Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (vormals Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)
2025
ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Mit der Corona-Pandemie erlebten Deutschland und viele Staaten der Welt eine kurzfristig eintretende Krisensituation. Diese zog drastische gesundheitspolitische Maßnahmen nach sich. Die monatelangen Lockdowns zur Pandemiebekämpfung wirkten sich unmittelbar auf das soziale und wirtschaftliche Leben aus. Veränderter Konsum und unterbrochene Lieferketten führten zu massiven Umsatzeinbußen bei Unternehmen. Insbesondere Kleinstunternehmen, Mittelstand und Soloselbstständige waren auf Grund geringer Liquiditätsreserven hiervon betroffen.
Um die Folgen der Maßnahmen für die Wirtschaft zu begrenzen, beschloss die Bundesregierung verschiedene Hilfsprogramme. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE, vormals BMWK) evaluieren wir zusammen mit dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Wirkung der sogenannten „Corona-Wirtschaftshilfen“.
Der erste Teil der Evaluation, der nun vorliegt, zieht insgesamt ein positives Fazit: Die „Corona-Wirtschaftshilfen“ haben einen Beitrag geleistet, um die Existenz von gesunden Unternehmen zu sichern und damit mittelfristig die Wirtschaft zu stabilisieren. Dies war eine wichtige Voraussetzung für eine schnelle Erholung nach der Pandemie, die sich allerdings mit einer neuen Krise konfrontiert sah: dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und daraus resultierend drastisch steigenden Energiekosten. Die Evaluation formuliert Empfehlungen für eine Verbesserung der Hilfsmaßnahmen in zukünftigen Krisensituationen.
Die Corona-Wirtschaftshilfen umfassten eine Vielzahl von Instrumenten, darunter:
Hinsichtlich Zielerreichung, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Unterstützungsmaßnahmen kommt die Evaluation zu folgenden Ergebnissen.
Zielerreichung
Die Corona-Wirtschaftshilfen…
Wirksamkeit
Die Corona-Wirtschaftshilfen haben im Verbund mit anderen Maßnahmen von Bund und Ländern unmittelbar zur Stabilisierung der Wirtschaft beigetragen. Die positiven Effekte auf die Liquidität und die niedrige Zahl der Unternehmensschließungen können dem Gesamtpaket der Hilfsprogramme, nicht aber einzelnen Maßnahmen zugeschrieben werden.
Wirtschaftlichkeit
Trotz der insgesamt positiven Bilanz identifizierte die Evaluation auch Bereiche für Verbesserungen. Für zukünftige Krisen sollten folgende Erkenntnisse in die Gestaltung von Unterstützungsmaßnahmen einfließen:
Die Evaluation basiert auf einem breiten empirischen Instrumentarium, das qualitativ und quantitative Ansätze verknüpft. Hierzu gehören:
Zur Studie (PDF)
Zur Berichterstattung des BMWE (Webseite BMWE)
Projektteam: Michael Astor, Shayan Beland, Dr. Eva Dantas, Jan Limbers, Rahel Reemtsma, Dr. Andreas Sachs, Isabel Schöfl, Jan Tiessen
Stand: 24.09.2025
Partner, Direktor
Für die Hamburg Messe und Congress GmbH untersuchen wir die wirtschaftlichen Effekte der Hamburger Messerveranstaltungen für die Hansestadt selbst und ganz Deutschland.
Geopolitische Spannungen erschweren den Welthandel. Welche Chancen können für Österreich durch sogenannte Verbindungsländer entstehen? Dieser Frage geht Eva Willer in einem Artikel für die Wirtschaftspolitischen Blätter nach.
Arbeitsplätze, Steuern und Co.: Für die Messe München untersuchten wir die direkten, indirekten und induzierten Effekte der Veranstaltungen der Messe München in München, Bayern und Deutschland.
Wie beeinflussen Messen die regionale und gesamtdeutsche Wirtschaft? Das zeigt unsere Studienreihe im Auftrag des AUMA und einzelner Messestandorte.
Welche Rolle spielt der Export für die verschiedenen Regionen Bayerns und welche Zukunftsperspektiven leiten sich daraus ab? Diesen Fragen gingen wir für den Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) nach.
Die CCRI fokussiert die Umsetzung einer Circular Economy in europäischen Städten und Regionen. Prognos begleitet die Initiative als Projektpartner im dazugehörigen Coordination and Support Office.
Für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt untersutchen wir, wie die von ihr geförderten GreenTech-Projekte ökologisch sowie ökonomisch wirken und welche Potenziale sie entfalten.
Prognos unterstützt das nordrhein-westfälische Umweltministerium bei der Organisation, Durchführung und Etablierung der weltweit ersten Fachausstellung für die Klimaanpassungswirtschaft.
Der Bericht zeigt: Die Branche ist leistungsfähig und systemrelevant – ihr weiteres Potenzial hängt jedoch von stabilen Marktbedingungen und verlässlichen Rahmenbedingungen ab.
Die Debatte über hohe Spritpreise greift zu kurz. Dr. Michael Böhmer warnt vor den gesamtwirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs in seiner aktuellen Kolumne für Table.Media.
Wir vereinen Wirtschaftsforschung und Strategieberatung für tragfähige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere belastbaren Daten, präzisen Analysen und wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ermöglichen faktenbasierten Fortschritt – finanziell unabhängig, politisch neutral.