Indikatoren
für gleichwertige Lebensverhältnisse

Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Jahr

2025

Partner

Verian, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung


Gemeinsam mit Verian (vorher Kantar Public) und dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung untersuchte Prognos im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz den Stand und die Fortschritte bei der Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen in Deutschland.

Kernergebnisse der Studie

  • Indikatoren zur Lebensqualität: Aus über 157 Indikatoren wurden 42 zentrale ausgewählt, die vier Bereiche abdecken: Wirtschaft & Finanzen, Gesellschaft, Infrastruktur & öffentliche Dienstleistungen sowie Umwelt & Klima. Diese Auswahl ermöglichte eine präzise Analyse der Lebensverhältnisse in Deutschlands Regionen.  
  • Regionale Unterschiede: Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen deutschen Regionen wie Ost und West, Nord und Süd, ländlich und städtisch. So liegt die Arbeitslosenquote in Ostdeutschland höher, während Westdeutschland höhere Medianlöhne verzeichnet. Diese Gegensätze spiegeln sich auch in Lebensqualität, Kriminalitätsrate und Zugang zu Dienstleistungen wider.  
  • Konvergenzprozess: Trotz der Unterschiede nähern sich die Lebensverhältnisse an. Für 27 der 38 analysierten Indikatoren konnte ein Konvergenzprozess empirisch bestätigt werden.  
  • Demografische Herausforderungen: Demografische Faktoren prägen die Lebensverhältnisse stark. Ländliche Regionen kämpfen mit Abwanderung und Überalterung, während Städte unter Wohnraummangel und überlasteter Infrastruktur leiden.  
  • Teilhabe und Chancengleichheit: Subjektives Wohlbefinden hängt eng mit objektiven Lebensbedingungen zusammen. Menschen in strukturschwachen Regionen bewerten ihre Lebensverhältnisse oft schlechter und empfinden weniger Gerechtigkeit. Laut Umfrage halten nur 22 Prozent der befragten Personen die Verhältnisse für fair, im Osten liegt dieser Anteil noch niedriger.  
  • Subjektive Lebenszufriedenheit: Die Umfrage zeigt überwiegend eine positive Lebenszufriedenheit. In ländlichen Regionen fühlen sich die Menschen sicherer und zufriedener mit ihrer Wohnsituation als in Städten. Die finanzielle Lage der Haushalte beeinflusst die Zufriedenheit maßgeblich. 

Unsere Vorgehensweise

Prognos führte die Analyse auf regionaler Ebene in 400 Kreisen und kreisfreien Städten über einen längeren Ex-Post-Zeitraum von fünf bis zehn Jahren durch, sodass regionale Besonderheiten im Zeitverlauf beobachtet werden konnten.

Die deutschlandweiten Ergebnisse wurden anschließend in einen europäischen Vergleich gesetzt, um Veränderungen in übergeordnete Trends (wie demografische Entwicklungen, Strukturwandelprozesse etc.) einordnen zu können.

Der Beschreibung im Rahmen des entwickelten Indikatorensets wurde einer Wahrnehmung der Lebensrealität aus Sicht der Bevölkerung gegenübergestellt. Verian ermittelte über eine breit angelegte Umfrage – ebenfalls auf regionaler Ebene – wie Bürgerinnen und Bürger Aspekte gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland wahrnehmen und einschätzen.

Die Ergebnisse beider Vorhaben dienen der Ableitung von politischen Handlungsempfehlungen.

Außerdem flossen die Ergebnisse der Analyse in den Gleichwertigkeitsbericht 2024 der Bundesregierung ein.

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Zur Partnerstudie

Weitere Informationen (Webseite des BMWE)

Projektteam: Holger Bornemann, Dr. Stefan Moog, Bernhard Wankmüller

Stand: 11.08.2025

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Holger Bornemann

Partner, Direktor

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Bernhard Wankmüller

Projektleiter | Wirtschaft & Regionen

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