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Machbarkeitsstudie für ein Gewerbegebiet
am Autobahnkreuz A2/A39 

Auftraggeber

Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH

Jahr

laufend

Partner

complan Kommunalberatung GmbH


Der Landkreis Helmstedt steht vor der Herausforderung, den Strukturwandel parallel zum schrittweisen Ausstieg aus der Kohle auf den Weg zu bringen. Die Ansiedlung neuer Branchen und der Aufbau neuer Wertschöpfungsketten sind hierfür zentral. Durch die Bereitstellung verkehrsgünstiger Industrie- und Gewerbeflächen möchte der Landkreis dabei von den Entwicklungen in der Region mit seinen prosperierenden Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg profitieren.

Die Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH hat die complan Kommunalberatung und Prognos damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für ein neues Gewerbegebiet am Autobahnkreuz A2/A39 (Landkreis Helmstedt) zu erstellen.

Wirtschaftliche Tragfähigkeit der Flächenentwicklung

Eine zweistufige Machbarkeitsstudie, die sich aus Vorprüfung und Hauptprüfung zusammensetzt, soll den Bedarf, die Entwicklungen des Verkehrs, naturschutzrechtliche Belange, die Wirtschaftlichkeit sowie die Möglichkeiten für die Entwicklung eines nachhaltigen Gewerbegebiets prüfen.

Im Rahmen der Vorprüfung wird die Entscheidungsgrundlage erarbeitet, ob das Vorhaben weiterverfolgt werden kann oder nicht. Prognos ist in diesem ersten Schritt für die Bedarfsprüfung zuständig und berechnet die erwartete Nachfrage nach Gewerbeflächen in der Region.

Vorprüfung abgeschlossen

Die Vorprüfung widmete sich der Bedarfsbegründung, der Mikrostandortbewertung inklusive Verkehr und Verkehrsanbindung, der Flächenverfügbarkeit sowie der Umwelt- und Naturbelange in dem betroffenen Gebiet. Die Ergebnisse der Vorprüfung zeigen:

  • Die Vorprüfung hat zunächst keine K.O.-Kriterien deutlich gemacht, die zu einem negativen Ergebnis und Abbruch der Untersuchung führen.
  • Die Chancen und Möglichkeiten einer gewerblichen Entwicklung überwiegen – der Landkreis Helmstedt kann von der Entwicklung des Areals wirtschaftlich profitieren.
  • Es gibt einen mittel- und langfristigen Bedarf für Industrie- und Gewerbeflächen in der Region.
  • Um die Umsetzung des Projekts und die Vermarktung der Flächen zielgerichtet voranzutreiben, braucht es die umliegenden Gebietskörperschaften wie den Landkreis Wolfenbüttel sowie die Städte Braunschweig und Wolfsburg.

Mit dem positiven Ergebnis der Vorprüfung wird empfohlen, in die Vertiefung zu gehen und die Machbarkeitsstudie fortzuführen. Im Rahmen der Hauptprüfung wird Prognos die regionalwirtschaftliche Machbarkeit des Vorhabens analysieren.

Unsere Vorgehensweise

  • Bedarfsprüfung: Hier prüft Prognos zunächst das Angebot an Gewerbeflächen. Anhand von sekundärstatistischen Analysen und einer Erwerbstätigenprognose bis 2045 wird dann die künftige Nachfrage nach Gewerbeflächen mittels des GIFPRO-Modells (Gewerbe- und Industrieflächenprognose) ermittelt.
  • Prüfung der wirtschaftlichen Machbarkeit: Die regionalwirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse beginnt mit einer Bestandserhebung aller relevanten wirtschaftlichen Kenngrößen. Prognos berechnet einen Gesamteffekt, der sich aus Arbeitsplätzen, Bruttowertschöpfung und fiskalischen Effekten (Einkommensteuer, Gewerbesteuer etc.) ergibt. Die steuerlichen Rückflüsse gehen als Nutzen in die Wirtschaftlichkeitsberechnung ein.

Links und Downloads

Zur Projektseite des Auftraggebers

Zu den Ergebnissen der Vorprüfung (PDF)


Projektteam: Fabian Malik, Markus Mahle, Lukas Röbke

Stand: 29.11.2023

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Fabian Malik

Senior Projektleiter

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