Messen im Zeitalter von KI

Auftraggeber

AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.

Jahr

2025


Wie verändert künstliche Intelligenz (KI) die Messewirtschaft in Deutschland? Wo bietet KI Potenziale, welche Anwendungen werden bereits eingesetzt und welche Entwicklungen gewinnen in den kommenden Jahren an Bedeutung? 

Im Auftrag des Verbands der deutschen Messewirtschaft (AUMA) haben wir mithilfe von innovativen, KI-basierten Methoden den Einsatz und die Potenziale von KI in der Messebranche untersucht. Die Studie gibt Orientierung in einer komplexen und dynamisch wachsenden KI-Landschaft und zeigt zukünftige Entwicklungspfade auf.

KI in der Messebranche weit verbreitet

Umfragen bei Akteurinnen und Akteuren der Messewirtschaft zeigen:

  • Die Messebranche steht kurz vor dem Sprung in die breite Akzeptanzphase, in der KI ein Standardfeature ist. Das zeigt sich nicht nur in der KI-Affinität der Besucherinnen und Besucher sowie der Aussteller, sondern auch im Einsatz von KI in Arbeitsbereichen von Messeveranstaltern.
  • KI ist bereits weit verbreitet und wird in den kommenden Jahren in vielen weiteren Anwendungsbereichen zunehmend eingesetzt werden. 70 Prozent der Befragten nutzen bereits KI-Anwendungen in ihrem Arbeitsbereich
  • Die Messebranche sieht KI klar als Chance: 72 Prozent der Messeveranstalter betrachten KI als Chance, während weniger als vier Prozent sie als Risiko wahrnehmen.
  • Zugleich gilt KI auch als Herausforderung: Drei Viertel der Befragten sehen in der Integration von KI-Anwendungen und Prozessen Herausforderungen, die die Messebranche im kommenden Jahr beeinflussen wird. Zentral ist dabei die Identifikation relevanter Anwendungsfälle.

Analyse von KI-Anwendungsfeldern

Die Studie identifiziert insgesamt 79 KI-Anwendungsfelder, die in der Messewirtschaft genutzt werden können. Ein Beispiel ist die KI-gestützte Textgenerierung. Die Studie bewertet und ordnet die Anwendungsfelder nach Potenzial und Reifegrad. Daraus entsteht ein klares Bild: KI ist in der Breite angekommen, doch ihr strategischer Einsatz steht erst am Anfang.

Zentrale Ergebnisse der Studie sind Potenzial-Aufwand-Matrizen und ein Technologiegrad. So lassen sich unter den 79 KI-Anwendungsfeldern sogenannte „Quick Wins“ und „Wichtige Projekte“ identifizieren. Die Analyseergebnisse liefern eine umfassende, anwendungsorientierte Informationsbasis.

Zukunftsbilder für eine KI-getriebene Messewelt

Der letzte Teil der Studie schaut auf Messen in einer zunehmend KI-getriebenen Welt. Auf Basis der Erkenntnisse werden vier Zukunftsbilder entwickelt, die zum Denken anregen und mögliche Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven reflektieren sollen: 

  • Messen als Dateninseln: Lokale KI als Effizienzbooster
  • Erlebnis-Messe 4.0: Spielplatz für die Sinne
  • KI-Plattform & App-Marktplatz: Messe als Ökosystembetreiber
  • Always-On Hybridplattform: Messe als dauerhafte, vernetzte Plattform

Für alle Zukunftsbilder gilt: Im Zentrum aller Entwicklungen bleibt der Mensch. KI kann Begegnungen nicht ersetzen, aber verbessern. Sie hilft, Inhalte relevanter, Abläufe effizienter und Kontakte gezielter zu gestalten. Die Messe der Zukunft wird dadurch persönlicher: smarter organisiert, individueller erlebbar, datengetriebener ausgewertet und dennoch geprägt von direkter Interaktion und Vertrauen.

Unsere Vorgehensweise

Wir nutzten innovative Methoden (insbesondere KI), um die Bedeutung von KI für Messen zu identifizieren und darzustellen. 

  • Zentraler Ausgangspunkt der Analyse ist die Technologiedatenbank von Prognos. In ihr sind weit über 100.000 Technologien abgegrenzt.
  • Mithilfe des InSciT-Tools von Prognos wurden die Technologien KI-basiert entlang ihrer Relevanz für Messen bewertet und verdichtet.
  • Eine Big-Data-Analyse auf Basis der „Mentions API“ ergänzte die Analyse zur Identifikation und Bewertung von KI-Anwendungsfeldern.
  • KI-gestützt haben wir auf Basis von Deep-Research-Analysen und Reasoning-Verfahren die Potenziale der KI-Anwendungsfelder eingeschätzt und Zukunftsbilder entworfen.
  • Expertenumfragen halfen die Publikumserwartungen sowie Potenziale und Aufwände von KI-Anwendungsfeldern einzuschätzen.
  • Die KI-Affinität von Messeveranstaltern und Besuchenden haben wir auf Basis einer Online-Umfrage untersucht.

Links und Downloads

Zur Studie (PDF)

Mehr Informationen auf der AUMA-Webseite

Projektteam: Jakob Ambros, Dr. Georg Klose, Maximilian Schall, Christian Schoon, Johanna Thierstein, Dr. Jan Trenczek

Stand: 24.11.2025

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Dr. Jan Trenczek

Senior Projektleiter, Leitung Corporate Services

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Jakob Ambros

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