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Strategische Vorausschau

Zukunftsbüro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Auftraggeber

BMBF

Jahr

laufend

Partner

Z_punkt


„Auch wenn die Zukunft ungewiss ist, können wir traghafte Zukunftsbilder schon heute gestalten und Ziele setzen.“
Dr. Elena Aminova

Welche technologischen Entwicklungen werden in den nächsten Jahren Realität? Welche Chancen und welche Risken sind damit verbunden? Der Foresight-III-Prozess ist ein Instrument der Strategischen Vorausschau, das für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Orientierungshilfe bietet.

Foresight startete 2019 in die dritte Runde

Prognos betreut das Zukunftsbüro im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zusammen mit dem Projektpartner Z_punkt. Das Zukunftsbüro hat zur Aufgabe, systematisch und mit wissenschaftlichen Methoden nach Trends und Themen zu suchen, die in Zukunft von Bedeutung sein könnten. Zudem führt das Zukunftsbüro zu ausgewählten Themenfelder vertiefende Studien durch. Die Ergebnisse der Vorausschau bieten auch den Bürgerinnen und Bürgern eine Orientierungshilfe für mögliche Zukünfte. Für die Strategische Vorausschau (Foresight III) hat das BMBF zudem einen Zukunftskreis berufen, der sich aus Foresight-Expertinnen und -Experten und ausgewiesenen Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammensetzt.

Aufgabe des Zukunftskreises ist es, Themenvorschläge zu initiieren, darauf aufsetzende vertiefende Foresight-Aktivitäten zu begleiten und die Ergebnisse zu vertreten. Das Zukunftsbüro unterstützt diesen Prozess und fungiert als Impulsgeber sowie Foresight-Akteur, u. a. indem es die oben skizzierten Maßnahmen wie Themenscannings, Vertiefungsstudien und Workshops durchführt.

Häufige Fragen zum Vorausschau-Prozess und der Methodik

Was ist Vorausschau und wie unterscheidet es sich von einer Prognose?

Vorausschau beschreibt den zukünftigen Möglichkeitsraum, Prognosen machen konkrete Vorhersagen.

Mit der strategischen Vorausschau sollen auf Basis unterschiedlicher Methoden (qualitativ und quantitativ) mögliche Zukünfte beschrieben und analysiert werden. Die Kernfrage lautet: Wie könnte die Zukunft aussehen? Bei einer Prognose wird dagegen ausgehend von aktuellen Rahmenbedingungen ein fix antizipierter Zustand der Zukunft beschrieben: Wie wird die Zukunft aussehen? Die Vorausschau ist langfristig angelegt und fragt z.B., wie sich technologische oder klimatische Veränderungen auf unser alltägliches Leben auswirken können.

Was ist in diesem Zusammenhang ein Szenario, und wie unterscheidet es sich von Szenarien in anderen Forschungsarbeiten?

Szenarien beschreiben mögliche Zukünfte, die sowohl heute bereits erkennbare Entwicklungspfade aufgreifen als auch disruptive (= sprunghafte) Ereignisse und mögliche Trendbrüche berücksichtigen. Die Entwicklung von Szenarien stützt sich auf eine etablierte und anerkannte Methode und findet als Instrument der Politik- und Strategieberatung ein wichtiges Einsatzfeld. Die Szenarien stützen sich auf einen expertenbasierten, qualitativen Ansatz, der sich auf vorab identifizierte Schlüsselfaktoren stützt. Im Selbstverständnis der strategischen Vorausschau sollen die Szenarien einen breiten Raum von möglichen Realitäten beschreiben.

Was wird durch Szenarien erreicht?

Mit Szenarien sollen Impulse gesetzt werden für den öffentlichen Diskurs zu ausgewählten Zukunftsthemen.

Die in der strategischen Vorausschau des BMBF entwickelten Szenarien sind explorativ angelegt und beschreiben eine breite Palette möglicher zukünftiger (gesellschaftlicher) Realitäten. Sie dienen vor allem dazu, sich mit unterschiedlichen denkbaren Welten auseinanderzusetzen und diese hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen, aber auch wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen zu prüfen.

