzugehen und die systemische Kreislaufwirtschaft als neues Entwicklungsmodell zu nutzen.

Viele deutsche und europäische Regionen, die vom Strukturwandel betroffen sind, befinden sich bereits in einem Transformationsprozess. Sie ermöglichen durch ihre Offenheit für neue Lösungen, dass Chancen für eine zirkuläre Wirtschaftsentwicklung entstehen. So kann Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum etabliert werden.

Damit der Weg in eine nachhaltige Wirtschaftsweise im ländlichen Raum gelingt, müssen folgende Aspekte gegeben sein:

  • Strategien, zur übergeordneten Planung und Zieldefinitionen unter Einbezug aller relevanten Akteursgruppen und an den regionalen Potenzialen orientiert
  • Wissen über regional vorhandene Potenziale und spezifische Ressourcen (Stoffströme und Know-How) sowie methodisch-technisches Transformationswissen
  • Koordination & Vernetzung, um einen Überblick über regionale Aktivitäten und Interessen zu haben, Akteurinnen und Akteuren durch Vernetzung zu stärken sowie langfristigere, regionale Strategien voranzutreiben und Aktivitäten zu initiieren
  • Investitionen & Finanzierung, um Strategieprozesse und (Pilot)Projekte umzusetzen sowie Infrastrukturen bereitzustellen
  • Gesetzlicher Rahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, um Anreize zu schaffen, rechtliche Hürden zu minimieren

Zudem erläutern wir in der Studie Handlungsempfehlungen für die regionale Umsetzungsebene sowie die unterstützenden Ebenen: die nationale und europäische Politik. So zeigen wir auf, wie die genannten Bedarfe gedeckt und damit u. a. durch verstärkte Koordination zwischen den Ebenen, durch Kapazitätsaufbau und Wissenstransfer sowie Kreislaufwirtschafts-Initiativen in ländlichen Räumen gestärkt werden können.

Unsere Vorgehensweise

Prognos führte unter anderem Politikfeldanalysen, Literaturrecherchen, Interviews und Workshops durch. Zunächst haben wir den Begriff „systemische Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum“ definiert. Auf dieser Basis analysierten wir Treiber und Hemmnisse der systemischen Kreislaufwirtschaft. Es ging um die Frage, welche räumlichen Faktoren ausschlagendgebend sind, um eine systemische Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum zu etablieren. Die Erkenntnisse validierten wir in einem dritten Schritt anhand von zwölf Fallbeispielen – fünf in Deutschland und sieben in EU-Mitgliedstaaten.

Links und Downloads

Auf der Website von region-gestalten.bund.de finden Sie:

Abschlusspublikation (PDF)

Fallbeispiele und weitere Informationen

Definitionsverständnis der systemischen Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum


Projektteam: Hanne Hagedorn, Romy Kölmel, Nadja Schütz, Katharina Wilkskamp

Stand: 31.08.2023

Neuigkeiten aus dem Projekt

Konferenz: Systemische Kreislaufwirtschaft als Treiber ländlicher Entwicklung

-
| Event

Prognos und das IfLS führen das Forschungsvorhaben „Region gestalten“ durch. Erkenntnisse des Projektes werden auf der Abschlussveranstaltung in Berlin vorgestellt.

Wissensforum Region gestalten

| Event

Katharina Wilkskamp spricht im Fachforum Regionaler Strukturwandel zu Potenzialen der Kreislaufwirtschaft.

Online-Konferenz: Potenziale der Kreislaufwirtschaft für die ländliche Entwicklung

| Event

Hanne Hagedorn moderiert die Konferenz zum Forschungsvorhaben „Region gestalten“. Katharina Wilkskamp und Daniel Gehrt sind mit mehreren Vorträgen im Programm vertreten.

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Katharina Wilkskamp

Projektleiterin

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Hanne Hagedorn

Projektleiterin

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