Die Entwicklung des
Arbeitsmarktes in Bayern

Auftraggeber

vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Jahr

2023


Trends wie die Digitalisierung, der demografische Wandel oder die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen führen zu spürbaren Veränderungen auf dem bayerischen Arbeitsmarkt. Die Anforderungen an Qualifikationen verändern sich – ein Trend, der ganz Deutschland betrifft. Aber wird das Angebot an qualifizierten Fachkräften die Nachfrage decken? Und wie sieht es in den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten Bayerns aus? Diesen Fragen ging Prognos im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. für den Freistaat Bayern nach.

Nord-Süd-Gefälle bei der Arbeitsmarktentwicklung

Die Ergebnisse der Szenariorechnungen von Prognos zeigen für Bayern bis zum Jahr 2035:

  • Rückgang der Nachfrage (-2,0 Prozent) nach und des Angebotes (-5,2 Prozent) an Arbeitskräften
  • deutliche Arbeitskräfteengpässe in 26 der 36 untersuchten Berufshauptgruppen
  • deutliches Nord-Süd-Gefälle: überdurchschnittlicher Rückgang beim Arbeitskräfteangebot vor allem in ländlichen Kreisen in Nordbayern

Teilweise offenbaren sich erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten. Jedoch ist für keinen der Kreise oder kreisfreien Städte im Jahr 2035 ein deutliches Überangebot an Arbeitskräften zu erwarten.

Mögliche regionale Ungleichgewichte im Vorfeld erkennen

Die jüngste Prognos-Studie aus der Reihe „Arbeitslandschaften“ für Bayern ist mehr als eine Aktualisierung der Kernergebnisse der Arbeitslandschaftsstudie aus dem Jahr 2022. Betrachtet wurden erstmals das künftige Arbeitskräfteangebot und die Nachfrage nach Arbeitskräften auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte Bayerns. Hierbei wurde nach einzelnen Berufshauptgruppen differenziert. Ziel war es, mögliche regionale Ungleichgewichte möglichst detailliert aufzuzeigen, um frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Unsere Vorgehensweise

Datenbasis für die Berechnungen bilden unter anderem umfassende Auswertung der regionalen Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Anhand der Logiken des bewährten Fachkräftemodells der Prognos wurde darauf aufbauend ein Szenario für die Entwicklung des Angebots und der Nachfrage nach Arbeits- und Fachkräften in den einzelnen Kreisen berechnet. Der Saldo dieser Entwicklungen zeigt die resultierenden Arbeitskräfteungleichgewichte auf Ebene von einzelnen Berufshauptgruppen. Für die Auswertung der umfassenden Datenmenge wurden den Leserinnen und Lesern in Form eines Webmagazins interaktive Abbildungen zur Verfügung gestellt.

Links und Downloads

Zur Studie (Webmag, vbw-bayern.de)

Vorgängerstudien

Projektteam: Dr. Michael Böhmer, Leilah Dismond, Markus Hoch, Philipp Kreuzer, Miriam Lovis

Stand: 10.08.2023

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Dr. Michael Böhmer

Managing Partner | Chefvolkswirt

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Markus Hoch

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Philipp Kreuzer

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