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Jobwende – Effekte der Energiewende auf Arbeit & Beschäftigung

Auftraggeber

Friedrich-Ebert-Stiftung

Jahr

2019

Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) untersuchte Prognos die Bedeutung der Energiewende für die zukünftige Beschäftigung in Deutschland.

Neben der rein quantitativen Betrachtung wurden dabei ebenfalls die regionale Verteilung sowie qualitative Aspekte der Beschäftigungseffekte ermittelt. Zusätzlich wurde auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse ein erster Ausblick auf mögliche Handlungsempfehlungen für einen sozial verträglichen Strukturwandel abgeleitet. Für die Beschreibung der zukünftigen Entwicklung wurde dabei insbesondere auf Ergebnisse der Szenarienarbeit „Klimapfade für Deutschland“ im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) zurückgegriffen (BCG/Prognos 2018).

Positive gesamtwirtschaftliche Effekte

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 (G95-Szenario) mit positiven wirtschaftlichen Effekten verbunden ist. Der mit der Energiewende verbundene Strukturwandel kann sich daher leicht positiv auf die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung auswirken. So gehen im Jahr 2050 im Klimaschutzszenario (G95) etwa 43.000 Erwerbstätige mehr einer Beschäftigung nach als im Referenzszenario. Neue Arbeitsplätze entstehen unter anderem in solchen Branchen und Berufen, die sich dem Baugewerbe zuordnen lassen – Grund hierfür sind insbesondere die im Szenario erforderlichen Investitionen in die energetische Sanierung des Gebäudebestands.

Arbeitsplatzverluste in Teilbereichen

Gleichwohl lautet ein weiteres Ergebnis der Studie, dass die Energiewende in verschiedenen Teilbereichen der Wirtschaft durchaus mit Arbeitsplatzverlusten verbunden ist. Für die von einem Beschäftigungsverlust betroffenen Teile der Bevölkerung kann diese Entwicklung mit deutlichen finanziellen und sozialen Einschnitten verbunden sein. Eine erste Annährung an mögliche Handlungsfelder hat jedoch gezeigt, dass bereits einige Ansätze zur sozialen Abfederung der negativen Auswirkungen vorhanden sind.

Zur Studie (deutsch, PDF, 52 Seiten)

Zur Studie (englisch, PDF, 52 Seiten)

Autorinnen und Autoren:

Markus Hoch, Jannis Lambert, Dr. Almut Kirchner, Richard Simpson, Myrna Sandhövel, Tabea Mündlein

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Markus Hoch

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