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Anschlussevaluation der
Familienleistungen in NRW

Auftraggeber

Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI)

Jahr

2024


Welche Rolle spielen digitale Angebote in der Familienbildung, Familienberatung und Familienpflege? Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie auf die Arbeit dieser sozialen Dienste? Das haben wir im Auftrag des Familienministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) untersucht. 

Digitale Angebote gewinnen in der Familienbildung und Familienberatung an Bedeutung

Die Ergebnisse der Evaluation zeigen: 

  • Die Pandemie hat zu einem deutlichen Anschub für die digitale Ausstattung in den Einrichtungen geführt. Die Einrichtungen der Familienbildung und Familienberatung sind gut gerüstet für digitale Angebote. 
  • Das Personal in den Einrichtungen ist überwiegend positiv auf den digitalen Wandel eingestimmt. Es besteht jedoch noch Fortbildungsbedarf für bestimmte Formate. 
  • Die Verbreitung von digitalen Angeboten in der Familienbildung und Familienberatung hat zugenommen. Für bestimmte Themen, Formate und Zielgruppen eignen sich digitale Bildungs- oder Beratungsangebote ähnlich gut oder sogar etwas besser als Präsenzangebote. Die digitalen Angebote werden die Präsenzangebote aber nicht ersetzen.
  • Die Arbeit der Familienpflege zeichnet sich dadurch aus, dass sie nah am Menschen und in den Familienhaushalten stattfindet. Dennoch zeigen sich Ansätze, wie digitale Techniken die Familienpflege unterstützen können. 

Unsere Vorgehensweise

Die landespolitischen Leistungen Familienbildung, Familienberatung und Familienpflege wurden jeweils für sich und in ihrer Gesamtheit evaluiert. Zur Gewinnung von Erkenntnissen sind unterschiedliche Methoden der empirischen Sozialforschung zum Einsatz gekommen. In quantitativen Online-Befragungen wurden standardisierte Daten erhoben. Diese Datenerhebungen wurden durch Fachgespräche und Fokusgruppen ergänzt. Auf Grundlage der Erhebungen wurden Empfehlungen in verschiedenen Handlungsfeldern formuliert.

Zum Hintergrund der Evaluation

Von 2018 bis 2020 hat Prognos eine Gesamtevaluation der familienpolitischen Leistungen des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Dabei standen Familienbildung, Familienberatung und Familienpflege als Dienste der sozialen Infrastruktur im Untersuchungsfokus. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeit der sozialen Dienste waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. 

Das Landesfamilienministerium hat Prognos daher mit einer Anschlussevaluation beauftragt, um zu untersuchen, wie sich die Arbeit von Familienbildung, Familienberatung und Familienpflege verändert und welche Chancen die Digitalisierung dafür bietet.

Links und Downloads

Zusammenfassung Anschlussevaluation (PDF)

Endbericht Anschlussevaluation Familienberatung (PDF)

Endbericht Anschlussevaluation Familienbildung (PDF)

Endbericht Anschlussevaluation Familienpflege (PDF)

Evaluation der Familienleistungen NRW 2018-2020

Projektteam: Nina Altmann, Dr. David Juncke, Johanna Nicodemus

Stand: 17.04.2024

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Dr. David Juncke

Partner, Leitung Familienpolitik

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Johanna Nicodemus

Projektleiterin

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