Gute Kitas für eine starke Wirtschaft

Auftraggeber

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Jahr

2025

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Eine gesicherte und qualitativ hochwertige Kindertagesbetreuung kommt der Volkswirtschaft zugute. Denn die Arbeitskräfte von heute sind, sofern sie Kinder haben, von Kitaplätzen abhängig. Und die Arbeitskräfte der Zukunft gehen jetzt in eine Kita – oder eben nicht. 

Aber wie gesichert sind die positiven Effekte? Und wovon hängen sie ab? Diesen Fragen sind wir im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in einer Studienanalyse nachgegangen.

Wie Kitas unsere Wirtschaft stärken

Die aktuellen nationalen und internationalen Studien kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass die (Volks-)Wirtschaft signifikant von einer guten und gesicherten Kindertagesbetreuung profitiert. Die wichtigsten Ergebnisse: 

  • Kinder, die eine (qualitativ hochwertige) Kindertagesstätte besuchen, erreichen voraussichtlich einen höheren Bildungsabschluss und erzielen dadurch ein höheres Lebenseinkommen. Der Effekt wird auf etwa 27.000 Euro pro Kind beziffert.
  • Das gilt besonders für Kinder aus einkommensschwachen Familien und Familien mit Migrationshintergrund.
  • Der Rechtsanspruch und der Ausbau der Kindertagesbetreuung stärken die Erwerbstätigkeit von Müttern; Teilzeitbeschäftigte weiten ihre Arbeitszeiten aus. Ganztagsangebote verstärken den Effekt.
  • Auch die Qualität der Betreuung kommt der Erwerbstätigkeit von Müttern zugute. Kriterien sind der Betreuungsschlüssel, die Gruppengröße, die angebotenen Aktivitäten und die Einbindung der Eltern.
  • Besonders wirksam sind regionale Angebote der Kindertagesbetreuung, nah am Wohn- oder Arbeitsort der Eltern.
  • Investitionen in Kitas führen (längerfristig) volkswirtschaftlich zu einem positiven Kosten-Nutzen-Ergebnis. 

Was die Familienpolitik tun kann

Daraus ergeben sich für die Politik unter anderem folgende Handlungsempfehlungen:

  • Für Eltern ist ein regionales Betreuungsangebot mit kurzen Anfahrtswegen sehr wichtig. Dies sollte bei Planungen angesichts des in Ostdeutschland abnehmenden Betreuungsbedarfs und kostengetriebener Zusammenlegungen von kleinen Einrichtungen berücksichtigt werden.
  • Platzangebot und Betreuungsschlüssel sollten bedarfsgerecht sein. Zu große Kitagruppen schrecken vor allem Eltern mit Kindern unter drei Jahren ab.
  • Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund und niedrigem Bildungsabschluss sollten in der Kindertagesbetreuung mehr berücksichtigt werden; hier ist der größte Nutzen zu erwarten.
  • Die Datenlage und die Kommunikation zur (Bildungs-)Qualität der Betreuung sollten ausgebaut und verbessert werden, um Vorbehalte bei Eltern abzubauen und sinnvoll investieren zu können. 

Wie wir vorgegangen sind

Für die Studie haben wir folgende Vorgehensweise gewählt: 

  • Systematische europaweite Studienrecherche in der Fachliteratur der letzten 15 Jahre
  • Kriteriengeleitete Auswahl von 25 Studien
  • Systematische Studienanalyse und Exzerpterstellung
  • Prüfung von Parametern für ein Modell zur Berechnung kurz-, mittel- und langfristiger ökonomischer Effekte von Kindertagesbetreuung
  • Schlussfolgerungen für die politische Diskussion und Handlungsempfehlungen

Links und Downloads

Zur Expertise (PDF)

Mehr Informationen (Webseite BMFSFJ)

Projektteam: Jakob Ambros, Dr. Dagmar Weßler-Poßberg, Eva Willer

Stand: 13.02.2025

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Ihr Kontakt bei Prognos

Dr. Dagmar Weßler-Poßberg

Partnerin, Leitung Gesellschaftspolitik

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Jakob Ambros

Projekleiter

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