Welchen Mehrwert und welche Stärken hat diese Methode?

Gerade die Zuspitzung einzelner Entwicklungslinien oder sozialer Phänomene eröffnen der Politik neue Perspektiven. Dies trägt dazu bei, sich aus den etablierten Pfaden zu lösen und für neue Wege der vorausschauenden Politikgestaltung zu öffnen. Die einzelnen Szenarien werden nicht priorisiert und hinsichtlich ihrer Wünschbarkeit bewertet. Sie sollen in Diskussionen Impulse setzen und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs leisten. Gerade Forschungs- und Bildungspolitik muss den Mut haben, sich mit unterschiedlichen und z.T. auch unbequemen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Was kann und soll die Szenarien-Methodik nicht leisten?

Szenarien sind keine Vorhersage der Zukunft und schließen keine Optionen aus, die ggf. weniger wünschenswert sind. 

Welche Ergebnisse werden erzielt, wo finde ich diese Informationen?

Die Ergebnisse werden regelmäßig auf der Projekt-Website (vorausschau.de) vorgestellt: https://www.vorausschau.de/vorausschau/de/home/home_node.html#WasBringtDieZukunft.

In der ersten Studie zur „Zukunft der Wertvorstellungen der Menschen in unserem Land“ wurden zunächst die wesentlichen Einflussfaktoren für die Entwicklung gesellschaftlicher Werte identifiziert und systematisiert. In einem zweiten Schritt wurden sechs Szenarien entwickelt, die unterschiedliche gesellschaftliche Zukünfte beschreiben. Dabei zeigte sich, dass in diesen Zukünften unterschiedliche Wertegruppen dominieren können. Daraus abgeleitet lassen sich Fragen der Offenheit für den Einsatz von Technologien, der Stärke solidarischer Kräfte in der Gesellschaft oder auch des präferierten Wirtschaftsmodells diskutieren und an den verschiedenen Szenarien spiegeln. Für die Politikgestaltung bedeutet dies, sich bewusst mit unterschiedlichen Entwicklungsoptionen auseinanderzusetzen. 

Neuigkeiten aus dem Projekt

Foresight-Team beim Tag der offenen Tür des BMBF

| Event

Foresight-Expertinnen und -Experten informieren zum Prozess der Strategischen Vorausschau und der Arbeit des Zukunftsbüros. Außerdem können Zukunftsszenarien via VR-Brille erlebt werden.

Die Zukunft des Vertrauens in digitalen Welten

2022
| Projekt

Das Internet schafft neue Interaktionsformen, die ohne Vertrauen nicht funktionieren. Vertrauen wir der Technik oder den Menschen? Eine Studie des BMBF-Zukunftsbüros gibt Antworten.

Futures Conference 2022

| Event

Dr. Elena Aminova präsentiert die Studie „Wechselseitige Entgrenzung von Technologie und Biologie“.

VORAUS:schau auf der re:publica 2022

| Event

Foresight-Expertinnen und -Experten informieren über den Prozess der Strategischen Vorausschau und präsentieren mögliche Zukünfte.

Verschiebung der Grenzen von Technologie und Biologie

2022
| Projekt

Künstliche Organe oder humanoide Roboter? Das BMBF-Zukunftsbüro untersuchte, wie sich die Kombination von biologischen und technologischen Systemen künftig entwickeln könnte.

VORAUS:schau live – Q&A zur Zukunft der Bildung

| Event

Am 24. Januar 2022 findet die vierte Folge der Reihe „VORAUS:schau live“ statt. Im Fokus steht an diesem Abend die Zukunft der Bildung.

VORAUS:schau live – Q&A zur Zukunft der Gesundheit

| Event

Bei der dritten Folge „VORAUS:schau live“ am 27. Oktober 2021 steht die Zukunft der Gesundheit im Fokus.

