Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
2024
Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verfügen häufig über geringe personelle und finanzielle Ressourcen für Forschung und Entwicklung (FuE). Zusätzlich hat sich das Umfeld vieler KMU seit 2020 aufgrund verschiedener externer Faktoren verändert. Die Unternehmen stehen durch Fachkräftemangel, Inflation, Lieferkettenengpässe und steigende Energiepreise vor zusätzlichen Herausforderungen. Verzögerungen und steigende Kosten beeinträchtigen Innovationsvorhaben.
Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist bereits seit 15 Jahren ein Instrument der marktnahen FuE-Förderung im Förderportfolio des Bundes. Ziel des Programms ist es, die Innovationsleistung von KMU zu stärken.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) evaluierte Prognos gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) das ZIM mit Fokus auf die Förderungen, die nach der seit 2020 gültigen Förderrichtlinie erfolgt sind.
Im ZIM wurden seit 2020 insgesamt rund 14.000 Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit 2,3 Milliarden Euro bewilligt und unterstützt.
Die Evaluation zeigt, dass das ZIM durch die Förderung von nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungskooperationen und Netzwerken besonders als Instrument des Technologietransfers wirkt.
Weitere Ergebnisse sind:
Aufgrund der positiven Effekte der ZIM-Förderung empfiehlt die Evaluation, das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand weiterzuführen. Weiterhin sollten Themenoffenheit, kontinuierliche Antragsstellung und intensive Beratung durch die Projektträger als Erfolgsfaktoren berücksichtigt werden.
Das ZIM sollte hinsichtlich der veränderten Innovationsförderlandschaft nach Einführung der steuerlichen FuE-Förderung als Programm für marktnahen Technologietransfer insbesondere auch FuE-Einsteiger und kleinere Unternehmen als Zielgruppe positionieren.
Die Ergebnisse der Evaluation lieferten wertvolle Impulse für Detailverbesserungen am ZIM.
Die Evaluierung orientierte sich einerseits am verbindlichen Evaluationsplan, der von der Bundesregierung mit der Europäischen Kommission abgestimmt wurde, und anderseits an den Vorgaben der Bundeshaushaltsordnung (BHO), die für eine Erfolgskontrolle von finanzwirksamen Maßnahmen drei Bausteine vorsieht. Diese Bausteine umfassen eine Zielerreichungskontrolle, eine Wirkungskontrolle und eine Wirtschaftlichkeitskontrolle.
Die Zielerreichungskontrolle überprüfte die Erreichung der im Vorfeld definierten Zielsetzungen des Programms (Soll-Ist-Vergleich). Es wurde ebenfalls bewertet, inwieweit die Ziele weiterhin Bestand haben.
Die Wirkungskontrolle untersuchte die Ursächlichkeit der Maßnahmen für die Zielerreichung. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf die Eignung der Maßnahme. Hierbei orientierte sich Prognos am Wirkmodell der Evaluation von 2019, welches dahingehend überprüft wurde, ob vor dem Hintergrund der Modifikationen der Richtlinie Anpassungen erforderlich sind.
Die Maßnahmenwirtschaftlichkeit wurde mit einer Kosten-Nutzen-Analyse untersucht, wobei das Verhältnis zwischen Programmaktivitäten, Programmwirkungen und Programmkosten betrachtet wurde.
Prognos übernahm die Gesamtkoordination der Evaluation, sowie die qualitativen Interviews mit Experten und Expertinnen, die Umfeldanalyse und die Durchführung von Fokusgruppen.
Zum Evaluationsbericht (PDF)
Zur Pressemitteilung des ZIM
Zur Zusammenfassung der Evaluation (PDF)
Weitere Informationen zum ZIM
Projektteam: Michael Astor, Thomas Danneil, Isabel Schöfl, Dr. Thomas Stehnken
Stand: 10.07.2024
Partner, Direktor
Prinzipal
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