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Wärmewende

Die Energiewende im Wärmebereich

Auftraggeber

Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Jahr

laufend

„Eine Umstellung der Wärme- und Kälteversorgung auf erneuerbare Energien und Energieeinsparung sind die zentralen Säulen zum Erreichen der deutschen Klimaziele. “
Nils Thamling, Senior Projektleiter

Die Energiewende im Wärmebereich wirft viele technologische, ökonomische und juristische Fragen auf. Das von der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) und vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) initiierte Projekt „Wärmewende: Die Energiewende im Wärmebereich“ soll Antworten zur Umsetzung der Wärmewende liefern.

Prognos koordiniert das Projekt, für das sechs namhafte Institute und Rechtsberater beauftragt wurden: Prognos, ifeu, Öko-Institut, IER der Uni Stuttgart, Becker Büttner Held und Stefan Klinski.

Die zentralen Säulen der Klimapolitik sind Energieeffizienz, Energieeinsparung und die erneuerbaren Energien. Eine umfassende Dekarbonisierung unserer Volkswirtschaft kann nur dann erreicht werden, wenn der verbleibende Wärme- und Kältebedarf über emissionsarme und -freie Technologien gedeckt wird. Dies zeigen alle relevanten Zukunftsszenarien zur Energiewende.

Wie sollen die Klimaziele erreicht werden?

Die Politik fördert erneuerbare Energien im Wärmemarkt bereits über diverse Instrumente. Von zentraler Bedeutung sind aktuell vorwiegend haushaltbasierte Förderprogramme, ordnungsrechtliche Vorgaben sowie ein breites Angebot an Beratung und Information. Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung aus dem Jahr 2019 ist eine Weiterentwicklung der drei Säulen der Klimapolitik. Ergänzt wird es durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), das eine Bepreisung von Treibhausgasen im Wärme- und Verkehrsbereich vorsieht.

Mit dem im Mai 2021 aktualisierten Klimaschutzgesetz wurden die mittel- und langfristigen Klimaschutzziele der Bundesregierung weiterverschärft. Angestrebt wird nun die Treibhausgasneutralität bis spätestens 2045.  

„Die Wärmewende steht vor der Tür und ist notwendig für den Klimaschutz“, so Prognos-Projektleiter Dominik Rau. Noch ist offen, ob die Anpassungen der politischen Maßnahmen ausreichen werden, um die Treibhausgasziele im Jahr 2030 zu erreichen und gleichzeitig den Weg für die bis spätestens 2045 angestrebte Treibhausgasneutralität zu ebnen.

Vor diesem Hintergrund soll mit dem Projekt ein aktuelles Zielbild für Wärme aus erneuerbaren Energien entwickelt und mit den bestehenden Instrumentarien abgeglichen werden. Basis hierfür sind vorliegende Studien und Szenarien. Auf den Ergebnissen aufbauend sollen dann mögliche neue Instrumente zur Erreichung dieses Zielbildes konzipiert werden. Das Projekt leistet weiterhin die wissenschaftliche Begleitung des Stakeholder-Dialogs „Klimaneutrale Wärme“.

Weitere Infos zum Dialog „Klimaneutrale Wärme“ (BMWi)


Neuigkeiten im Projekt

18.08.2021 | Dialog klimaneutrale Wärme 2045: Ergebnispapier

Das Ergebnispapier aus diesem Dialog verschafft einen Überblick über die identifizierten Bausteine und Handlungsfelder, die für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 erforderlich sind. Dabei wird deutlich, welche Instrumente und Maßnahmen von den Teilnehmern übereinstimmend als notwendig erachtet werden, aber auch, wo unterschiedliche Positionen bestehen.

Das Papier geht von den zentralen Entscheidungen für die Wärmewende in dieser Legislatur aus. Dazu gehören die Einführung des CO2-Preises für Wärme und Verkehr, der Kohleausstieg und die neue Möglichkeit, energetische Sanierungen steuerlich abzuschreiben. Weitere Instrumente sind die Aufstockung der Förderung für die energetische Sanierung und erneuerbare Energien im Wärmebereich sowie die Senkung der EEG-Umlage. Das Ergebnispapier stellt aber auch klar, dass weitere Maßnahmen erforderlich sind, um das ambitionierte Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045 zu erreichen.


Dialog „Klimaneutrale Wärme“: Ergebnispapier (BMWi)

Weitere Infos beim bfee

26.02.2021 | Erster Dialog Wärmewende gestartet: Zielbild, Bausteine und Weichenstellungen

„Über die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland geht auf das Heizen von Häusern und Büros sowie die Wärmeversorgung von Gewerbe und Industrie zurück. Die Wärmewende ist daher entscheidend für das Gelingen der Energiewende“, erläutert Prognos-Projektleiter Dominik Rau.

Das Bundeswirtschaftsministerium möchte den Transformationsprozess gemeinsam mit den Akteuren des Wärmemarktes beschreiten und startete daher im Februar 2021 einen Dialogprozess. Diskutiert wurden insbesondere folgende zentrale Fragen: Wie kann eine klimaneutrale Wärmeversorgung 2050 und der Weg dorthin aussehen? Was kann die Bundesregierung tun, um diesen Prozess zu beschleunigen? Wie können Planungsprozesse für eine klimaneutrale Wärmeversorgung auf kommunaler, Landes- und Bundesebene aussehen? Wie können Player aus verschiedenen Sektoren zusammengebracht werden und welche Aggregatoren sind notwendig?

Ein Impulspapier  stellte die technologischen Optionen vor. In verschiedenen Szenarien wurde skizziert, wie mit diesen Möglichkeiten Klimaneutralität im Wärmesektor erreicht werden kann. Hierzu gehören strombasierte Wärmepumpen, strombasierte Brennstoffe wie grüner Wasserstoff, energieeffiziente Wärmenetze, Erdgas und eventuell auch Biomasse.

Dialog „Klimaneutrale Wärme“: Zielbild, Bausteine und Weichenstellungen 2030/2050

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Nils Thamling

Senior Projektleiter

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Projektleiter

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