Annual Meeting of the OECD’s Government Foresight Community

| Event

Vom 11. bis 13. Oktober 2021 findet das Annual Meeting of the OECD’s Government Foresight Community statt.

Diskussion einer Foresight-Studie mit Forschungsministerin Anja Karliczek

| Event

Am 13. Oktober diskutiert Michael Astor mit der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek die Foresight-Studie „Auf dem Weg in ein hybrides Zeitalter? Die wechselseitige Entgrenzung von Technologie und Biologie“.

Foresight-Prozess: Alles nur Sciene-Fiction! Oder doch nicht?

| Event

Am 4. Oktober 2021 veranstaltet das Zukunftsbüro im Rahmen des Foresight-III-Prozesses des BMBF eine Online-Veranstaltung zum Thema: „Alles nur Science-Fiction! Oder doch nicht?“.

Foresight-Prozess: Science-Fiction-Workshop

| Event

Wie sieht Deutschland im Jahr 2070 aus? Um diese Frage zu beantworten, veranstaltet das Zukunftsbüro am 1. September 2021 einen Science-Fiction-Workshop im Berliner Futurium.

Foresight-Prozess: Verwertungsworkshop

| Event

In einem Verwertungsworkshop am 19. August werden die Ergebnisse der Vertiefungsstudien „Wechselseitige Entgrenzung“ sowie „Vertrauen in einer vernetzten Welt“ vorgestellt.

VORAUS:schau live – Q&A zeigt Zukunftsvisionen

| Event

Am 22. Juni 2021 startet im Rahmen der Strategischen Vorausschau die Question and Answer-Serie „VORAUS:schau live“. Thema der ersten Folge: die Zukunft der Umwelt.

Workshop „Wie erforscht man die Zukunft?“

| Event

Wie erforscht man etwas, das es noch gar nicht gibt? Das Zukunftsbüro veranstaltet am 29. April einen Onlineworkshop zum Thema „Wie erforscht man die Zukunft?“.

30 Themen, die unsere Zukunft bestimmen könnten

2021
| Aus dem Projekt

Das Zukunftsbüro hat 30 weitere Themenblätter publiziert. Prognos und Z_punkt identifizieren für das Bundesministerium für Bildung und Forschung relevante Zukunftsthemen im Rahmen der Stragetischen Vorausschau.

Foresight Halbzeitkonferenz

| Event

Am 30. März 2021 findet die Foresight Halbzeitkonferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung statt.

Zukunft von Wertvorstellungen der Menschen in unserem Land

2020
| Aus dem Projekt

Das Zukunftsbüro der Strategischen Vorausschau des BMBF, bestehend aus Prognos und Z_punkt, blickt in die Zukunft der Wertvorstellung in Deutschland.

Delphi-Befragung im Foresight-Prozess III

2020
| Aus dem Projekt

Mit welchen langfristigen Folgen und Herausforderungen der Corona-Krise werden wir es in Zukunft zu tun haben? Wie Expertinnen und -experten, Bürgerinnen und Bürger sowie Jugendliche diese Frage beantworten, zeigt die Delphi-Befragung des Zukunftsbüros.

50 Themenblätter zur Zukunft

2020
| Aus dem Projekt

Das Zukunftsbüro sucht systematisch nach Trends und Signalen, um mögliche Zukünfte zu beschreiben. Die ersten 50 spannenden Entwicklungen, die uns die Zukunft bringen könnte, wurden nun in 50 Themenblättern auf den Punkt gebracht.

Zukunftsbüro der Strategischen Vorausschau für das BMBF

2019
| Aus dem Projekt

Prognos stellt in den nächsten 3 Jahren das Zukunftsbüro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und untersucht im Rahmen der Strategischen Vorausschau, wie sich Gesellschaft und Technologien in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren entwickeln.

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Michael Astor

Direktor, Partner

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Dr. Elena Aminova

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