Human Frontier Science Program Organization
2026
Digital Science
Von Molekülen und Zellen bis zu komplexen Ökosystemen: Die Biowissenschaften erforschen das Leben in all seinen Formen und auf allen Ebenen. Sie verbinden verschiedene Disziplinen wie Biologie, Biochemie und Genetik.
Um die Biowissenschaften voranzubringen, wurde das Human Frontier Science Program (HFSP) ins Leben gerufen. Dieses multilaterale, durch die EU und acht weitere Länder finanzierte Programm unterstützt originelle Forschungsprojekte, die die komplexen Mechanismen lebender Organismen analysieren.
Prognos und Digital Science haben das Programm umfassend evaluiert. Untersucht wurden die beiden zentralen Förderinstrumente: die Postdoktoranden-Stipendien und die Förderungen für internationale Forschungsteams. Ziel war es, den wissenschaftlichen Mehrwert des Programms, seine internationale Bedeutung und seinen Beitrag zu Forschung und Innovation zu bewerten.
Das Programm setzt auf internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Forschende aus Biologie, Physik, Mathematik, Chemie, Informatik und Ingenieurwissenschaften aus aller Welt bündeln ihr Wissen, um gemeinsam an innovativen Projekten zu arbeiten.
Die Evaluation zeigt: Das HFSP nimmt weltweit eine besondere Rolle ein. Gefördert werden Projekte, die bewusst wissenschaftliche Risiken eingehen, etablierte Denkweisen hinterfragen und neue Forschungsfelder erschließen.
Viele der geförderten Vorhaben wären ohne die Unterstützung des HFSP gar nicht oder nur in deutlich kleinerem Umfang möglich gewesen. Dies gilt besonders für internationale und interdisziplinäre Projekte, die in anderen Förderprogrammen oft schwer finanzierbar sind.
Die wichtigsten Ergebnisse
Die Evaluation zeigt zudem, dass Forschende aus HFSP-Projekten überdurchschnittlich häufig wissenschaftliche Spitzenleistungen erzielen. Viele Geförderte erhalten später renommierte Forschungspreise oder hochkompetitive Anschlussförderungen. In den vergangenen 35 Jahren gingen 31 Nobelpreise an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zuvor durch das HFSP gefördert wurden.
Gleichzeitig wirkt das Programm weit über die Wissenschaft hinaus. Neue Methoden, Konzepte und Technologien aus den geförderten Projekten bilden die Grundlage für spätere Entwicklungen in Medizin, Biotechnologie und anderen Zukunftsfeldern.
Für die Evaluation kombinierten Prognos und Digital Science quantitative und qualitative Methoden. Dazu gehörten bibliometrische Analysen, internationale Vergleichsstudien, Befragungen von Geförderten, Interviews, Fallstudien sowie Gespräche mit Gutachterinnen und Gutachtern und Vertretungen der Mitgliedstaaten.
Prognos verantwortete die qualitativen Analysen. Im Mittelpunkt standen die Karrierewege der Geförderten sowie die Frage, wie internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit wissenschaftliche Spitzenleistungen ermöglicht.
Zur Evaluation (EN, PDF)
Zu weiteren Informationen zum HFSP (EN)
Projektteam: Michael Astor, Jakobus Jaspersen, Isabel Schöfl, Dr. Thomas Stehnken, Miguel Wahle
Stand: 10.09.2026
Prinzipal
Partner, Direktor
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