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Strompreisprognose 2024

Auftraggeber

vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Jahr

2024


Trotz eines Preisrückgangs ab 2024 werden die Großhandelsstrompreise mittel- und langfristig weiterhin deutlich über dem Niveau von 2019/2020 liegen. Grund dafür sind höhere Gaspreise und steigende Kosten für Emissionshandelszertifikate, wie unsere Strompreisprognose 2024 für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) zeigt.

Volatilität auf den Strommärkten steigt

Die Dynamik an den weltweiten Energiemärkten ist hoch. Im Vergleich zur Strompreisprognose 2023 ergaben sich dennoch nur leichte Veränderungen:

  • Der Strompreis ist stark von der Entwicklung der Gaspreise abhängig.
  • Die große Bandbreite möglicher Gaspreisentwicklungen erschwert die Prognosen der Entwicklung der Strompreise.
  • Die Schwankungen der Strompreise verstärken sich jedoch auch unabhängig vom Gaspreisniveau. Dies liegt z. B. am Ausbau der Photovoltaik, da die Preise für Sonnenenergie saisonal bedingt variieren (niedrigere Preise im Sommer).
  • Trotz eines Rückgangs der Großhandelsstrompreise ab 2024 liegen die Preise mittel- und langfristig immer noch auf einem höheren Niveau als 2019/2020.
  • Erneuerbare Energien sind die dominierende Erzeugungstechnologie und machen 2030 bereits rund 81 Prozent (Prognose 2023: 83 Prozent) der Nettostromerzeugung aus.
  • Im Vergleich zur Prognose aus dem Jahr 2023 liegen die Preise auf einem ähnlichen Niveau. Geringfügige Veränderungen ergeben sich aus einer etwas niedrigeren Stromnachfrage und einem geringen Zubau an Windkraftanlagen.

Unsere Vorgehensweise

Zur Modellierung der zukünftigen Strommarktpreise wurde das Prognos-Strommarktmodell genutzt. Dieses bildet sämtliche Kraftwerke in Europa ab und modelliert den Dispatch des Großhandelsmarktes auf stündlicher Ebene. Dabei wird sowohl ein Austausch mit dem Ausland als auch eine Deckung der jeweiligen inländischen Last unterstellt.

Für die Großhandelsstrompreise wurde jeweils ein oberer, mittlerer und unterer Preispfad errechnet. Diese basieren auf den entsprechenden Preispfaden bei Erdgas, Steinkohle sowie den EU-Emissionshandelszertifikaten. Den Szenarien liegen Annahmen zum künftigen Stromverbrauch und zur künftig installierten Leistung für die Stromerzeugung zugrunde.

Hinsichtlich weiterer Kenngrößen wie dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Entwicklung der Stromnachfrage haben wir uns an den aktuellen Energie- und klimapolitischen Zielen der Bundesregierung sowie der EU orientiert.

Links und Downloads

Zur Studie (Webseite vbw)

Projektteam: Sven Kreidelmeyer, Aurel Wünsch

Stand: 21.10.2024

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Sven Kreidelmeyer

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