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Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Diskriminierungserfahrungen von Eltern und Pflegenden am Arbeitsplatz

Auftraggeber

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Jahr

laufend

Beruf und Privatleben zu vereinbaren ist gerade für Familien mit Kindern oder Personen mit Pflegeaufgaben eine große Herausforderung. Viele werden dabei von ihrem Arbeitgeber oder ihrer Arbeitgeberin nicht unterstützt oder gar diskriminiert. Das zeigen Beratungsanfragen und Beschwerden bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Diese will nun herausfinden, wie viele Eltern und Pflegende sich im Arbeitsleben diskriminiert fühlen, welche diskriminierenden Situationen im Kontext von Schwangerschaft, Elternzeit oder der informellen Pflege von Angehörigen erlebt werden, welche Auswirkungen die Erfahrungen auf die Betroffenen haben und welche Unterstützungsangebote sich fürsorgende Erwerbstätige wünschen. Eine empirische Studie von Prognos und Kantar soll belastbare Erkenntnisse liefern.

EU-Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Am 12. Juni 2019 hat der Rat der Europäischen Union die „Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige“ verabschiedet. Sie schafft den Rechtsrahmen für eine bessere Vereinbarkeit und soll Beschäftigte vor Diskriminierung schützen. Bis zum 2. August 2022 müssen die Mitgliedstaaten sie in nationales Recht umsetzen. Von der Umsetzung wird möglicherweise auch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) betroffen sein, das die Grundlage der Arbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist.

Methoden der Studie

Die Studie soll belastbare Daten zu Ausmaß und Formen von Diskriminierungserfahrungen im Arbeitsleben im Kontext von Schwangerschaft, Elternzeit und der informellen Pflege von Angehörigen liefern. Dafür führt Prognos eine Literatur- und Datenrecherche durch. „Wir sprechen außerdem mit Expertinnen und Experten zu diesem Thema“, erläutert Prognos-Projektleiter Sören Mohr, „und veranstalten moderierte Gruppendiskussionen, sogenannte Fokusgruppen, mit Eltern und pflegenden Angehörigen, die diskriminierende Situationen am Arbeitsplatz erlebt haben“. Des Weiteren werden computergestützte Webinterviews mit fürsorgenden Erwerbstätigen durchgeführt, für die Prognos den Fragebogen entwickelt.

Zur Projektbeschreibung der Antidiskriminierungsstelle

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Sören Mohr

Projektleiter

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Johanna Nicodemus

Projektleiterin

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Dr. David Juncke

Vize-Direktor, Leitung Familienpolitik

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