Resiliente Lieferketten in der EU

Auftraggeber

European Innovation Council and SMEs Executive Agency, European Commission/DG GROW

Jahr

2022

Partner

IMP³ROVE, European Clusters Alliance, InPulse Partners SRL, AgriFood Lithuania, Eurada, Intracto, LOW, VDI/VDE


Unser Auftrag

Anfang Juni 2022 veröffentlichte die European Cluster Collaboration Platform (ECCP) einen Bericht zu den Auswirkungen von Lieferkettenunterbrechungen in der EU. Er zeigte, wie kritisch diese Unterbrechungen für alle 14 industriellen Ökosysteme sind. Daher wurde eine zweite Umfrage konzipiert, in der es zum einen um Lösungen geht, die die Störungen in der Lieferkette abfedern können. Zum anderen ging es um Ansätze, mit denen die Resilienz der Lieferketten innerhalb der EU erhöht werden kann.

Prognos hat die Umfrage „Solutions to Supply Chain Disruptions in the EU“ im Rahmen des ECCP-Projekts konzipiert und umgesetzt. Nun wurde der Bericht zu dieser Erhebung veröffentlicht.

Unsere Vorgehensweise

Die Daten für diesen Bericht stammen aus einer Umfrage, an der insgesamt 336 Personen aus der EU teilnahmen. Der Fragebogen wurde in alle EU-Sprachen übersetzt und zwischen Mai und September 2022 über verschiedene Kanäle verteilt. Vierundfünfzig Prozent der Befragten arbeiten in kleinen und mittleren Unternehmen, 21 Prozent in Cluster-Organisationen sowie 15 Prozent in Großunternehmen. An der Umfrage nahmen Personen aus allen 14 industriellen Ökosystemen teil. Die Mehrheit ist in den drei Ökosystemen Mobilität (Transport- und Automobilindustrie), erneuerbare Energien sowie Gesundheit tätig.

Kernergebnisse

Auswirkungen von Störungen in der Lieferkette:

  • In der EU hatten die drei Ökosysteme Agrar- und Ernährungswirtschaft, Bau sowie Mobilität (Transport- und Automobilindustrie) die größten Verluste zu verzeichnen, sowohl beim Input als auch bei den Marktanteilen
  • Die meisten EU-Unternehmen waren in den vergangenen Jahren von externen Schocks betroffen. Diese schlugen sich in höheren Preisen für das gelieferte Material und für Dienstleistungen nieder und führten zu Lieferverzögerungen
  • Lieferkettenprobleme waren laut der Mehrheit der Befragten am häufigsten in den Bereichen Eingangslogistik, Beschaffung und Produktion zu spüren

Lösungen, um resiliente Lieferketten in der EU aufzubauen:

  • Diversifikation des Lieferantenstamms, Aufbau von Redundanzen (etwa Sicherheitsbeständen) sowie Regionalisierung der Lieferantenbasis
  • Maßnahmen in den Bereichen Human Resources (Weiterbildung und Neueinstellung), Forschung und Entwicklung sowie intelligente Produktionslösungen
  • Finanzielle Hilfe von der EU, damit die Unternehmen neue Technologien entwickeln und neue Produktionskapazitäten aufbauen können
  • EU-Projekte, die die Supply Chain Governance stärken, die Unabhängigkeit von Energie und Ressourcen fördern sowie Innovationsökosysteme unterstützen

Links und Downloads

Zur Studie (PDF, EN, clustercollaboration.eu)

Mehr zu unserer Arbeit in diesem Projekt

Projektteam: Dr. Jan-Philipp Kramer, Lennart Galdiga, Maximilian Welford, Fabian Schmidt

 

Stand: 28.11.2022

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Dr. Jan-Philipp Kramer

Partner, Leitung EU-Services

Profil ansehen

Mehr Studien & Projekte zu diesem Thema

Wirtschaftliche Effekte der Messe Friedrichshafen

2026
| Projekt

In unserer Studie im Auftrag der Messe Friedrichshafen untersuchten wir, was ein durchschnittliches Messejahr an wirtschaftlichen Effekten in der Region und darüber hinaus auslöst.

Studienreihe „Messewirtschaft im Blick“

laufend
| Projekt

Wie beeinflussen Messen die regionale und gesamtdeutsche Wirtschaft? Das zeigt unsere Studienreihe im Auftrag des AUMA und einzelner Messestandorte.

Die Deutschen arbeiten zu wenig. Oder doch nicht?

2026
| Expertise

Dr. Michael Böhmer analysiert in seiner neuesten Kolumne im CEO.Table die Debatte um die Arbeitszeit in Deutschland. Er erklärt, warum Appelle ins Leere laufen und das Erwerbspotenzial nur mit Anreizen besser ausgeschöpft werden kann.

Monitoring und Weiterentwicklung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie

laufend
| Projekt

Prognos unterstützt das Umweltbundesamt dabei, die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie mit konkreten Maßnahmen, Prioritäten und einem belastbaren Monitoringsystem zu unterfüttern.

Wirkungsanalyse des European Innovation Act

laufend
| Projekt

Europa hat eine starke Forschung, aber zu wenig Markterfolg. Der European Innovation Act soll das ändern, strukturelle Hemmnisse abbauen und dadurch Innovation in der EU spürbar stärken. Prognos und Partner unterstützen bei der Erarbeitung.

Dossier: Präsenzveranstaltungen in der KKW

2026
| Aus dem Projekt

Präsenzveranstaltungen sind das Herz der Kultur‑ und Kreativwirtschaft. Unser neues Dossier zeigt, wie zentral diese Veranstaltungen für die Branche, und weit darüber hinaus, wirklich sind.

Deutsche Innovationskraft in der Circular Economy

2026
| Projekt

Wie gut ist Deutschland aufgestellt, um den Übergang zu einer Circular Economy zu gestalten? Für die Bertelsmann Stiftung untersuchten wir, mit welchen Ideen und Themen Deutschland die Transformation vorantreibt.

GreenTech-Atlas 2025

2025
| Projekt

Prognos erstellt im Auftrag des Bundesumweltministeriums den GreenTech-Atlas 2025. Dieser liefert einen umfassenden Überblick über die Querschnittsbranche der Umwelttechnik und Ressourceneffizienz.

Dossier: Kreative Strategien im Modedesign

2026
| Aus dem Projekt

Unser neues Dossier zeigt, wie Modedesign gesellschaftliche Trends in marktfähige Produkte übersetzt und neue Perspektiven für die Kultur- und Kreativwirtschaft eröffnet.

Müttererwerbstätigkeit gegen Fachkräftemangel: Das Potenzial von Müttern nutzen

2026
| Expertise

48 Prozent der Mütter mit Kindern unter zwölf Jahren wären bereit, mehr zu arbeiten, wenn die betrieblichen Bedingungen besser wären. Wir zeigen, wie Unternehmen dieses Potenzial ausschöpfen können.

Über Prognos

Wir vereinen Wirtschaftsforschung und Strategieberatung für tragfähige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere belastbaren Daten, präzisen Analysen und wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ermöglichen faktenbasierten Fortschritt – finanziell unabhängig, politisch neutral.

Mehr erfahren