Zurück zur Projektübersicht

Digitalisierung als Rahmenbedingung für Wachstum – Update 2017

Auftraggeber

Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw)

Jahr

2017

Als PDF anzeigen

Die Digitalisierung in Deutschland hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten maßgeblich zum Wirtschaftswachstum beigetragen.

So war – zwischen 1996 und 2014 – der Einsatz digitaler Produkte und Produktionsprozesse pro Jahr rechnerisch für 0,5 Prozentpunkte der durchschnittlichen Wachstumsrate der deutschen Bruttowertschöpfung verantwortlich.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Prognos AG für die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). Die Untersuchung aktualisiert die Ergebnisse zweier Vorgängerstudien aus 2015 und 2013 und erweitert den Analysezeitraum um zwei Jahre. Zudem wird erstmals der Wachstumsbeitrag der Digitalisierung in insgesamt fünf weiteren Ländern analysiert und mit der Entwicklung in Deutschland verglichen.

Der internationale Vergleich zeigt, dass in einzelnen Ländern die Wachstumsbeiträge der Digitalisierung noch etwas höher sind als in Deutschland. Spitzenreiter ist Japan mit einem Beitrag in Höhe von 0,7 Prozentpunkten.


Dahinter folgen Südkorea und die Vereinigten Staaten mit knapp 0,6 Prozentpunkten. In Frankreich und Großbritannien liegt der Wachstumsbeitrag wie in Deutschland bei 0,5 Prozentpunkten.

Die Studie macht für die Unterschiede zwei mögliche Gründe aus: Zum einen scheinen Unternehmen in einigen Ländern ihre Produktionsprozesse (etwas) stärker mit Digitalisierungstechnologien zu gestalten.

Zum anderen spielt die jeweils unterschiedliche Wirtschaftsstruktur eine Rolle. In einigen Branchen ist der Wachstumseffekt der Digitalisierung größer als in anderen Wirtschaftsbereichen. Länder, in denen „digitalisierungsdynamische“ Branchen eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung aufweisen, profitieren auch stärker von Wertschöpfungszuwächsen durch Digitalisierung.


Die Ergebnisse zeigen laut den Prognos-Experten die große Bedeutung des digitalen Wandels für das Wachstum von Produktion und Wertschöpfung insgesamt. In hochentwickelten Volkswirtschaften wie Deutschland, mit einem hohen Kapitalstock und einem zunehmenden Fachkräftemangel, wird in den nächsten Jahren vor allem die Digitalisierung der entscheidende Wachstumstreiber sein.

Zur Studie "Digitalisierung als Rahmenbedingung für Wachstum" (PDF)

Autorinnen und Autoren:

Johann Weiß, Dr. Andreas Sachs, Heidrun Weinelt

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Johann Weiß

Projektleiter

Profil ansehen

Dr. Andreas Sachs

Projektleiter

Profil ansehen

Unsere Arbeiten zu diesem Thema

Treffen zwischen Ingenieuren in Fabrikhalle

Potentialberatung macht Unternehmen in NRW fit für die Zukunft

2021

NRW fördert Beratungsleistungen für KMU, die deren Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitgeberattraktivität stärken. Für das Landesarbeitsministerium haben wir das Angebot evaluiert.

Fachkräfte prüfen eine Solaranlage

Ökologische Transformation und duale Ausbildung in Bremen

2021

Welcher Bedarf an beruflich ausgebildeten Fachkräften ergibt sich für den Wirtschaftsstandort Bremen durch Maßnahmen zum Klimaschutz?

Blick übers Land. Im Hintergrund ist eine Förderbrücke eines Braunkohle Tagebauwerks zusehen

Sozio-Ökonomische Perspektive Innovationsregion Mitteldeutschland 2040

2021

Bevölkerung im Mitteldeutschen Revier schrumpft, wird älter und pflegebedürftiger. Die Schwerpunktbranche verfügen jedoch über Hebelwirkung – insbesondere in den Städten.

Kindergärtnerin liest Kindern ein Buch vor

Fachkräftesituation der Kindertagesförderung

2021

Der altersbedingte Personalersatzbedarf der Kitas ist durch den Nachwuchs gesichert. Weitere Qualitätsverbesserungen erhöhen den Fachkräftebedarf hingegen deutlich.

Erzieherin liest Kindern eine Geschichte vor

Fachkarrieren in der frühen Bildung

2021

Wie lassen sich Fachkarrieren konkret gestalten? Welche Investitionen sind dafür notwendig? Wie groß ist der Nutzen? Das untersuchen wir für das BMFSFJ.

Marktplatz von Leipzig

Neuauflage Sozialbericht Sachsen 2023

2021

Prognos aktualisiert und erweitert in Zusammenarbeit mit dem ifo Dresden für das Sächsische Ministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt die Berichterstattung über die soziale Lage im Freistaat Sachsen.

Flüssige Medikamente

Pharmabranche zeigt sich krisenresilient

2021

Welchen Einfluss hat die Covid-19-Pandemie auf Exporte der deutschen Pharmaindustrie? Für den Verband der forschenden Arzneimittelhersteller untersuchten wir die volkswirtschaftliche Bedeutung der pharmazeutischen Exporte.

Bau von Mehrfamilienhäusern an einem Fluss

Arbeitsplätze im Gebäudesektor können pandemiebedingte Jobverluste abfedern

2021

Welche Folgen hat die Pandemie für den Arbeitsmarkt in Deutschland? Für die Bundesverbände energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG) und Erneuerbare Energie e.V. (BEE) erstellten wir eine Studie zur Fachkräftesicherung im Gebäudesektor.

Schulungsraum mit Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Das Bildungsgrundeinkommen – ein Instrument der Weiterbildungsfinanzierung

2021

Das Zentrum Liberale Moderne macht einen Vorschlag, die Weiterbildungsfinanzierung auf neue Grundlagen zu stellen. Prognos hat die Kosten des neuen Instrumentes in einer Studie abgeschätzt.

Saisonarbeiterin bei der Spargelernte auf dem Feld

Folgen des Mindestlohns für die Saisonbeschäftigung

2021

Im Auftrag der Mindestlohnkommission erforschen Prognos und Qualitative Mind Research die Auswirkungen des Mindestlohns auf die Saisonbeschäftigten und die Betriebe.

Adobe Stock - CleverStock

Über Prognos

Wir geben Orientierung.

Prognos ist eines der ältesten Wirtschaftsforschungsunternehmen Europas. An der Universität Basel gegründet, forschen Prognos-Expertinnen und -Experten seit 1959 für verschiedenste Auftraggeber aus dem öffentlichen und privaten Sektor – politisch unabhängig, wissenschaftlich fundiert.

Mehr erfahren