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Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung

Auftraggeber

Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

Jahr

2017


Big Data, Vernetzung und 3D-Druck: Die Digitalisierung hält große Veränderungen für die Wirtschaft bereit. Wie Branchen die Innovationen nutzen können, untersucht eine Studie, die Prognos zusammen mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft koordiniert hat.

Die Digitalisierung bietet Unternehmen aller Branchen eine Vielzahl an Möglichkeiten für neue Formen der Wertschöpfung.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die Prognos AG in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) koordiniert hat. Prognos-Geschäftsführer Christian Böllhoff präsentierte die Ergebnisse am Mittwoch, 28. Juni, auf dem Kongress des Zukunftsrates der Bayerischen Wirtschaft in München.

Unternehmen profitieren von der zunehmenden Vernetzung, Virtualisierung und der erhöhten Verfügbarkeit digitaler Daten auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Das gilt unternehmensintern für Informationen über Anlagen, Produktionsprozesse und Produkte.

„Auf Basis solcher Informationen können Unternehmen die Auslastung ihrer Produktionsanlagen erhöhen“, sagte Prognos-Geschäftsführer Böllhoff. Als Beispiel dafür nannte er intelligente Windturbinen, die mittels Datensammlung und -analyse Umweltmuster selbst erkennen und dadurch automatisch ihre Betriebsweise und schließlich auch die Energieausbeute optimieren können.
Informationsvorteile ergeben sich auch über die Unternehmensgrenzen hinweg. So liefern etwa Smart Products wie vernetzte Fahrzeuge den Herstellern wichtige Daten darüber, wie Kunden die Produkte einsetzen.

Individualisierte Lebensmittel und Betonbauteile per 3D-Druck

„Es entsteht eine Win-win-Situation. Firmen können so weitere Serviceumsätze generieren“, sagte Böllhoff. „Kunden profitieren von den individuell auf sie zugeschnittenen Zusatzleistungen.“
Eine für die Wirtschaft sehr vielversprechende Entwicklung ist laut den Prognos-Experten auch das Fertigungsverfahren des 3D-Drucks. „Meiner Meinung nach bringt die Technik einen entscheidenden Vorteil – sie macht die Produktion auch kleiner Stückzahlen kostengünstig möglich“, sagte Böllhoff. „Bei anderen Fertigungsverfahren entstehen oft erst bei Großserien signifikante Kostenvorteile.“

Auf diese Weise eröffnen sich für viele Branchen neue Möglichkeiten: So kann etwa die Ernährungswirtschaft individualisierte Lebensmittel per 3D-Druck produzieren. Im Maschinenbau lassen sich mithilfe des 3D-Drucks Ersatzteile nach Bedarf fertigen. Die Bauwirtschaft arbeitet derzeit an 3D-Druckverfahren von Betonbauteilen – und könnte so den Betonbauprozess, der sehr zeit- und kostenintensiv ist, erheblich verbessern.

Gerade wissensbasierte Branchen stark beeinflusst

Auch im Dienstleistungssektor bringt die Digitalisierung große Veränderungen mit sich – etwa neue Geschäftsmodelle und Vertriebswege oder Kooperationen mit branchenfremden Unternehmen. Die Besetzung der Kundenschnittstelle wird dabei im Dienstleistungsbereich zu einer zentralen Herausforderung.

Gerade wissensbasierte Branchen sind stark beeinflusst von der digitalen Transformation – besonders die Versicherungswirtschaft. Welche Veränderungen die Digitalisierung in diesem Sektor bewirken könnte, hat Prognos in einem Teil der Studie untersucht, der ebenfalls am Mittwoch, 28. Juni, erschienen ist.

Zur Studie auf der vbw-Website: "Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung"

Autoren:

Johann Weiss, Dr. Oliver Ehrentraut

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Johann Weiß

Projektleiter

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Dr. Oliver Ehrentraut

Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung, Partner, Direktor

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