Die Zukunft des Vertrauens in digitalen Welten

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Jahr

2022

Partner

Z_punkt


Das Internet, wie wir es heute kennen, hätte ohne die Bereitschaft von Milliarden von Menschen, Vertrauen zu schenken und online zu gehen, nie seinen globalen Siegeszug antreten können. Auch das Internet von morgen wird neue Räume und Kommunikationsmöglichkeiten erschließen. Dies wird aber ebenfalls nur dann geschehen, wenn Menschen auch in Zukunft bereit sind, Vertrauen zu schenken und diese neuen unbekannten Räume zu erkunden.

(Wie) wird Vertrauen in den digitalen Welten von morgen entstehen? Vertrauen wir der Technik oder nur anderen Menschen? Diesen Fragen ging eine Studie des Zukunftsbüros des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), bestehend aus Prognos und Z_punkt, nach.

Unsere Vorgehensweise

Die Studie „Die Zukunft des Vertrauens in digitalen Welten“ untersucht zunächst den wissenschaftlichen Diskurs zum Thema „Vertrauen“ und leitet daraus Schlussfolgerungen für die digitalen Welten von morgen ab. Wie die digitale Sphäre in Zukunft aussehen und wie sich dort Vertrauen bilden könnte, wird in sechs Alltagsgeschichten aus der Zukunft veranschaulicht – sogenannten Future Spotlights.

Kernergebnisse

  • Vertrauen im wissenschaftlichen Sinne meint eine soziale Kulturtechnik, mit der Menschen im Alltag mit Unsicherheiten umgehen. Die Entscheidung zu vertrauen beruht auf individuellen Erfahrungswerten sowie den vermuteten Absichten des Gegenübers.
  • Wir verlassen uns auf Technik, Vertrauen haben wir (oder auch nicht) aber in andere Menschen, also auch in die Menschen, die Technik entwickeln oder technische Angebote machen.
  • In der digitalen Sphäre ist viel mehr Vertrauen notwendig, da das „Gegenüber“ nur virtuell ist – und damit abstrakt bleibt.
  • Die digitalen Welten der Zukunft werden wahrscheinlich viel stärker dreidimensional erlebbar sein. Außerdem werden sie viel mehr Schnittstellen zwischen analoger und digitaler Welt haben als heute. Das Zusammenwirken von neuen Technologien wird die Grenzen von analoger und digitaler Welt weitestgehend verschwimmen lassen.
  • Ein räumliches Web – auch Spatial Web, Web 3.0 oder Metaversum genannt – entsteht. In einem solchen Web könnten sich neue Begegnungsräume und Interaktionsformen bilden, die auch neue Muster und Formen der Vertrauensbildung hervorbringen würden.

Die Studie erscheint als eines von zahlreichen Arbeitsergebnissen des BMBF-Zukunftsbüros im Foresight-III-Prozess. Weitere Forschungsthemen waren beispielsweise die Entgrenzung von Biologie und Technologie oder die Zukunft von Wertvorstellungen in Deutschland. Zusätzlich finden Workshops und ähnliche Arbeits- und Dialogformate statt, in denen verschiedene Akteure, wie etwa Bürgerinnen, Bürger oder Zukunftsforschende, sich vielfältig mit Vorausschau beschäftigen. Das Zukunftsbüro wird von Prognos und Z_punkt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung betreut.

Links und Downloads

Kurzfassung der Studie (PDF)

Weitere Infos auf der BMBF-Webseite

Projektteam: Anna Hornik, Dr. Christian Grünwald, Daniel Bonin, Jan Reichert, Marie-Kristin Komendzinski, Julian Sachs, Holger Glockner, Michael Astor

Stand: 12. August 2022

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