Regionale Arbeitslandschaften – Update 2026

Auftraggeber

vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Jahr

2026


Der Arbeitsmarkt der Zukunft entsteht nicht erst morgen. Er zeigt sich schon heute in den Regionen: Während Betriebe vielerorts dringend Personal suchen, sorgen demografisch ungünstige Entwicklungen für ein zunehmendes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage von Fachkräften. Die Frage lautet längst nicht mehr, ob Engpässe kommen, sondern wo und in welchen Berufen sie besonders stark ausfallen.  

Unsere Studie für die vbw zu regionalen Arbeitslandschaften zeigt: Auch bei schwacher wirtschaftlicher Entwicklung bleiben Arbeitskräfte- und Fachkräfteengpässe in Bayern bis 2035 bestehen. Treiber ist vor allem der demografische Wandel.

Die Studie aktualisiert die zentralen Ergebnisse unserer Analyse zur Arbeitslandschaft aus dem Jahr 2023 und ergänzt diese um verschiedene Nachfrageszenarien. Sie zeigt, wie sich Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften bis 2035 in allen 96 bayerischen Kreisen und kreisfreien Städten entwickeln – differenziert nach 36 Berufshauptgruppen.

Deutliche regionale und berufsspezifische Unterschiede prägen den Arbeitsmarkt

  • Im Basisszenario zeigen die Berechnungen für Bayern bis zum Jahr 2035 sowohl einen Rückgang der Nachfrage als auch des Angebots an Arbeitskräften.
  • Bis 2035 klafft in Bayern eine rechnerische Arbeitskräftelücke von rund 290.000 Personen, weil das Angebot stärker sinkt als die Nachfrage.  
  • In den meisten Berufshauptgruppen entstehen künftig Engpässe, während rechnerische Überangebote selten und gering bleiben.  
  • Regionale Unterschiede fallen erheblich aus: Besonders starke Engpässe treffen ländliche Kreise Nordbayerns, während Ballungsräume vergleichsweise stabil bleiben.  
  • Selbst im Negativszenario mit schwächerer Wirtschaft bestehen weiterhin Engpässe, weil der demografische Rückgang das Arbeitskräfteangebot stärker verringert als die Nachfrage.  
  • Die Spannweite regionaler Ungleichgewichte zeigt sich am Beispiel der Verkaufsberufe – sie reicht von Überangeboten bis zu zweistelligen Engpassquoten.  

Die Ergebnisse machen deutlich: Wer Fachkräfteengpässe früh erkennt, kann gezielt gegensteuern. Entscheidend bleibt ein breites Maßnahmenpaket – etwa um vorhandene Arbeitskräftepotenziale besser zu nutzen, die Erwerbsbeteiligung zu erhöhen oder gezielt Zuwanderung zu fördern.  

Unsere Vorgehensweise

Die Analyse stützt sich auf amtliche Statistiken und das Prognos-eigene Fachkräftemodell. Zunächst berechneten wir branchenspezifische Arbeitskräftebedarfe und übertrugen sie auf Berufe.  

Neben einem Basisszenario entwickelten wir ein Positiv- und ein Negativszenario, um verschiedene wirtschaftliche Entwicklungen und Unsicherheiten abzubilden. Ergänzend modellierten wir das zukünftige Arbeitskräfteangebot unter Berücksichtigung der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung.  

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Zur Vorgängerstudie

Weitere Informationen auf der Webseite der vbw

Projektteam: Markus Hoch, Philipp Kreuzer

Stand: 24.06.2026 

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Philipp Kreuzer

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