Zurück zur Projektübersicht

Inflation – Mehrbelastung und Entlastung von Familienhaushalten

Auftraggeber

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Jahr

2022

PDF herunterladen

Hintergrund

Seit dem Frühjahr 2021 steigt in Deutschland die Inflationsrate. Diese Entwicklung hat sich seit der Invasion Russlands in der Ukraine, durch die Sanktionen gegenüber Russland und durch die Produktionsausfälle in der Ukraine verstärkt. Mittlerweile hat die Teuerungsrate die 7-Prozent-Marke überschritten; ein Niveau, das zuletzt 1981 erreicht wurde. Zwischen 2010 und 2020 schwankte die Inflationsrate in Deutschland zwischen 0,5 und 2,1 Prozent.

Die aktuelle Aufblähung der Preise führt zu einer finanziellen Mehrbelastung der privaten Haushalte. In welchem Umfang das geschieht, hängt von der Einkommenshöhe und den im Haushalt lebenden Personen ab. Unser Familienpolitik-Team hat die Mehrbelastung für Alleinlebende, Alleinerziehende sowie Paare ohne und mit Kinder analysiert.

Unsere Vorgehensweise

Das Papier zeigt zunächst eine Schätzung der haushaltsspezifischen Mehrbelastungen in absoluten Euro-Beträgen. Die Berechnungen basieren auf Konsumdaten der aktuellen Einkommens- und Verbrauchstichprobe (EVS) aus dem Jahr 2018 und der Entwicklung des Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes aus dem April 2022 im Vergleich zum Vorjahr. Dabei sind vereinfachend Daten für die zentralen Ausgabenbereiche der EVS eingeflossen. Eine Differenzierung nach einzelnen Gütergruppen innerhalb der Ausgabenbereiche fand nicht statt.

Ausgewählte Kernergebnisse

Die absolute monatliche Mehrbelastung privater Haushalte reicht von durchschnittlich 110 Euro im ersten Einkommensquartil bis zu 324 Euro im vierten Einkommensquartil pro Monat. Dabei gilt: Haushalte mit Kindern sind stärker betroffen als Haushalte ohne Kinder. Dieses Muster gilt für ärmere wie reichere Haushalte gleichermaßen.

 

Links und Downloads: Papier enthält alle Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Daten, aufgeschlüsselt nach Einkommensquartilen sowie nach den Haushaltstypen Alleinlebende, Alleinerziehende sowie Paare mit und ohne Kinder, finden sich im unten verlinkten Paper (PDF). Darin enthalten ist zudem eine strukturierte Betrachtung zur Wirksamkeit des Entlastungspakets der Bundesregierung mit Blick auf verschiedene Haushalte.

Inflation – Mehrbelastung und Entlastung von Familienhaushalten (PDF)

 

Weitere Arbeiten in diesem Bereich aus der jüngsten Zeit:

Wie die Kindergrundsicherung gelingen kann

Welche Benachteiligungen Eltern und Pflegepersonen im Arbeitsalltag erfahren

Welche Perspektiven Kinder- und Jugendpolitik im investierenden Sozialstaat haben

 

Projektteam

Leilah Dismond, Dr. Oliver Ehrentraut, Andreas Heimer, Dr. Stefan Moog

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Andreas Heimer

Direktor, Partner

Profil ansehen

Dr. Stefan Moog

Senior Experte

Profil ansehen

Mehr Studien & Projekte zu diesem Thema

Lieferausfall russischen Gases – Folgen für die deutsche Industrie

2022
| Projekt

Ein neues Szenario im Auftrag der vbw zeigt, was Deutschlands Industrie bevorstehen könnte, wenn Russland kein Gas mehr liefert.

Die wirtschaftliche Erfolgsstory Schweiz–EU ist in Gefahr

2022
| Projekt

Ohne Rahmenabkommen laufen die befristeten Abkommen zwischen der EU und der Schweiz nun nach und nach aus. Eine Studie für vbw ermittelte die wirtschaftlichen Folgen.

Inflation: Aktuelle Zahlen zu Mehrbelastung und Entlastung von Familienhaushalten

2022
| Meldung

Eine neue Analyse zeigt, wie stark unterschiedliche Haushaltstypen von inflationsbedingten Mehrbelastungen betroffen sind.

Die Bedeutung der deutschen Wirtschaft für die EU

2022
| Projekt

Durch intensive Handelsbeziehungen mit den EU-Staaten ist die deutsche Wirtschaft ein wichtiger Treiber der Wirtschaftsentwicklung in der EU.

Was für Deutschlands Wirtschaft auf dem Spiel steht, wenn die Welt in Blöcke zerfällt

2022
| Projekt

Unsere neue Kurzanalyse zeigt Auswirkungen der Deglobalisierung auf die deutsche Wirtschaft.

Kurzanalyse „Die Welt danach.“

2022
| Meldung

Was für Deutschlands Wirtschaft auf dem Spiel steht, wenn die Welt in Blöcke zerfällt – das zeigt unsere neue Kurzanalyse, die wir in Kürze veröffentlichen.

Transformationspfade für die deutsche Stahlindustrie

2022
| Projekt

Die Produktion von Primärstahl auf treibhausgasneutrale Verfahren umzustellen – vor dieser Aufgabe steht die Stahlindustrie. Wir haben zwei Szenarien für die Wirtschaftsvereinigung Stahl erstellt.

Auswirkungen von Corona-Tests auf Volkswirtschaft und Gesundheitswesen

2022
| Projekt

Corona-Tests sollen helfen, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Prognos quantifizierte nun den Nutzen der Tests auf Volkswirtschaft und Gesundheitswesen.

Die Versicherungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen

2022
| Projekt

Die Versicherungswirtschaft in NRW hat eine sehr große gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Eine besondere Rolle spielt sie als Treiber der nachhaltigen Transformation.

Omikron für immer?

2022
| Expertise

Die nahende Krankmeldewelle könnte ein bitterer Vorgeschmack auf Deutschlands Zukunft sein. Christian Böllhoff thematisiert im Gastbeitrag auf Spiegel Online Deutschlands Fachkräftemangel.

Über Prognos

Wir geben Orientierung.

Prognos ist eines der ältesten Wirtschaftsforschungsunternehmen Europas. An der Universität Basel gegründet, forschen Prognos-Expertinnen und -Experten seit 1959 für verschiedenste Auftraggeber aus dem öffentlichen und privaten Sektor – politisch unabhängig, wissenschaftlich fundiert.

Mehr erfahren