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Chancen für Kinder in Familien mit kleinen Einkommen verbessern

Blickpunkt: Kinderarmut bekämpfen

Auftraggeber

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Jahr

2017

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Viele Kinder in Deutschland sind von Armut bedroht. Ein Policy Paper der Prognos AG für das Bundesfamilienministerium fasst die Ursachen zusammen – und benennt Gegenmaßnahmen.

Rund 2,8 Millionen Kinder sind in Deutschland armutsgefährdet. Das heißt, sie leben in Familien, deren Haushaltseinkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt.

Welche Faktoren das Armutsrisiko von Kindern erhöhen und mit welchen Ansätzen Hilfeleistungen weiterentwickelt werden können – diese Erkenntnisse hat die Prognos AG in einem Policy Paper für das Bundesfamilienministerium prägnant zusammengefasst.

Das Armutsrisiko hängt stark mit dem Familientyp zusammen: So sind 44 Prozent der Haushalte von Alleinerziehenden armutsgefährdet – ihr Armutsrisiko ist damit mehr als viermal so hoch wie das von Paarfamilien mit einem oder zwei Kindern. Ebenfalls überdurchschnittlich gefährdet sind Mehrkindfamilien und Familien mit Migrationshintergrund. Maßgeblich ist jedoch das Erwerbseinkommen der Eltern: Wenn beide Eltern arbeiten, ist das Armutsrisiko sehr gering.

Eine der wichtigsten Maßnahmen gegen die Armutsgefährdung ist die Subventionierung der Kinderbetreuung: Sie senkt das Armutsrisiko bei Paarfamilien um 12 Prozentpunkte und bei Alleinerziehenden um 19 Prozentpunkte.

Besonders wirksam fördert die Subventionierung der Kinderbetreuung die Erwerbstätigkeit der Mütter. Sie unterstützt sie darin, eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Ohne subventionierte Kinderbetreuung wären 100.000 Mütter mit Kindern zwischen einem und drei Jahren nicht erwerbstätig.

Zum Policy Paper (PDF)

Zur Meldung des Bundesfamilienministeriums

Autor:

Andreas Heimer

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Andreas Heimer

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