Strompreisprognose 2023

Auftraggeber

vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Jahr

2023


Für die durchschnittlichen Großhandelsstrompreise erwarten wir in den nächsten Jahren weiter deutlich höhere Preise als noch 2019/2020. Grund dafür sind die höheren Gaspreise und die steigenden Preise für die Emissionshandelszertifikate. Im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft haben wir unsere Strompreisprognose aus dem vergangenen Jahr aktualisiert und den Prognosehorizont bis 2050 erweitert. Für die neue Strompreisprognose hat das Prognos-Stromteam drei Szenarien gerechnet.

Die Volatilität auf den Strommärkten wächst

  • Der Strompreis ist stark von der Entwicklung der Gaspreise abhängig.
  • Erneuerbare Energien stellen die dominierende Erzeugungstechnologie dar und machen 2030 bereits rund 83 Prozent der Nettostromerzeugung aus.
  • Die Schwankung der monatlichen Strompreise wird in den nächsten Jahren zunehmen. Das liegt am starken Ausbau der Photovoltaik, wodurch die Saisonalität wächst: Durch eine höhere Stromproduktion im Sommer sind die Preise in den Sommermonaten niedriger als im Winter.
  • Schwankende Gaspreise können die Volatilität auf den Strommärkten noch verstärken.
  • Im Vergleich zur Prognose 2022 liegen die Preise kurzfristig deutlich tiefer. Dies lässt sich insbesondere auf die stark gefallenen Gaspreise zurückführen.
  • Bis 2030 und darüber hinaus liegen die Strompreise allerdings nur geringfügig unter der Prognose des letzten Jahres, da der mittelfristige Gaspreisrückgang bereits in der letzten Prognose antizipiert wurde.

Strompreisprognose auf aktuellem Stand

Die Dynamik an den weltweiten Energiemärkten ist hoch. Daher hat uns die vbw beauftragt, unsere Szenarien zur Entwicklung der Großhandelsstrompreise auf die Rahmenbedingungen im Jahr 2023 anzupassen.

Unsere Vorgehensweise

Zur Modellierung der zukünftigen Strommarktpreise wurde das Prognos-Strommarktmodell  genutzt. Dieses bildet sämtliche Kraftwerke in Europa ab und modelliert den Dispatch des Großhandelsmarktes auf stündlicher Ebene. Dabei wird sowohl ein Austausch mit dem Ausland als auch eine Deckung der jeweiligen inländischen Last unterstellt.

Wir haben einen oberen, einen mittleren und einen unteren Preispfad für die Großhandelsstrompreise errechnet. Diese basieren auf den entsprechenden Preispfaden bei Erdgas, Steinkohle sowie den EU-Emissionshandelszertifikaten. Den Szenarien liegen Annahmen zum künftigen Stromverbrauch und zur künftig installierten Leistung für die Stromerzeugung zugrunde.
Hinsichtlich weiterer Kenngrößen wie des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Entwicklung der Stromnachfrage haben wir uns an den aktuellen Energie- und klimapolitischen Zielen der Bundesregierung sowie der EU orientiert.

Links und Downloads

Zur Strompreisprognose 2023 (Webseite vbw)

Zur Prognose von 2022

Projektteam: Sven Kreidelmeyer und Aurel Wünsch

Stand: 19.07.2023

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Sven Kreidelmeyer

Senior Projektleiter

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