Zurück zur Projektübersicht

Regionale Informationen zum Klimahandeln

R2K-Klim+: Start der übergreifenden Begleitforschung

Auftraggeber

Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW)

Jahr

2021

R2K-Klim+ ist Teil der Förderrichtlinie „RegIKlim“ (REGionale Informationen zum KLIMahandeln). Im Projekt wird ein Entscheidungsunterstützungssystem erstellt, um sich in Duisburg und entlang des Rheins an den Klimawandel anzupassen. Prognos unterstützt das Projekt seit August 2019 noch bis Juni 2023 durch verschiedene Modellierungen: Wie werden sich Güterverkehr und Regionalwirtschaft in Zukunft unter den Folgen des Klimawandels verändern? Das Konsortium wird vom Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW) der RWTH Aachen geleitet.

Die Hintergründe

Eine Grundvoraussetzung für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie die allgemeine Stärkung der Klimaresilienz von Wirtschaft, Gesellschaft, Ökosystemen und Infrastrukturen ist die Verfügbarkeit von verlässlichen Informationen für die regionalen und überregionalen Akteurinnen und Akteure: Wie werden sich Klimaveränderungen lokal und regional auswirken? Welche Folgen sind mit diesen Klimawirkungen verbunden? Welche Möglichkeiten und Handlungsoptionen für eine Anpassung bestehen? Wie kann die Klimaresilienz von Wirtschaft, Gesellschaft, Ökosystemen und Infrastrukturen lokal gestärkt werden?

Bisher sind diese Informationen noch nicht ausreichend verfügbar bzw. den Akteurinnen und Akteuren noch unbekannt. Hier setzt die BMBF-Fördermaßnahme „Regionale Informationen zum Klimahandeln (RegIKlim)“ an: entsprechendes Wissen generieren und Akteurinnen und Akteuren zur Verfügung stellen. Diese sollen befähigt werden, eigenständig und vorausschauend Anpassungsmaßnahmen durchführen zu können. In insgesamt acht über Deutschland verteilten Forschungsprojekten wird in der Fördermaßnahme die Basis für eine verlässliche Informationsgenerierung als Fundament von Entscheidungsprozessen sowie zielgerichteten Anpassungsstrategien und -maßnahmen geschaffen. Während sich die einzelnen Projekte bereits am Beginn der Umsetzungsphase befinden, starten am 22. und 23. März 2021 mit einem Workshop offiziell die übergreifenden Arbeiten und Begleitforschungen.

Spätestens das Niedrigwasser von 2018 und der zu beobachtende und sich zukünftig eher weiter verstärkende trockene Trend hat es allen gezeigt: der Umgang mit dem Rhein als DER logistischen Lebensader in Europa wird sich nachhaltig verändern“, sagt Oliver Lühr, der das Projekt bei Prognos leitet.

Prognos unterstützt das Projekt R2K-Klim+ im Konsortium, das vom Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW) der RWTH Aachen geleitet wird. Unsere Expertinnen und Experten untersuchen die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels für Duisburg sowie das Rheineinzugsgebiet. Im Fokus steht, die sich verändernden Güterverkehrsströme und -beziehungen zu modellieren und dabei die regionalwirtschaftlichen Folgen aufzuzeigen: Was passiert, wenn die Niedrigwasserereignisse am Rhein länger anhaltenden und häufiger auftreten.

Weitere Informationen zur RegIKlim- Fördermaßnahme (Website FONA)

Weitere Informationen zum R2K-Klim+-Projekt (Website R2K-Klim)

 

Methode

Prognos setzt für diese Berechnungen eine Kombination unserer Güterverkehrsmodelle und des regionalwirtschaftlichen Modells REGINA ein. Die zukünftig zu erwartenden Wasserstände des Rheins werden von unserem Projektpartner mit Hilfe von Klimawandel-Szenarien ermittelt.

Auf dieser Basis berechnen wir die sich verändernden Güterverkehrsstrukturen und -beziehungen sowie Transportkosten. In einem zweiten Schritt werden diese veränderten Parameter wiederum in ein regionalökonomisches Modell eingespeist, sodass auch die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der ausbleibenden bzw. verzögerten Lieferungen entlang der Wertschöpfungsketten abgebildet und quantifiziert werden können. Auf der Grundlage dieser Modellierungen untersucht und entwickelt das Forschungskonsortium mögliche Anpassungsmaßnahmen. Diese können neben den zu erwartenden Kosten auch einen konkreten ökonomischen Nutzen für die Region ableiten (im Sinne der vermiedenen wirtschaftlichen Folgeschäden bzw. Verluste). Außerdem unterstützen die Darstellungen der erwarteten Folgen und möglicher Anpassungsmaßnahmen sowie deren Nut-zen eine transparente Entscheidungsfindung zur Anpassung an den Klimawandel auf regionaler Ebene.

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Oliver Lühr

Principal, Bereichsleiter Umwelt-, Kreislaufwirtschaft und Klimawandel

Profil ansehen

Alexander Labinsky

Projektleiter

Profil ansehen

Lukas Eiserbeck

Berater

Profil ansehen

Unsere Arbeiten zu diesem Thema

Werfen Sie einen Blick in unsere neuesten Projekte und Aktivitäten.

Graue und schwarze Neuwagen stehen auf einem Parkplatz

Mit dem Flottentool zum passenden Antrieb

2021

Mit nur wenigen Klicks den optimalen Antrieb für ein neues Fahrzeug finden. Das Prognos-Flottentool macht es möglich. Für den Landschaftsverband Rheinland aktualisierte Prognos das Instrument.

zwei junge Menschen mit Mund-Nasen-Schutz laufen nebeneinander auf einer leeren Straße

Welche Folgen haben Homeoffice, Schulschließung & Co?

2020

Koordiniert durch Prognos und das Institut der deutschen Wirtschaft haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interdisziplinär ein Papier zu den gesundheitlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise zusammengestellt.

Ein Mann trägt einen Schutzhelm und arbeitet an Solarpanelen

Umweltwirtschaftsbericht 2020

2020

Nordrhein-Westfalen ist weiterhin das führende Bundesland in der Umweltwirtschaft. Dies zeigt der neue Umweltwirtschaftsbericht NRW 2020.

gestapelte Stahlrohre

Klimapolitische Herausforderungen der Stahlindustrie

2020

Mithilfe von Szenarien haben die Studienautoren untersucht, wie die von der EU und der deutschen Bundesregierung angestrebten Ziele zur Verringerung der THG-Emissionen in der Stahlindustrie möglich sind.

Landschaft mit Raps und grünen Feldern

Klima 2030. Nachhaltige Innovationen.

2020

Deutschland und Bayern können als Technologieproduzenten zeigen, dass die erforderliche Transformation hin zur Klimaneutralität gelingen kann und Chancen bietet.

Ein Traktor auf einem grünen Acker aus der Vogelperspektive

Bioökonomie: Potenziale im Rheinischen Revier Rohstoffe und Ernährung

2020

Eine nachhaltige, biobasierte Land- und Ernährungswirtschaft eröffnet Chancen für den Strukturwandel im Rheinischen Revier.

Arbeiter bedient eine elektrische Müllsortierungsanlage

Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020

2020

Der „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020“ gibt einen aktuellen Überblick über die Leistungen, die wirtschaftliche Relevanz sowie die künftigen Herausforderungen der Branche.

zwei Ingenieure begutachten die Solarpanele auf einem Dach

Analyse weltweiter Energiemärkte 2020

2020

Wie entwickeln sich die weltweiten Absatzmärkte für erneuerbare Energien, Energieeffizienz sowie energiebezogene Infrastruktur und Netze? Unsere Analyse für das BMWi.

drei Destillationstürme

Klimaschutzwettbewerbe zur Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes

2020

In Nordrhein-Westfalen fanden im Rahmen des OP EFRE NRW Klimawettbewerbe statt, um Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Klimaschutz anzustoßen. Prognos evaluierte die Wettbewerbe von 2014 bis 2017.

Vogelperspektive auf einen kleinen Pfad in einem Wald

Klimaschutzvereinbarung mit Unternehmen

2020

Im Auftrag des Umweltministeriums Baden-Württemberg entwickelte Prognos das Konzept und begleitende Materialien für das neue Klimabündnis mit baden-württembergischen Unternehmen.

Adobe Stock - CleverStock

Über Prognos

Wir geben Orientierung.

Prognos ist eines der ältesten Wirtschaftsforschungsunternehmen Europas. An der Universität Basel gegründet, forschen Prognos-Expertinnen und -Experten seit 1959 für verschiedenste Auftraggeber aus dem öffentlichen und privaten Sektor – politisch unabhängig, wissenschaftlich fundiert.

Mehr erfahren